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Instagram, Facebook etc.: Abo oder Werbung – Meta stellt User vor Wahl

Meta Prompt Users Of Facebook And Instagram To Choose Subscription Plan A mobile phone over a keyboard is seen, showing the message that appeared in Instagram users for the new subscription plans rega ...
Instagram- und Facebook-Nutzende werden vor die Wahl gestellt: Werbung oder Abo.Bild: www.imago-images.de

Insta-User müssen zahlen – oder Daten preisgeben

Aus Datenschutzgründen werden Facebook- und Instagram-User vor die Wahl gestellt: Entweder geben sie die Einwilligung, dass ihre Daten gesammelt werden, oder sie schliessen ein kostenpflichtiges Abo ab. Das Vorgehen stösst auf Kritik.
06.08.2025, 20:5506.08.2025, 20:55

Facebook- und Instagram-Nutzende werden in jüngster Zeit vermehrt vor die Wahl gestellt: Entweder schliesst man ein Abo für 7 Franken im Monat ab oder man gibt die eigenen Daten preis. Hintergrund ist das EU-Datenschutzgesetz, wie die SRF-Sendung «Espresso» berichtet.

Diese verlangt nämlich, dass Nutzerinnen und Nutzer der Verwendung ihrer Daten zustimmen müssen. Meta bietet das kostenpflichtige Abo als Alternative an. Wer weder zahlen noch Daten für Werbezwecke preisgeben will, muss sich vorerst vom Social-Media-Konzern verabschieden.

Meta passte Optionen leicht an

Das Vorgehen sorgt für Kritik. Konsumentenschützer stuften es bereits in der Vergangenheit als illegal ein. Nach der heftigen Kritik hat das Unternehmen nun das Modell angepasst: Neu gibt es auch eine dritte kostenlose Option. Userinnen und User können neu «weniger stark personalisierte Werbung» zulassen. Das müssen sie jedoch selbst in den Einstellungen für Werbepräferenzen vornehmen.

Bisher setzt Meta die sogenannte «Pay or Okay»-Strategie also weiter fort. Auch Whatsapp zeigt mittlerweile personalisierte Werbung an.

Gemäss «Spiegel» laufen jedoch Verhandlungen, wie das Unternehmen weiteren Strafen entgehen kann. Im Mai hatte die EU-Kommission Meta mit einer 200-Millionen-Euro-Strafe belegt. Gleichzeitig laufen mehrere Verfahren von privater Seite.

Schweiz überprüft Vorgehen

Und auch in der Schweiz beschäftigt man sich mit dem Konzern: Laut SRF klärt der Eidgenössische Datenschützer gemeinsam mit dem Preisüberwacher ab, ob der Abopreis bei Meta in Ordnung ist. (vro)

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97 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Joseph Dredd
06.08.2025 21:15registriert Juli 2014
Dann gehen Nutzer hin und zahlen die sieben Stutz im Monat und irgendwann wird dann publik, dass ihre Daten trotzdem schon die ganze Zeit gesammelt wurden...
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Tschowanni
06.08.2025 21:09registriert Oktober 2015
Internet war einer der Größten Technischen Errungenschaften im letzten Jahrhundert. Was daraus gemacht wird, eher nicht.
1994
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Hans Jürg
06.08.2025 23:40registriert Januar 2015
Aus Datenschutzgründen also...
Wer Datenschutz will, muss zahlen.
Wer nicht bezahlt, der bekommt keinen Datenschutz.
Das ist also nichts weiter, als eine fiese Schutzgelderpressung.

Gut nutze ich diesen Dienst nicht. Das erspart mir den Aufwand, zu kündigen.
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