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Griechenland auf der Suche nach Geld

Jetzt macht Tsipras den Chinesen den Hof



Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras hat am Donnerstag das Einlaufen einer chinesischen Fregatte in den Hafen von Piräus genutzt, um für eine «Verstärkung der Wirtschaftsbeziehungen» mit Peking zu werben. Er rief zu mehr Investitionen aus Fernost auf.

Umgeben von zahlreichen chinesischen Offiziellen sicherte er Peking seine Unterstützung für Investitionen zu. Tsipras trat damit Befürchtungen entgegen, vor allem chinesische Konzerne könnten zu den Leidtragenden gehören, wenn seine Regierung die mit den Gläubigern vereinbarten Privatisierungen tatsächlich abbremsen wird.

Greece's Prime Minister Alexis Tsipras, center, delivers a speech on board of the Chinese frigate Changbaishan at the port of Piraeus, near Athens, Thursday, Feb. 19, 2015. China's 18th Fleet is on a five-nation tour of Europe after a four month anti-piracy mission off East Africa, and has stopped in ports in Britain, Germany, France and The Netherlands. Greece's new left-wing government is seeking to retain close commercial ties with China despite scaling back the country's privatization plans. (AP Photo/Thanassis Stavrakis)

Alexis Tsipras will die Zusammenarbeit mit China verstärken.  Bild: Thanassis Stavrakis/AP/KEYSTONE

Für Unruhe hatte in Peking vor allem die Ankündigung gesorgt, die Privatisierung des Hafens von Piräus werde auf Eis gelegt. Das chinesische Konglomerat Cosco will nämlich grosse Teil der öffentlichen Hafengesellschaft übernehmen. 

Griechenland als wichtigstes Tor für China

Am Donnerstag sagte Tsipras, die «strategische Zusammenarbeit» zwischen Griechenland und China habe eine solide Basis und vielversprechende Perspektiven.

So solle Piräus zu einem der wichtigsten Umschlagplätze der Welt werden, wozu chinesische Firmen gebraucht würden, sagte Tsipras. Griechenland sei «das wichtigste Einfallstor» für chinesische Waren, die über den Seeweg nach Europa gelangen. Auch in Kultur und Tourismus solle die Kooperation vertieft werden.

Seine Rede beim Empfang der Fregatte der 18. Flotte erinnerte stark an Reden, die Tsipras' konservativer Vorgänger Antonis Samaras gehalten hat. Beobachter schliessen aber auch nicht aus, dass sich der neue Regierungschef tatsächlich stärker Partnern wie China oder auch Russland zuwendet. (feb/sda/afp)

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