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Eine Android-App soll Smartphone-Nutzer neu vor unerwünschten «Begleitern» warnen.
Eine Android-App soll Smartphone-Nutzer neu vor unerwünschten «Begleitern» warnen.bild: watson

So reagiert Apple auf Kritik – und macht die AirTags weniger «creepy»

Die Kalifornier verbessern bei ihren kürzlich lancierten Trackern den Schutz der Privatsphäre. Davon profitieren auch alle, die kein iPhone nutzen.
04.06.2021, 09:5205.06.2021, 10:29

Nur etwa einen Monat nach der Markteinführung der AirTags verstärkt Apple seine Bemühungen um den Datenschutz, wie CNET berichtet. Über ein Software-Update soll es Menschen erschwert werden, die kleinen runden Dinger für heimliches Tracking zu verwenden. Und eine Android-App zum Aufspüren unerwünschter Tracker sei ebenfalls in Arbeit.

Damit reagiert Apple auf einen von mehreren Techjournalisten geäusserten Kritikpunkt. watson hielt im Review zum ansonsten überzeugenden iPhone-Zubehör fest:

Stalking ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat, die schwer zu beweisen und zu verhindern ist. Apple tut gut daran, die Anti-Stalking-Massnahmen zu verbessern. Es reicht nicht, dass ein AirTag nach 72 Stunden piepst, um ungewollt ausspionierte Opfer auf seine Präsenz hinzuweisen.

Am Donnerstagabend liess Apple verlauten, dass das Zeitfenster angepasst werde, indem die AirTags durch lautes Piepsen Dritte automatisch auf ihre Präsenz hinweisen.

Ursprünglich wird der Sound erst nach drei Tagen abgespielt. Doch neu soll bereits nach einer Zeitdauer von 8 bis 24 Stunden ein unüberhörbarer Warnhinweis erfolgen.

Android-App folgt später

Acht bis 24 Stunden seien immer noch eine lange Zeit, in der man getrackt werde, ohne es zu wissen, kommentiert The Verge. Aber es sei gut zu sehen, dass Apple zumindest anfange, einige der Bedenken der Leute zu berücksichtigen.

Das entsprechende Update sei bereits von Apple veröffentlicht worden. Die Aktualisierung sollte automatisch erfolgen, wenn ein AirTag in die Nähe eines iPhones kommt, ähnlich wie die AirPods «stille» Updates erhalten, so CNET.

Zur weiteren Beruhigung vieler Leute hat Apple zudem angekündigt, eine App für Android-Geräte zu lancieren. Diese App soll Smartphone-Nutzern helfen, auch ein AirTag zu «erkennen», das sich unvermutet mit ihnen «fortbewegt».

Bei Apple iPhones ist bereits ein ähnliches Warnsystem in die Geräte (ab iOS 14.6) eingebaut. Die Android-App soll später in diesem Jahr veröffentlicht werden, heisst es.

Ein Arbeitskollege meint dazu:

«Heisst dies, dass 3 Milliarden Android-User eine App von Apple installieren sollen, um nicht gestalkt zu werden? Klingt wie ein schlechter Scherz ...»

Kurz vor der Keynote

In seiner Marketing-Kampagne zur AirTag-Lancierung zeigt Apple, wie Menschen ihre verlorenen Schlüssel oder Taschen finden, an denen die Tracker befestigt sind. Es gab jedoch Bedenken, dass die kleinen Geräte verwendet werden, um Menschen ohne ihr Wissen heimlich zu verfolgen.

Apples Ankündigung, bei den AirTags den Schutz der Privatsphäre zu verbessern, erfolgt kurz vor Beginn der Entwicklerkonferenz WWDC. Am nächsten Montag beginnt der mehrtägige, reine Online-Event mit einer Keynote. Dann wird das Unternehmen neue Software und mehr präsentieren.

Quellen

Wenn Google Schweizer Memes vorliest ...

Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Emily Engkent
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Video: watson

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27 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Steasy
04.06.2021 11:40registriert Dezember 2019
«Heisst dies, dass 3 Milliarden Android-User eine App von Apple installieren sollen, um nicht gestalkt zu werden? Klingt wie ein schlechter Scherz...»

Der Scherz wird noch übler wenn man bedenkt, dass die App permanent Hintergrundzugriff auf Netzwerkschnittstellen braucht und man dazu höchstwahrscheinlich noch zur Antenne im FindMy-Netzwerk von Apple werden wird.
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justatrollolol
04.06.2021 15:09registriert Dezember 2015
Heisst andersrum auch, dass geklaute Gegenstände nun schneller darauf aufmerksam machen, dass sie getrackt werden 🤷🏼‍♂️

Ich finde die Debatte etwas komisch, bei anderen Produkten wird auch nicht überprüft, ob sie eventuell für eine Straftat benützt werden können.
Nicht jeder andere Trackingchip, Babyphon oder jede drahtlose Kamera pfeifft immer wieder, obwohl sie die Privatsphäre verletzen könnten.

Klar machen die Airtags alles sehr einfach, aber wer mittels technischen Mitteln die Privatsphäre von anderen Personen verletzen wollte, konnte das auch jetzt schon.
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Küsel64
04.06.2021 13:57registriert Juli 2015
Ok leider unbrauchbar (dafür Stalking sicher), denn wenn jemand mein Fahrrad mit Airtag klaut, kann er einfach den Airtag ausser Kraft setzen: "Wenn man einen fremden AirTag findet, kann man ihn mit jedem NFC-fähigen Smartphone scannen. Durch Antippen der Benachrichtigung, die auf dem Display angezeigt wird, gelangt man auf eine Apple-Webseite mit Anweisungen, wie man den AirTag und seine Ortungsfunktionen sofort deaktivieren kann – indem man ganz einfach die Batterie entfernt." Watson 23.04.21 Und ausserdem: Für Stalking gibt es Besseres und Billigeres bei Wish und co...
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