DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wenn sogar der US-Geheimdienst vor einer Sicherheitslücke bei Windows 10 warnt

15.01.2020, 07:3317.01.2020, 07:04

Microsoft muss eine brisante Sicherheitslücke in seinem Windows-Betriebssystem schliessen, dank der sich böswillige Schadsoftware als legitime Programme ausgeben kann.

Die Sicherheitslücke kann nur durch die Installation eines am Dienstag veröffentlichten Updates für Windows 10 und Windows Server beseitigt werden.

Der Hinweis kam von der National Security Agency (NSA). Offenbar haben Spezialisten des amerikanischen Geheimdienstes die extrem gefährliche Schwachstelle entdeckt und dem amerikanischen Software-Konzern gemeldet.

Eine eher ungewöhnliche Vorgehensweise?

Bei den US-Geheimdiensten gibt es ein (natürlich streng geheimes) internes Abwägungsverfahren, in dem entschieden wird, ob eine von den staatlichen Hackern entdeckte Sicherheitslücke stillschweigend ausgenutzt oder dem Software-Hersteller zum Schliessen gemeldet wird.

Die öffentliche Enthüllung der Windows-Schwachstelle stellt laut «Washington Post» eine grosse Verschiebung im Ansatz der NSA dar. Der Geheimdienste habe sich dafür entschieden, die Computersicherheit vor den Aufbau des eigenen Arsenals an Hacking-Tools zu stellen.

Im aktuellen Fall fand IT-Spezialisten der NSA heraus, dass Windows unter Umständen gefälschte Vertrauenswürdigkeits-Zertifikate von Software akzeptierte. Solche Zertifikate sind in vielen Fällen die Voraussetzung dafür, dass Programme auf Computern laufen dürfen. Dieses System sei grundsätzlich weiterhin sicher, nur seine Umsetzung in diesem konkreten Fall müsse korrigiert werden, betonte die NSA.

Der berühmteste Ex-Mitarbeiter der NSA ist Edward Snowden. Der in Russland im Exil lebende Internet-Aktivist hatte die Massenüberwachung der NSA offengelegt.
Der berühmteste Ex-Mitarbeiter der NSA ist Edward Snowden. Der in Russland im Exil lebende Internet-Aktivist hatte die Massenüberwachung der NSA offengelegt. Bild: Getty Images

Vor einigen Jahren wurde eine einst von der NSA genutzte Windows-Schwachstelle öffentlich bekannt und machte die Welle von Angriffen mit dem WannaCry-Trojaner möglich. Das Schadprogramm verschlüsselte Computer und forderte Lösegeld. Betroffen waren unter anderem britische Krankenhäuser und Anzeigen auf Bahnhöfen in Deutschland.

(dsc/sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Ransomware – Angriff der Verschlüsselungstrojaner

1 / 22
Ransomware – Angriff der Verschlüsselungstrojaner
quelle: screenshot: youtube
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

So reagiert der US-Geheimdienst-Chef auf Putins Staatsbesuch

Video: srf

Abonniere unseren Newsletter

2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Pafeld
15.01.2020 10:03registriert August 2014
Die NSA empfiehlt ein dringendes Sicherheitsupdate *augenzwinker*.
Ja ne, is klar...
235
Melden
Zum Kommentar
2
Elon Musk besucht (mit Kindern) den Papst – die Reaktionen sind köstlich

Noch vor wenigen Wochen hat Tesla-Chef Elon Musk die Öffentlichkeit fast täglich mit provokanten Tweets auf dem Laufenden gehalten. Seit dem 22. Juni herrschte auf seinem Kanal jedoch eine für Musk-Verhältnisse extrem lange Funkstille.

Zur Story