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Italien: Polizisten sollen Daten von Prominenten verkauft haben

epa09146741 Carabinieri stand guard on the place where a man was killed following an alleged parking-space dispute in Torre Annunziata, Naples district, Italy, 20 April 2021. Maurizio Cerrato a 61-yea ...
Einer der beiden «Carabinieri» soll rund 600'000 Abfragen vorgenommen haben.Bild: EPA ANSA

Italien: Polizisten sollen Daten von Prominenten verkauft haben

Die italienischen Behörden ermitteln nach einem mutmasslichen Fall von Datenhandel gegen zwei Polizeibeamte.
13.05.2026, 15:4313.05.2026, 15:43

Nach Angaben des zuständigen Staatsanwalts, Nicola Gratteri, sollen sie vertrauliche Informationen über Fussballer, Unternehmer, Sänger und Schauspieler aus offiziellen Datenbanken abgefragt und verkauft haben. Für die Daten habe es sogar eine Preisliste gegeben, sagte Gratteri bei einer Pressekonferenz in Neapel.

Nach Angaben der Behörden wird gegen insgesamt 30 Personen ermittelt. Die Ermittler kamen den Verdächtigen durch auffällige Datenbankzugriffe der beiden Polizeibeamten auf die Spur. Einer der beiden soll rund 600'000 Abfragen vorgenommen haben, der andere mehr als 130'000. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lagen die Preise pro Zugriff zwischen 6 und 25 Euro (zwischen 5,5 und 22.90 Franken).

Die Ermittler sprechen von insgesamt rund 1,5 Millionen unbefugten Datenabfragen. Demnach wurden auch andere Datenbanken von der kriminellen Organisation, der die Polizisten zugearbeitet haben sollen, gehackt. Die Informationen sollen anschliessend über private Agenturen weiterverkauft worden sein. Die Ermittlungen stehen auch im Zusammenhang mit einer Mailänder Firma, die bereits in anderen Ausspähfällen genannt worden war. (sda/dpa)

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