Der Enthüller
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Sieht man gerne: Friedliche Fussballfans, die durch die Berner Gassen ziehen. Warum die Masken? Es war halt schaurig kalt. Bild: KEYSTONE

Der Enthüller

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Keine Vermummten, keine Gewalt, keine Krawalle, Fanmarsch ein voller Erfolg



Claudio Gagliardi
Claudio Gagliardi

Bern (den). Wer hätte das gedacht. Gestern ging der Cupfinal über die Bühne, ohne dass es im Vorfeld zu Zusammenstössen zwischen Fans und Polizei kam. Die beiden FCZ- und FCB-Fangruppen hielten sich an die vereinbarte Marschroute durch die Berner Altstadt und auch die befürchteten Sachbeschädigungen blieben aus.

Der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause ist entzückt. «Da haben uns die Fussballfans aber eines besseren belehrt. Wir sind doch tatsächlich davon ausgegangen, dass eine randalierende Meute durch Bern zieht und dabei alles kurz und klein schlägt», so Nause. «Dass keine einzige Scheibe zu Bruch ging, keine Pyros in Mitten einer Menschenmenge gezündet wurden und die Polizei kein Tränengas einsetzen musste, zeigt, wie sich die Fanarbeit der beiden Clubs ausbezahlt hat.» Nause freut sich schon auf nächstes Jahr, wenn seine Stadt wieder den Cupfinal austragen darf. «Bei dieser friedlichen Stimmung könnte man von mir aus jedes Wochenende Cupfinal in Bern feiern. Da hätten sicher auch die Berner Steuerzahler nichts dagegen.»

Auch auf Twitter werden die Beteiligten mit Glückwünschen überhäuft. Twitter

Clubs zufrieden mit ihren Anhängern

Nicht nur in der Berner Innenstadt, auch vor dem Stadion haben sich die Fans äusserst zurückhaltend und höflich verhalten. Dementsprechend happy sind die Verantwortlichen der beiden Final-Mannschaften. «Dass es in der Schweiz keine friedlicheren Fans als die des FC Zürichs gibt, ist ja längstens bekannt», sagt FCZ-Präsident Ancillo Canepa. «Nun haben wir es auch den Medien gezeigt, die sonst keine Chance auslassen, unsere Fans als dümmliche Hooligans zu beschimpfen.»

Der Basler Präsident Bernhard Heusler nimmt nun die grossen Medienhäuser in die Pflicht. «Im Vorfeld wurden unsere Fans von allen Seiten durch den Dreck gezogen. Die Medien haben sich nach der Bagatelle in der Europa-League auf unsere Fans eingeschossen, was total unfair war. Auch die Polizei provoziert unsere Fans bei jeder Gelegenheit. Das geht doch nicht», so ein aufgebrachter Heusler. Er fordert nun eine Entschuldigung von Polizei und Medien für den Imageverlust, der seinem Club und den Fans entstanden ist.

Sind Sie auch der Meinung, dass sich die Polizei und die Medien bei den Fans für die bösen Anschuldigungen im Vorfeld entschuldigen sollen?

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Hart recherchierte Fakten, fundierte Kritik und realistische Analysen? Die gibt es anderswo. Chefredaktor Buzz Orgler und sein Praktikant Pavel Kulicka decken auf, was keiner wissen will. Ob Berichte über einen Schwangerschaftstest fürs iPhone oder mit Zwiebeln verunreinigte Kebabs, die beiden gescheiterten Journalisten sind sich für keine Schlagzeile zu schade. Und schneller als die Wahrheit sind sie noch dazu.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Donald 22.04.2014 13:41
    Highlight Highlight Usere Polizisten sollten einmal in Italien lernen wie man einen Fanmarsch mit "erlebnisorientieren" Fans richtig begleitet. Es ist ja nicht so, dass gestern zu wenig Einsatzkräfte da gewesen sind.

    Die aktuelle Taktik unsere Polizei ist gerade doppelt falsch. Entweder sollte sie eingreiffen oder ganz weg bleiben. Einfach nur dazustehen provoziert, hilft aber auch nicht.

    Kurzfristig kann man so vielleicht harte Konfrontationen vermeiden. Langfristig hat sich die Polizei aber das Image von einem lahmen Haufen, vor dem man kein Respekt haben muss, verschafft.
    • Romeo 24.04.2014 08:53
      Highlight Highlight Vor lauter nicken tuts mir weh ;-)

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