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Griechenland plant Social-Media-Verbot für Kinder unter 15 ab 2027

epa12855803 A child uses a mobile phone at a park in Denpasar, Bali, Indonesia, 28 March 2026. The Indonesian government implemented a regulation restricting social media use for children under the ag ...
Griechenland will künftig zahlreichen Minderjährigen den Zugang zu sozialen Medien verbieten.Bild: keystone

Griechenland plant Social-Media-Verbot für Kinder unter 15

08.04.2026, 13:3108.04.2026, 13:31

Wie Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis auf TikTok ankündigte, soll ab dem 1. Januar 2027 ein neues Gesetz in Kraft treten. Demnach dürfen Kinder unter 15 Jahren keine Social-Media-Plattformen mehr nutzen.

«Wir haben beschlossen, etwas Schwieriges, aber Notwendiges voranzutreiben», sagte Mitsotakis. Ziel der Massnahme sei es, junge Menschen besser vor den negativen Auswirkungen digitaler Plattformen zu schützen.

Appell an Jugendliche

Direkt an jüngere Nutzerinnen und Nutzer gewandt, räumte Mitsotakis ein, dass die Pläne auf Widerstand stossen könnten. «Ich bin mir sicher, dass viele Jüngere jetzt mit mir verärgert sein werden – in eurem Alter hätte ich vielleicht genauso empfunden. Aber unsere Aufgabe ist es nicht, angenehm zu sein», sagte er. Wenn soziale Medien dazu führten, sich gestresst zu fühlen oder schlechter über sich selbst zu denken, «dann lohnt es sich, eine Grenze zu setzen», fügte er hinzu.

Kritik an Plattform-Design

Mitsotakis kritisierte zudem den «süchtig machenden Aufbau» vieler Angebote, der gestoppt werden müsse. Kinder und Jugendliche seien den Mechanismen der Plattformen oft schutzlos ausgeliefert, weshalb der Staat hier eine besondere Verantwortung trage. Zugleich äusserte er die Hoffnung, dass auch andere EU-Staaten dem Vorstoss Griechenlands folgen werden.

Mitsotakis forderte zudem in einem Schreiben an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen einheitlichen europäischen Rahmen bis Ende 2026, da nationale Massnahmen allein nicht ausreichten. (sda/dpa)

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