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EU bremst umstrittene Urheberrechts-Reform mit Upload-Filtern

Überraschender Entscheid des EU-Parlaments.



Das EU-Parlament hat Plänen zur Reform des EU-Urheberrechts mit den umstrittenen Upload-Filtern vorerst eine Absage erteilt. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag in Strassburg dagegen, dass die Verhandlungen über die aktuelle Gesetzesfassung in die nächste Runde mit den Mitgliedstaaten gehen.

Stattdessen wird sich voraussichtlich im September noch einmal das Parlament mit dem Entwurf befassen und Änderungen beschliessen. Die Abgeordneten könnten ihn dann auch verwerfen. Am Donnerstag stimmten 318 Abgeordnete gegen den Entwurf und 278 dafür.

Dabei handelt es sich um eine Premiere, wie heise.de berichtet: Bisher seien die Parlamentarier aus den EU-Mitgliedsstaaten immer der Empfehlung des federführenden Gremiums gefolgt.

Gefahr für freies Internet

Zu den Reformvorschlägen gehört, dass Online-Plattformen künftig schon während des Hochladens der Inhalte prüfen müssen, ob diese urheberrechtlich geschützt sind. Technisch möglich wäre das mit Upload-Filtern, einer speziellen Software.

Kritiker sehen eine Gefahr für das freie Internet. Satire, Parodie oder Zitate könnten von Algorithmen nicht erkannt werden – und würden zu Unrecht gesperrt. Es drohe ein Meme-Verbot.

Bei der Gesetzesrevision geht es ausserdem um die Einführung eines Leistungsschutzrechts (LSR) in der EU. Danach sollen Plattformen wie Google künftig nicht mehr ohne Weiteres Überschriften oder Ausschnitte von Pressetexten anzeigen dürfen. Sie bräuchten eine Erlaubnis und müssten gegebenenfalls dafür zahlen.

(dsc/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • djangobits 06.07.2018 12:51
    Highlight Highlight Ziemlich beknackte Idee. Schon mal nachgefragt woher der Upload Filter wissen soll, was geschützt ist?
  • Klaus07 05.07.2018 18:46
    Highlight Highlight Die würden besser das Urheberrecht anpassen. Der Urheberschutz auf Medien wie Musik oder Filme von 70 Jahren ist definitv zu lang. Filme und Musik von 1948 sind ab diesem Jahr Urheberrecht frei? Toll. Ich werde es nicht mehr erleben, dass ich Filme aus meiner Kindheit gratis anschauen kann. krank! Stirbt der Urheber soll das Urheberrecht erlöschen. Es darf nicht sein, das Erben die keine Minute an dem Werk gearbeitet haben, ergo keine Urheber sind, ein Recht besitzen. Auch der Handel mit Urheberrechte soll verboten sein, Denn diejenige die diese Rechte kaufen sind keine Urheber.
  • Gustav.s 05.07.2018 15:56
    Highlight Highlight Wow, ein Wunder. .....möglicherweise. Mal sehen was jetzt kommt.
  • Durolex 05.07.2018 15:50
    Highlight Highlight Endlich mal ein gescheiter Entscheid von den Sesselfurzer in Brüssel.

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