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Euro-Münzen

Geldfälscher-Ring aus China in Italien aufgeflogen

17.12.2014, 03:5317.12.2014, 10:08

Nach dem Fund gefälschter Euro-Münzen in Italien sind in der vergangenen Woche zwölf Personen festgenommen worden. Sie werden beschuldigt, Falschgeld aus China importiert und verbreitet zu haben, wie die europäische Polizeibehörde Europol am Mittwochabend mitteilte.

Europol hatte die italienische Polizei bei der Aktion unterstützt. Die Ermittlungen in dem Fall hätten bereits vor Monaten begonnen. So sei im September nahe Neapel ein «bedeutender Fund» gemacht worden, wobei über eine halbe Million Euro in gefälschten 1- und 2-Euro-Münzen sichergestellt wurden, die in Metallröhren versteckt waren.

In der Folge hätten die Ermittler festgestellt, dass die Fälscher in der Lage sind, «erhebliche Mengen von qualitativ hochstehendem Falschgeld» zu produzieren. Sie würden hochentwickelte Herstellungstechniken nutzen, die jenen der offiziellen Münzprägung «sehr ähnlich» sind.

Sitzen die Geldfälscher-Bosse in Shanghai?

Europol vermutet, dass der Kopf der Fälscherbande aus Shanghai operiert, wo er Verbindungen zu geheimen Produktionsstätten und zu Personen habe, die den Transport des Falschgelds nach Neapel organisieren. Einmal in Italien angekommen, werde das Geld in ganz Europa verbreitet. Zuständig dafür sei der Hauptverdächtige, ein Mann aus Ghana in Palermo.

Nach der Sicherstellung des Geldes war eine Einsatzgruppe mit Experten aus acht EU-Staaten aufgestellt worden. Sie führte die Aktion unter der Koordination von Europol durch.

Bereits Ende November hatte Europol die Festnahme von 53 Verdächtigen in sechs italienischen Städten vermeldet. Sie sollen einer bedeutenden Bande von Geldfälschern angehören, die den Handel mit gefälschten Euros in mehreren Ländern kontrolliert haben soll.

Dank einem sehr dichten Netzwerk sei es der Bande gelungen, grosse Mengen von Falschgeld in mehreren Ländern in Umlauf zu bringen. Betroffen waren ausser Italien vor allem Frankreich, Spanien, Deutschland, Rumänien und Bulgarien, aber auch Albanien, Senegal, Marokko, Tunesien und Algerien. (feb/sda)

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