Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ex-Google-Angestellte klagt an. «Er sagte: ‹Es kostet mich meine ganze Selbstbeherrschung, dir nicht an den Arsch zu greifen›»



Bild

Die Ex-Googlerin Kelly Ellis erhebt schwere Vorwürfe. Bild: Twitter/@justkelly_ok

Kelly Ellis arbeitete vier Jahre lang als Software-Entwicklerin für Google. In mehreren Tweets offenbarte sie am Samstag den Grund, warum sie dem Internetgiganten 2014 den Rücken gekehrt hat: Ellis sei von Vorgesetzten sexuell Belästigt worden. Meldungen bei der Personalabteilung hätten gar nichts bewirkt.

«Es kostet mich meine ganze Selbstbeherrschung, dir nicht an den Arsch zu greifen.»

Ein Google-Vorgesetzter

«Er ist ein technischer Leiter bei Google. Er hat mich sexuell belästigt, Google hat nichts dagegen unternommen. Sie haben mich gerügt statt ihn», schreibt sie in einem Tweet, den Buzzfeed festgehalten hat. Ellis' hat ihren Twitter-Account mittlerweile auf privat gestellt.

Sie beschrieb mehrere Vorfälle, in denen Vorgesetzte anzügliche Kommentare über sie und andere Frauen gemacht hätten, offenbar ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Bei einem Trip nach Maui habe ihr Chef etwa gesagt: «Es kostet mich meine ganze Selbstbeherrschung, dir nicht an den Arsch zu greifen.»

Nach ihren Äusserungen erhielt Ellis auf Twitter Zuspruch, aber auch Beschimpfungen und sogar Vergewaltigungsdrohungen. 

Ellis, die heute bei der Blog-Plattform Medium arbeitet, kündigte nach ihren Schilderungen an, nicht weiter über das Thema reden zu wollen. «Ich habe gesagt, was ich zu sagen habe, jetzt geh ich wieder programmieren.» Google hat auf mehrmalige Anfragen von Buzzfeed bislang nicht reagiert. (rey)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

US-Kongress droht mit Zerschlagung der mächtigen Tech-Giganten – diese reagieren umgehend

Der US-Kongress hat Amazon, Apple, Google und Facebook ins Visier genommen. Die einstigen Start-ups hätten sich in gefährliche Monopolisten verwandelt. Nun wird gar laut über eine Zerschlagung der Internetriesen nachgedacht.

Lange wollte die US-Politik nichts von einer strengeren Regulierung der grossen US-Techkonzerne wissen. Nun hat der Wind gedreht: Im US-Kongress verdichten sich Pläne, die grossen Tech-Konzerne zu einem faireren Wettbewerb zu zwingen. Dabei bringen die Abgeordneten in einem umfassenden Untersuchungsbericht auch eine Zerschlagung «bestimmter dominierender Plattformen» ins Gespräch.Der Wettbewerbs-Unterausschuss im Repräsentantenhaus kam in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht zu dem …

Artikel lesen
Link zum Artikel