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So hilft Trump den Evangelikalen, die Endzeit vorzubereiten

Mit dem Entscheid, die US-Botschaft in Israel nach Jerusalem zu verlegen, löst Donald Trump ein Versprechen aus dem Wahlkampf ein. Es profitieren radikale evangelikale Kreise.



Die Welt wartet sehnlichst darauf, dass Donald Trump die Rolle des geschäftstüchtigen Dealmakers ablegt und den Politiker in sich entdeckt. Oder anders ausgedrückt: dass er das Gemeinwohl über seine persönlichen Bedürfnisse stellt.

Dass er seine Rolle als Staatsmann noch nicht gefunden hat, bewies er mit seiner Ankündigung, die Botschaft der USA in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Was in aller Welt hat ihn dazu bewogen, ins Pulverfass des Nahen Ostens grobfahrlässig eine weitere amerikanische Stange Dynamit zu werfen?

Verantwortlich sind primär christliche Fundis aus den Tausenden von Freikirchen. Denn diese setzen ihre Endzeithoffnungen ausgerechnet auf den Egozentriker im Weissen Haus, der auf die christliche Ethik pfeift und für sich das Recht in Anspruch nimmt, den Frauen in den Schritt zu greifen.

epa06376888 A view of the the Old City of Jerusalem, with the golden Dome of the Rock, 08 December 2017. Palestinians announced general strike and a rage day to protest against US President Donald J. Trump declaration recognizing Jerusalem as the capital of the Israel.  EPA/ATEF SAFADI

Wie weiter mit Jerusalem? Bild: EPA/EPA

Der Einfluss der «Vereinigten Christen für Israel»

Der Hintergrund: Christliche Hardliner sehnen die Wiederkunft von Jesus herbei, die laut Bibel an gewisse Bedingungen geknüpft ist. Zu den wichtigsten Voraussetzungen gehört, dass das auserwählte Volk der Juden, das auf der ganzen Welt zerstreut ist, heimkehrt ins gelobte Land Israel. 

Die islamische Welt empfindet es selbstredend als Affront, Jerusalem als israelische Hauprstadt zu proklamieren, ist doch die Stadt auch für Muslime heilig. Deshalb erheben die Palästinenser ebenfalls Anspruch auf Jerusalem. Immerhin stehen auf dem Tempelberg der islamische Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee, zwei islamische Heiligtümer.

«Amerika rühmt sich zwar, Kirche und Staat getrennt zu haben, doch Trump ist in der Geiselhaft der christlichen Fundamentalisten.»

Dies wiederum ist für die Evangelikalen, die die Bibel wörtlich auslegen, ein Dorn im Auge. Für sie hat Jerusalem einen enormen symbolischen Wert. Sie unterstützten Trump im Wahlkampf mit der Forderung, bei einem Sieg Jerusalem als Hauptstadt zu anerkennen. Dieses Anliegen war ihnen Millionen wert.

Kaum war Trump im Amt, forderten die Evangelikalen sein damaliges Versprechen ein. Federführend waren dabei die «Vereinigten Christen für Israel» (CUFI). Pastor und CUFI-Gründer John Hagee verkündete, 137'000 CUFI-Mitglieder hätten dem Präsidenten Mails geschickt, um ihn zu einer Änderung der amerikanischen Jerusalem-Politik zu drängen.

The Rev. John Hagee speaks during a news conference held at the Cornerstone Church in San Antonio on Friday, May 23, 2008. The Texas pastor and televangelist says his life's work has been

John Hagee setzt Trump unter Druck. Bild: AP

Wie Hagee Konflikte schürt

Trump empfing Hagee mehrmals zu einer Audienz, und der Pastor erinnerte den Präsidenten an sein Versprechen. Dieser kam offensichtlich nicht mehr umhin, die Verlegung seiner Botschaft nach Jerusalem anzuordnen. Denn Trump weiss sehr wohl, dass er ohne die 3,8 Millionen CUFI-Mitglieder die Wahlen nicht gewonnen hätte. Und dass er sie in drei Jahren wieder braucht, will er sich die Chance auf eine zweite Amtsdauer nicht verscherzen.

Um die Bedeutung seines Coups zu unterstreichen, sagte Hagee, Jerusalem sei stets das Epizentrum des jüdischen Glaubens gewesen, seit König David vor mehr als dreitausend Jahren mit der Bundeslade in die Stadt getanzt sei. Die Aussage demonstriert, dass religiöse Fundis selbst historische Ereignisse heranziehen, um ihre politischen Ansprüche geltend zu machen. Wie sollen da die Weltreligionen je friedlich nebeneinander existieren können? Und ein Beispiel mehr, das zeigt, wie sie internationale Konflikte schüren.

epa04865294 Republican presidential candidate Mike Huckabee responds to a question from the news media after delivering remarks to the AFL-CIO Executive Council meeting at the ATU Tommy Douglas Conference Center in Silver Spring, Maryland, USA, 29 July 2015. Former Governor of Arkansas, Mike Huckabee, has reportedly faced widespread condemnation for criticising US President Barack Obama's recent nuclear deal with Iran by evoking Nazi concentration camps during World War II in Germany, in which millions of Jews and others were murdered. Huckabee has been quoted as saying that Obama was 'marching Israelis to the door of the oven' by agreeing to the deal.  EPA/SHAWN THEW

Auch Mike Huckabee setzte sich für Jerusalem als Israels Hauptstadt ein.  Bild: EPA/EPA

Offene Türen im Weissen Haus fand auch der Baptisten-Prediger Mike Huckabee. Der ehemalige Gouverneur von Arkansas führt die religiöse Politbewegung «Mein Glaube wählt» an. Auch er kämpfte erfolgreich für Jerusalem als Hauptstadt. Wie eng seine Bindung zu Trump ist, zeigt die Ernennung von Huckabees Tochter Sarah zur Sprecherin des Weissen Hauses. So verschachert Trump wichtige Posten in seiner Regierung an spendable Freunde und einflussreiche Wahlhelfer. Amerika rühmt sich zwar, Kirche und Staat getrennt zu haben, doch Trump ist in der Geiselhaft der christlichen Fundamentalisten.

Trump denkt lieber an seinen innenpolitischen Vorteil und die nächsten Wahlen, als eine verantwortungsvolle Aussenpolitik zu betreiben. Sein Hemd ist ihm näher als das Leben der Bewohner in Palästina. Denn die palästinensische Terrororganisation Hamas hat postwendend die nächste Intifada ausgerufen. Und als die ersten Raketen flogen, twitterte Trump scheinheilig, die Konfliktparteien sollten sich mässigen. Der Brandstifter kommt mit dem Gartenschlauch angerannt, um ein Dynamitfass zu löschen, an dessen Lunte er selbst gezündelt hat.

Der Entscheid von Trump hat bereits eine Krise im Nahen Osten und der arabischen Welt ausgelöst. Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) organisierte einen Sondergipfel. Bei der Eröffnungsrede packte der türkische Präsident Erdogan den verbalen Zweihänder aus. «Israel ist ein Besatzungsstaat, Israel ist ein Terrorstaat», polterte er. Die IOC-Staaten beschlossen in einer Retourkutsche, Jerusalem als die Hauptstadt Palästinas anzuerkennen.

Zur Erinnerung: In der Bibel steht, liebet eure Feinde.

Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

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86Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dharma Bum(s) 18.12.2017 17:09
    Highlight Highlight Macht mir die Evangelikalen nicht madig!

    Kein Verein bringt mich regelmässig so zu lachen wie die "Verslibrünzler" mit Stock im .....
  • dracului 18.12.2017 08:16
    Highlight Highlight Wir treten diesen Planeten („die Schöpfung“?) mit Händen und Füssen und lassen keine Gelegenheit aus, unsere Mitmenschen zu bekriegen oder mindestens zu quälen. Gleichzeitig versuchen wir aus der gefühlten Hölle dieser Welt zu entrinnen und massen uns sogar an, dass es einen „Papa Gott“ gäbe, der uns einfach alles verzeiht und uns in sein Paradies rufen will? Anstatt Baupläne für den 3. Tempel zu verfolgen, sollten wir uns fragen, was wir tun könnten, um einem möglichen Gott zu zeigen, womit wir seine Barmherzigkeit überhaupt verdient haben? Hic et nunc!
  • Beobachter24 18.12.2017 02:43
    Highlight Highlight Das Endzeit-Szenario (Eschaton) wird im alten Testament und im Koran beschrieben. Theologen des Judentums, des Christentums und des Islams beschäftigen sich damit; Hardcore Heinis wollen es herbeiführen, andere fürchten und versuchen es zu verhindern. Die Bedingungen, dass es eintritt, sind für alle drei Religionen ähnlich, wenn auch nicht identisch.

    Die Anerkennung Jerusalems spielt nicht nur den christlichen Endzeit-Anhängern in die Karten ...
    … und Jared Kushner wohnt an der 5th Avenue 666.

    Wem es langweilig ist, der kann ja ein wenig googeln.
    ;-)
  • Pasionaria 17.12.2017 23:58
    Highlight Highlight Floetist
    fast vergessen, ich wuerde an Ihrer Stelle das Instrument mal wechseln. Denn Floeten ertragen schwerlich Misstoene, die wirken daraus ohren-, geist-, ja gar seelen (wer eine hat...)- betaeubend, mit anderen Worten: unertraeglich.
    Das koennen Sie sich selbst und uns allen doch nicht antun! Danke.
  • Pasionaria 17.12.2017 23:44
    Highlight Highlight Floetist
    2/2
    Im engeren urspruenglichen Sinn bezeichnet das Wort eine im US-amerikan. Protestantismus entstandene konservativist. Bewegung, deren Wurzeln die Eschatologie (Endzeitlehre) ist.
    Geht Ihnen langsam ein Licht auf? Es gibt keine Light-Fundis nur fixierte, intolerante Rechthaber. Schade fuer Sie und Ihre Mitbrueder und Schwestern.
    Ich selbst sehe im Fundamentalisten bildlich einer, der mit dem Fundament seines 'Hauses' auf die Suche nach Mitbewohnern geht (missionieren), dabei nicht bemerkt, dass es - sein Haus - einen gravierenden Dachschaden hat!
    Noch Fragen?
  • Pasionaria 17.12.2017 23:37
    Highlight Highlight 1/2
    Floetist
    "@opwulf das ist logisch ganz falsch. Ein Fundamentalist muss nicht zwingend eine zementierte Meinung haben, wann immer sein Fundament Offenheit enthält (Eigenschaft, die übrigens auch die Bibel lehrt)." 
    Gehts noch fundamental abenteuerlicher. Kaum.
    Bei Ihnen ist die Aufloesung der Bezeichnung Fundamentalismus ein dringend noetiges MUSS (Quelle Wiki):   
    Der Begriff Fundamentalismus im weiten Sinn bezeichnet eine religioese oder weltanschauliche Stroemung, deren Ziel eine radikale, da kompromisslose Rueckbesinnung auf die Wurzeln der jeweiligen Religion oder Ideologie ist.
    ff..
  • Michael Bamberger 17.12.2017 15:41
    Highlight Highlight "Sorry losers and haters, but my I.Q. is one of the highest -and you all know it! Please don't feel so stupid or insecure,it's not your fault."

    Donald Trump (@realDonaldTrump) on Twitter at 18:37 on 8th May 2013.
  • Saraina 16.12.2017 19:28
    Highlight Highlight Als ob die Angelegenheit auf Trumps Mist gewachsen sei!
    Mittlerweile heisst "Vertreibung" auf Neudeutsch "Auszug" oder "Lösung", und die Vorgänge im Nordsinai erscheinen auch in einem ganz anderen Licht.....

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/israel-und-palaestina-was-koennte-die-loesung-des-konflikts-sein-15342741-p2.html
  • AlteSchachtel 16.12.2017 14:19
    Highlight Highlight Die Evangelikalen hatten immer mehr Einfluss als die Politik zugab. Wenn man weiss, was das evangelikale Glaubensziel ist, dann wird auch klar, wieso sie Israel (temporär zur Erreichung des Zieles) brauchen.
    Und auch in der Schweiz mischen längst finanzstarke und einflussreiche Leute aus evangelikalen oder gar christlich-zionistischen Kreisen im politischen, wirtschaftlichen und medialen Geschehen mit.

    unerkannt, denn einst als Sekten bezeichnete Gruppierungen sind heute plötzlich harmlose Freikirchen deren Anlässe in den Medien schöngeschrieben werden....


    • Flötist 16.12.2017 15:08
      Highlight Highlight Du bist ein schöner Verschwörungstheoretiker. Ich kenne diese Evangelikalen Gruppierungen und darüber kann ich nur lachen, was du schreibst. Klar hat es Reiche Leute darunter, die überall Einfluss nehmen wollen, aber diese Leute gibt es in jeder Ansammlung von Leuten. Egal ob Evangelikal, Pilzverein oder Sportklub. Aber klingt halt besser wenn man alles dramatisiert und mit dem Finger auf eine Gruppierung zeigen kann... schade.

      Und zum Artikel: Auch Hugo übertreibt es hier wieder. Es gibt zig fundamentalistische evangelikale Kirchen die nichts von Trump halten und keine Erwartung an ihn haben
    • AlteSchachtel 17.12.2017 10:43
      Highlight Highlight @kleiner_Schurke

      Der Geschäftsführer des Schweizerischen Gewerbeverbandes beispielsweise...die "Freikirche" in der er ist, wurde kürzlich von einem SVP-Mann mit dem Bau einer "Eventhalle" unterstützt...
      Schlüer hat schon früh mit Evangelikalen zusammen gegen den Islam gewütet...

      Die Evangelikalen verfügen in der Schweiz übrigens über ein hervorragend aufgebautes und grosses Netzwerk.

      Dank der geheimen Parteienfinanzierung wäre es aber reiner Zufall, wenn der Einfluss gewisser Kreise zu gewissen Themen bekannt würde.
    • AlteSchachtel 17.12.2017 12:36
      Highlight Highlight @schurke
      Ein Verband hat einen Vorstand mit Vorstandsmitgliedern, von denen eines Präsident ist. Vorstandsmitglieder arbeiten ähnlich wie Behörden rein strategisch und nicht in den Geschäftsräumen (operativer Bereich also Administration/Verwaltung/Buchhaltung etc.) des Verbandes. Für die Führung des operativen Bereichs wird ein Geschäftsführer (oder Geschäftsleiter) eingesetzt. Der Geschäftführer des Gewerbeverbandes heisst nicht Lardi.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Keine grösseren Probleme...? 16.12.2017 12:53
    Highlight Highlight Hugo Stamm sollte zu Jesus mutieren, aber nur vielleicht hätten wir dann mehr Ruhe, denn der Mensch ist ein ungemein zänckisches Wesen. Die Menscheit verfügt entweder über einen "Sollbruch", oder sie gilt als einzige Erfindung im Universum, als Fehlkonstruktion.
  • Regas 16.12.2017 12:32
    Highlight Highlight Solange es Christliche, jüdische und Muslimische Fundamentalisten gibt, gibt es diesen allein Anspruch auf den Tempelberg und Jerusalem der jeweiligen Glaubensrichtung. Wenn nun Trump sein Wahlversprechen einhält, was übrigens weder Busch noch Clinton vor ihm getan hat, mag das wohl Öl ins Feuer giessen hat realistisch betrachtet keinen wirklichen Einfluss auf das geschehen im nahen Osten. Fragt sich wieso Erdogan nun vermehrt über Jsrael herzieht, wurde doch die Entscheidung das Konsulat zu verlegen in den USA gefällt.
    • Juliet Bravo 16.12.2017 23:48
      Highlight Highlight „...hat aber realistischerweise keinen wirklichen Einfluss“ – hat es doch! Du verstehst ein wichtiges Detail nicht: Politik beseht zum grössten Teil aus Symbolhandeln.
  • bibaboo 16.12.2017 12:26
    Highlight Highlight Diese Blitzköpfe gefährden also ernsthaft den Weltfrieden - soweit denn dieser überhaupt existiert -, einzig weil vor 2000 Jahren irgend ein Hochstapler in dieser Stadt herumgedödelt ist.
    Sogar in den USA ist die Aufklärung wohl leider bis heute noch nicht überall angekommen..
    • rodolofo 16.12.2017 13:52
      Highlight Highlight Die wollen halt eine Realität kreieren, die nicht ist.
      Wenn ich's mir recht überlege, machen das Alle irgendwie.
      Wir stolpern tagträumend durchs Leben und verpassen die allerbesten Gelegenheiten!
      Bis jemand kommt, der uns die wunderbarsten Versprechungen macht.
      Diese entpuppen sich aber in der Folge als übles Täuschungsmanöver.
      Aber wir wollen's immer noch nicht sehen und halten lieber an den schönen Illusionen fest.
      Bis wir endlich realisieren, dass wir reingelegt wurden.
      Eigentlich hätten wir's merken können.
      Denn die Versprechungen klangen einfach zu schön, um wahr zu sein...
    • _kokolorix 16.12.2017 22:44
      Highlight Highlight Die US Bürger können gar nicht aufgeklärt denken. Wenn sie das machen würden, müssten sie zugeben, dass ihr Leben auf den Profiten eines Genozids basiert. Eine ungeheuerliche Tatsache, welche das einfache Gemüt nicht so verträgt. Da ist es einfacher sich einzubilden man lebe in einer einzigartigen Kultur welche auf der Lebensweise freiheitsliebender Cowboys basiert. Auch wenn Diese eher ein Sklavendasein fristeten und ihren Frust straffrei an den Indianern abreagierten, welche sie je nach Laune und Begebenheit vergewaltigten, folterten oder töteten, mit voller Unterstützung des Staates
    • rodolofo 17.12.2017 09:04
      Highlight Highlight @_kokolorix
      Ich finde Geschichtliche Dokumentationen immer wieder hoch interessant!
      Sie lehren uns, dass heutige Konflikte im Grunde uralt sind und schon sehr früh angefangen haben.
      Damals wurde eine Dynamik gestartet, die kaum mehr zu stoppen ist und jetzt einfach weiter läuft, ähnlich einer Chemischen Reaktion.
      Die Flüchtlinge aus Europa brachen ja damals in die Neue Welt auf, mit ähnlich grossen und meist unrealistischen Hoffnungen, wie sich heute Flüchtlinge aus Afrika nach Europa aufmachen!
      Freiheit und Wohlstand lockten.
      Revolverhelden und wild gewordene Indianer sagten Hi und How.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bert der Geologe 16.12.2017 12:25
    Highlight Highlight Was religiöse Sektierer und andere Extremisten denken, kann man kaum beeinflussen. Aber man muss es begrenzen auf das Private. Die sollen ihren Mist glauben dürfen, aber ihn gefälligst bei sich behalten. Zum Glück und hoffentlich noch lange gelten bei uns die laizistischen Grundsätze einer aufgeklärten liberalen Gesellschaft.
    • rodolofo 16.12.2017 13:44
      Highlight Highlight Mit solchen Argumenten wollen die Extremisten Homosexuelle Leidenschaften in die Privaten 4 Wände zurückdrängen.
      Aber so ein Extremist kann ja nichts dafür, dass er so extrem geworden ist!
      Der will sich einfach nur outen und seinen natürlichen Neigungen nachgeben...
    • _kokolorix 16.12.2017 22:50
      Highlight Highlight @rodolofo
      Ich kann dir nicht ganz folgen. Religiöse und faschistische Extremisten wollen Homosexualität unter Todesstrafe stellen und alle die diese Auffassung nicht teilen genau so.
      Und selbstverständlich ist niemand für sein Verhalten schuld, schuld sind immer die 'Anderen'
    • rodolofo 17.12.2017 08:46
      Highlight Highlight @ _kokolorix
      Manchmal habe ich einfach Lust, Verwirrung zu stiften.
      Ist doch kurios, wie ein Argument FÜR etwas gleichzeitig DAGEGEN verwendet werden kann!
      Aber "Vernünftige" haben solche Momente der totalen Verunsicherung natürlich gar nicht gern...
      Denn es ist ihnen dann, als würde ihnen der Boden unter den Füssen weggezogen.
      Aber genau DAS braucht es!
      Auf die Totale Verunsicherung folgt die Freiheit, Freiheit im Denken und Freiheit im Sein!
      Aber dazu musst Du erst durch die "Schlangengrube" gehen, wo Du von blitzgescheiten "Brillenschlangen" angezischt wirst.
      Beissen sie? Nein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rabbi Jussuf 16.12.2017 12:19
    Highlight Highlight 3/2
    Für Trump ist die Anerkennung etwas vom Besten, das er je gemacht hat: innenpolitisch, wie Stamm hier gut ausgeführt hat, aber auch aussenpolitisch. Er hat die Sympathien Israels, das Schweigen mehrer wichtiger islamischer Mitspieler und erst noch die Unterstützung der Saudis.
    Einzig der Ziegenhirte vom Bosporus könnte sich noch als Problem erweisen (Zukunft der NATO, etc). Aber auch da ist vorläufig nur Gemecker.
  • Rabbi Jussuf 16.12.2017 12:19
    Highlight Highlight Eine wichtige Frage wird einfach nie gestellt:
    Warum erkennt das OIC jetzt plötzlich Ostjerusalem als Hauptstadt von Palästina an? warum erst jetzt? Warum nicht schon vor Jahrzehnten?
    Zudem war der OIC "Gipfel" nur eine lauwarme Sache mit einem alles andere als einstimmigen Ausgang.
    • Visitor 17.12.2017 08:35
      Highlight Highlight Warum soll das eine wichtige Frage sein? Und warum sollte diese Anerkennung schon vor Jahrzenten eine wichtige, nützliche Sache sein? Löst mit dieser Anerkennung dann Israel die besetzten Gebiete auf. Oder stoppt z.B. den illegalen Siedlungsbau. Das birngt soviel wie gar nichts vor Jahrzehnten wie jetzt. Wahre Probleme für die Palestinenser werden mit einer solchen Anerkennung nicht gelöst.
    • Rabbi Jussuf 17.12.2017 11:36
      Highlight Highlight Warum?
      Weil man vielleicht besser versteht, was da unten abgeht, wenn man die ganze Situation im Blick hat - nicht immer nur die bösen Israelis!

      Die Anerkennung Ostjerusalems hätte vor Jahren schon sehr viel weiter gebracht. Aber nein, die Palästinenser (und das OIC) wollten alles.
      Da hat eben Israel einfach Tatsachen geschaffen.
      Jetzt ist es ein bisschen spät für eine vernünftige Zweistaatenlösung - selbst wenn das OIC und die Palästinenser das wirklich wollten. Den Eindruck vermitteln sie jedenfalls nicht.
    • Visitor 17.12.2017 14:55
      Highlight Highlight Wenn du mir unterstellen willst, ich habe nur die bösen Israeli im Blick, tu das. Stimmen tu es trotzdem nicht. Und ich masse mir nicht an die ganze Situation dort im Blick zu haben. Es ist einfach von aussen zu kritisieren, wenn man dort nicht gelebt und erlebt hat.Den Eindruck von einer Einwilligung von Zweistaatenlösung machte Israel damals ebensowenig, vorrallem mit den Siedlungsplänen auf den besertzen Gebieten, wo Ort und Name bereits festgelegt wurden.Und nochmlas für mich gibt es die bösen Israeli oder die bösen Palistineser nicht. Solange aber Macht und Geld die Welt regieren ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rabbi Jussuf 16.12.2017 12:08
    Highlight Highlight Die Nahostkrise ist nicht wegen Trump ausgebrochen, die köchelt ja schon Jahrzehnte vor sich hin und es braucht nur einen Pips von irgend jemandem, dann bricht sie wieder aus.
    Warum nicht? Vielleicht ändert sich endlich etwas am Status Quo.
  • Rabbi Jussuf 16.12.2017 12:04
    Highlight Highlight 1/2
    Was Hugo Stamm hier auseinanderlegt, stimmt innenpolitisch sicher. Nur sollte man nicht eine zu grosse Geschichte daraus machen, wenn es um den Nahost-Konflikt geht. Jerusalem als Hauptstadt anzuerkennen war schon lange vor Trump ein amerikanisches Anliegen und hätte eigentlich umgesetzt werden müssen. (egal aus welchen Beweggründen)
    Bisher hat Trump nur das absolute Minimum gemacht: die Anerkennung. Er hat (noch) nicht angeordnet, die Botschaft zu verlegen. Er hat NICHT gesagt, dass er GANZ Jerusalem als Hauptstadt anerkenne.
    • rodolofo 16.12.2017 13:40
      Highlight Highlight Sag ihm das bloss nicht!
      Sonst macht er's sofort!
    • Rabbi Jussuf 16.12.2017 16:31
      Highlight Highlight Das brauch ich ihm nicht zu sagen. Er hat ja selbst gesagt, dass die Grenzziehung nicht seine Sache sei.
  • Derpsie 16.12.2017 11:59
    Highlight Highlight Auf die Gefahr einen Whataboutism zu begehen... Bill Clinton, Obama und Bush jr. haben alle Jerusalem als Haustadt von Israel anerkannt. Tatsächlich sollte die Botschaft gemäss den Jerusalem Embassy act schon seit 1999 nach Jerusalem verlegt werden.

    Ich sage jetzt nicht das das etwas gutes ist. Es ist einfach interessant das v.a. Trump sehr viel kritik bekommt für etwas was seine Vorgänger schon gesagt haben.
  • Share 16.12.2017 11:41
    Highlight Highlight Promised. Wie ist das zu übersetzen? Hat es sich nach einem `Will` oder einem `Want` angehört?
  • reaper54 16.12.2017 11:26
    Highlight Highlight “Was in aller Welt hat ihn dazu bewogen, ins Pulverfass des Nahen Ostens grobfahrlässig eine weitere amerikanische Stange Dynamit zu werfen?”
    Könnte eventuell die Tatsache sein, dass der Kongress das bereits ende der 90er Jahre beschlossen hat und alle Präsidenten sich alle 6 Monate seither weigerten den Entscheid umzusetzen.
  • Therealmonti 16.12.2017 10:28
    Highlight Highlight Dass die Juden für sich in Anspruch nehmen, das auserwählte Volk zu sein, steht am Ursprung allen Übels.
    • rodolofo 16.12.2017 13:38
      Highlight Highlight Können wir uns bitte darauf einigen, dass Alles, was da ist, auf eine rätselhaft verschlungene Weise, die aber überhaupt nichts mit Weisheit zu tun haben muss, "auserwählt" worden ist?
    • TheMan 16.12.2017 13:47
      Highlight Highlight Naja nach Bible/Thora und Koran sind sie es aber. Somit ist dies kein Übel. Auch wurde Beweisen, das jeder Mensch Jüdisches Blut in sich bzw in der DNA hat. Jeder Mensch ohne Ausnahme.
    • äti 16.12.2017 14:53
      Highlight Highlight Aha, deshalb ist das Blut rot?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beggride 16.12.2017 10:15
    Highlight Highlight Das ist genau das Problem Trumps, er schaut nicht für die Leute, sondern bereits für seinen nächsten Wahlkampf. (gut als ob das das einzige Problem wäre...) immerhin weiss er (hoffe ich), dass ein Krieg gegen Nordkorea in der Bevölkerung nicht gut ankommen würde
  • lilas 16.12.2017 10:01
    Highlight Highlight "Christliche Hardliner sehnen die Wiederkunft von Jesus herbei, die laut Bibel an gewisse Bedingungen geknüpft ist"
    Extrem schräg ist doch, dass sie diese Bedingungen mit Geld und Machtspielen selbst herbeiführen wollen, was doch dem widerspricht was sie behaupten zu glauben. Richtige Games of thrones...
    Ich finde Fundis aller couleur einfach unsäglich.
    • opwulf 16.12.2017 12:17
      Highlight Highlight Der engl. Begriff "self-fulfilling prophecy" trifft den Nagel auf den Kopf! Von Bekannten (beruflich) aus den USA, welche der "Christians for Israel" Gemeinden angehören, höre ich dass der Entscheid in ihren Augen Beweis sei, dass Trump Gottes Werk vollbringt. Man wundere sich zwar über Trumps sehr oft unflätige Ausdrucksweise, jedoch könne dies auch als Test für die Gläubigen gesehen werden, denn nicht Worte seien entscheidend sondern Taten (as God works in mysterious ways). Eigentlich liebe Leute, aber so weit weg von unserer Realität - Vernunft vs Glauben / Normale Zeit vs Endzeit
    • lilas 16.12.2017 15:34
      Highlight Highlight Trump als Vollbringer von Gottes Werk.
      Seine unflätige ("grab them..") Ausdruckseise ein Test für die Gläubigen.
      Nun find ich die Fundis noch unsäglicher!
    • Flötist 16.12.2017 15:55
      Highlight Highlight "Ich finde Fundis aller couleur einfach unsäglich."

      Was für eine fundamentalistische Aussage. Aber ja, alle über einen Kamm kehren und selbst nicht besser sein: Nichts neues im Westen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 16.12.2017 10:00
    Highlight Highlight Ich beobachte auch hier in der Schweiz, wie Evangelikale Extremisten in- und ausserhalb der Reformierten Kirche versuchen, zusammen mit Jüdischen Extremisten gemeinsame Sache zu machen gegen "DEN Islam" und gegen Muslime.
    Auf der anderen Seite sehe ich Bemühungen von Seite der Katholischen- und der Orthodoxen Christlichen Kirchen, ein friedliches Zusammenleben mit den Muslimen und den verschiedenen Formen des Islam zu fördern.
    Gemeinsames und Trennendes zwischen verschiedenen Menschen in der Multi-Kulti-Gesellschaft, von spassigen Neckereien bis zu Feindschaft.
    Eigentlich wie gehabt...
  • N. Y. P. D. 16.12.2017 09:04
    Highlight Highlight Guter Bericht über Trump, was seine Motivation war, Jerusalem zur Hauptstadt zu machen.
  • N. Y. P. D. 16.12.2017 08:58
    Highlight Highlight Die Welt wartet sehnlichst darauf, dass Donald Trump die Rolle des geschäftstüchtigen Dealmakers ablegt und den Politiker in sich entdeckt.
    (text)
    Also für mich gilt das nicht. Ich will eigentlich nur noch, dass er nicht mehr Präsident ist.
    Es gibt vier Arten, wie Donald Trump aus dem Amt scheiden könnte. Mir sind alle vier Varianten recht. Ja, alle Varianten sind mir recht.
    • lilas 16.12.2017 11:29
      Highlight Highlight Die vierte Variante kann ich ethisch nicht vertreten.
  • Oxymora 16.12.2017 08:29
    Highlight Highlight “Amerika rühmt sich zwar, Kirche und Staat getrennt zu haben.“

    Nun das ist noch nicht bei allen Politikern und Richtern angekommen.

    Beweis Video der Woche:

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    • Peace93 16.12.2017 09:14
      Highlight Highlight In his face! Hahahah
    • Miikee 16.12.2017 10:05
      Highlight Highlight Haha. Der Gesichtsausdruck von dem Typen ist unbezahlbar. Was man kann sich ein Lügenbuch noch aussuchen 🤯
    • HabbyHab 16.12.2017 12:19
      Highlight Highlight Dieser Gesichtsausdruck ist einfach so köstlich
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