In Tirol schaukeln Skigondeln auf und ab: «Mein kleiner Sohn hatte wahnsinnige Angst»
Die Skigebiete in den Alpen haben derzeit Hochsaison. Auch wenn Skifahren in den vergangenen Jahren immer teurer wurde und sich viele Menschen die Piste nicht mehr leisten können, sind Regionen wie Tirol nach wie vor beliebte Reiseziele für Winterurlauberinnen und Winterurlauber. Und wo der Naturschnee auf sich warten lässt, sorgen eben die Schneekanonen für präparierte Pisten.
Doch in einem Skigebiet im Zillertal in Tirol (Österreich) begann der Urlaub für einige Skifahrerinnen und Skifahrer keineswegs entspannt, sondern mit einem denkbar nervenaufreibenden Erlebnis im Skilift. Das bezeugen neben Medienberichten auch Statements der Polizei und des Betreibers sowie eine Menge erzürnter Kommentare bei Social Media.
Worum es geht, zeigt ein Video, das derzeit unter anderem bei Instagram die Runde macht. Darauf ist die frisch modernisierte Rosenalmbahn im Zillertal bei einer Berg- und Talfahrt zu sehen.
Doch statt einer ruhigen Gondelfahrt schaukeln die Kabinen bedenklich hin und her – und das in durchaus luftiger Höhe über der Piste. Das Video, das unter dem Titel «Im Zillertal gibt’s jetzt Partygondeln» veröffentlicht wurde, sorgt darum derzeit für hitzige Diskussionen.
Gondel-Video aus Tirol: Fahrgäste schildern schlimme Fahrt
Eine Person berichtete der österreichischen «Kronen Zeitung»: «Wir sassen drin. Mein kleiner Sohn hatte wahnsinnige Angst.» Eine Person, die ebenfalls angibt, in einer der Gondeln gesessen zu haben, kommentiert: «War drin, kurz kalt geschwitzt hab i scho.» Und jemand anderes fragt kritisch: «Warum wird so etwas nicht vor der Inbetriebnahme getestet?»
Die Betreiber des Skigebiets Zillertal Arena haben bereits auf die Kritik reagiert. Sie erklärten, dass die Rosenalmbahn nach einer umfassenden Modernisierung erst seit dem 12. Dezember 2025 in Vollbetrieb sei. Das Schaukeln der Gondeln sei auf neue Antriebseinheiten, veränderte Einstellungen und ein besonders langes Spannfeld zwischen zwei Stützen zurückzuführen. Sie betonen:
Um das Problem zu beheben, habe man die Fahrgeschwindigkeit angepasst, zudem arbeite man gemeinsam mit dem Hersteller an Feinjustierungen an der Anlage.
Die Reaktionen in der Kommentarspalte zeigen aber: Viele Userinnen und User sind mit diesem Statement nicht zufrieden. «Netter Versuch, das runterzuspielen! Das Video spricht für sich!», schreibt ein User auf Facebook. Während einige die Situation mit Humor nehmen – «Da fehlt nur noch der Looping, das wäre dann mal ein Fahrerlebnis» – bleibt bei anderen vor allem Skepsis.
Und was sagt die Polizei dazu? Wie ein Sprecher gegenüber «Ippen Media» erklärte, sind wegen der Rosenalmbahn bisher keine Ermittlungen eingeleitet worden.
