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Darum untersuchen EU-Datenschützer nun den Facebook-Leak

FILE- In this May 1, 2018, file photo, Facebook CEO Mark Zuckerberg delivers the keynote speech at F8, Facebook's developer conference in San Jose, Calif. Details from more than 500 million Faceb ...
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat wieder Ärger mit den Datenschützern.Bild: keystone

EU-Datenschützer untersuchen Facebook-Leak – der Konzern habe Behörden nicht informiert

Das Datenleak bei Facebook ruft die in Europa zuständige irische Datenschutzbehörde auf den Plan. Sie sei von Facebook nicht informiert worden.
06.04.2021, 16:5206.04.2021, 17:12

Die jüngste Veröffentlichung persönlicher Informationen von mehr als einer halben Milliarde Facebook-Nutzern ruft die in Europa zuständige irische Datenschutzbehörde auf den Plan. Man versuche, mehr darüber in Erfahrung zu bringen, teilten die Datenschützer am Dienstag mit. Unter den Betroffenen seien viele Nutzer aus der EU. Facebook habe die Behörde nicht von sich aus informiert. Der Facebook-Konzern, zu dem auch Instagram, WhatsApp und andere Unternehmungen gehören, hat seinen EU-Sitz in Dublin.

Am Wochenende waren im Netz E-Mail-Adressen und Telefonnummern von rund 533 Millionen Nutzern entdeckt worden. Unter den Informationen waren auch das Geburtsdatum und die Stadt, in der man lebt. Facebook betonte, es handle sich um alte Daten, die abgegriffen worden seien, bevor das Online-Netzwerk 2019 die technische Möglichkeit dafür dichtgemacht habe.

Die bei Facebook gespeicherten Telefonnummern waren nicht öffentlich sichtbar und sollten helfen, Freunde und Bekannte bei Facebook zu finden. Hacker fanden aber Wege, sie über die Manipulation der Funktion zur Freundesuche für viele Profile abzusaugen. Facebook räumte bereits 2018 ein, dass vermutlich alle öffentlich zugänglichen Daten der damals bereits mehr als zwei Milliarden Nutzer durch automatische Abrufe systematisch eingesammelt wurden. Schon 2019 tauchten Telefonnummern von 420 Millionen Nutzern im Netz auf.

Wenn persönliche Informationen wie E-Mail-Adressen und Telefonnummern im Umlauf sind, steigt die Gefahr, dass Menschen auf gefälschte E-Mails hereinfallen, weil sie authentischer gestaltet werden können. Phishing-Angriffe werden so gefährlicher. Facebook hat nach jüngsten Angaben 2.8 Milliarden Nutzer, die mindestens einmal im Monat aktiv sind.

(oli/sda/awp/dpa)

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