Charlie Hebdo
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Kouachi-Brüder beerdigt

Beide «Charlie Hebdo»-Attentäter wurden anonym beigesetzt



Der nach dem Anschlag auf die Satire-Zeitung «Charlie Hebdo» von der Polizei erschossene Attentäter Chérif Kouachi ist in der Nähe von Paris beigesetzt worden. Er wurde am späten Samstagabend unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in dem Ort bestattet, in dem er zuletzt gelebt hatte, wie die Stadtverwaltung von Gennevilliers mitteilte.

FILE - This file photo combination of images provided by The Paris Police Prefecture shows suspects Cherif, left, and Said Kouachi who authorities said carried out an attack at the Charlie Hebdo newspaper. U.S. and French intelligence officials are leaning toward an assessment that the Paris terror attacks were inspired by al-Qaida but not directly supervised by the group. (AP Photo/Prefecture de Police de Paris, File)

Chérif (links) und Said Kouachi. Bild: AP/Prefecture de Police de Paris

Verwandte nahmen demnach nicht an dem Begräbnis teil. Der Attentäter wurde in einem anonymen Grab beigesetzt, da die Stadtverwaltung befürchtet hatte, sein Grab könne zu einem «Pilgerort» für Islamisten werden. 

Der Bürgermeister hatte zuvor erklärt, er habe «keine Wahl», als ihn in Gennevilliers bestatten zu lassen. Laut französischem Gesetz können Stadtverwaltungen eine Bestattung nicht verhindern, wenn der Verstorbene zuletzt in dem Ort gelebt hat oder dort gestorben ist.

Der Bruder von Chérif Kouachi, Said, der den Anschlag auf «Charlie Hebdo» mit verübt hatte, war bereits in der Nacht zum Samstag im nordostfranzösischen Reims beigesetzt worden. Bürgermeister Arnaud Robinet hatte zunächst angekündigt, er wolle die Beisetzung in seiner Stadt mit allen Mitteln verhindern.

Auch er fürchtete, das Grab könne zu einer Art Pilgerstätte werden. Später erklärte der Bürgermeister, er habe sich den Vorschriften beugen müssen. Das Grab von Said Kouachi ist ebenfalls nicht gekennzeichnet. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 18.01.2015 13:34
    Highlight Highlight Keine wirklich neue Dimension!
    Wer wollte, konnte den Terror in entsprechende Videos auf "liveleak" oder auf "Gore" spezialisierten Seiten schon immer sehen.
    Wehrlose, gefesselte Soldaten werden von hinten erschossen oder tote Kinder liegen in den Strassen. Gehäutete Opfer des Drogenkrieges in Mexiko oder fliehenden Zivilisten wird in den Rücken geschossen. Alles da!
    Die Mehrheit bevorzugte bis zu den Anschlägen in Paris aber wegzusehen. Nun, so scheint es, ist der Voyeurismus doch grösser geworden als einfach wegzusehen vom ganzen Elend.
    Und das ist ganz gut so.

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