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🔫 und 💣 sind ok, aber wegen Apple soll es kein Gewehr-Emoji geben

Laut BuzzFeed ist ein neues farbiges Schusswaffen-Symbol für Smartphone-User gestrichen worden. Hinter dem fragwürdigen Schritt – kurz vor der Lancierung von Unicode 9 – soll Apple stecken.



Smartphone-Nutzer können sich auf viele neue Emojis freuen. Doch dieses Gewehr-Symbol bleibt ihnen verwehrt:

Bild

screenshot: emojipedia.org

BuzzFeed hat am Freitag (US-Ortszeit) über eine fragwürdige Last-Minute-Zensur berichtet. Demnach soll sich Apple überraschend für das Streichen des Symbols eingesetzt haben.

Man werde die Darstellung auf den eigenen Plattformen nicht zulassen, soll der US-Konzern dem Konsortium mitgeteilt haben. Dabei war das Gewehr-Symbol offizieller «Kandidat» und der technische Prozess bereits weit fortgeschritten.

Auch Microsoft soll sich daraufhin gegen das neue Schusswaffen-Emoji ausgesprochen haben.

«Wenn die fragliche Darstellung nicht in den Standard aufgenommen wird, dürften auch Android- und Windows-Benutzer sie nicht sehen können. Jeder Hersteller ist allerdings für sich selbst verantwortlich, wie die Emojis konkret dargestellt werden.»

quelle: maclife.de

Die Pistole ist ok

Laut Bericht von 9to5Mac hat der Unicode-Präsident den Schritt bestätigt, ohne eine Begründung zu nennen. Die Vermutung liegt nah, dass es einen Zusammenhang gibt mit dem schlimmsten Schusswaffen-Anschlag in der US-Geschichte, dem Massaker von Orlando mit 50 Toten und vielen Verletzten.

Die Emoji-Zensur der Tech-Unternehmen mutet aus Sicht vieler Kommentatoren merkwürdig an. Denn Apple und Co. haben Schusswaffen längst nicht komplett von ihren Plattformen verbannt. So ist das Pistolen-Emoji seit langem in der Emoji-Tastatur von iOS zu finden. Dort gibt es auch eine Bombe und mehrere Messer. Und im App Store finden sich viele Anwendungen, die sich um Schusswaffen drehen.

Bild

Man könne in den USA problemlos halbautomatische Waffen kaufen, konstatiert BuzzFeed, aber beim Chatten solle man nicht so schnell mit einem Gewehr-Symbol rechnen. bild: buzzfeed

Als Schwarz-Weiss-Zeichen

Ganz auf das Gewehr-Symbol verzichten muss niemand. Gemäss Unicode-Präsident soll es als Schwarzweiss-Zeichen in die neue Unicode-Version 9 eingebunden werden.

Es hatte schon im vergangenen Oktober eine öffentliche Diskussion über die Frage gegeben, ob Smartphone-User für ihre Chats ein Jagdgewehr-Emoji benötigen. Die BBC:

Ursprünglich sollte auch ein Symbol für Pentathlon als buntes Emoji aufgenommen werden. Der moderne Fünfkampf umfasst die Disziplinen Pistolenschiessen, Degenfechten, Schwimmen, Springreiten sowie einen Querfeldein-Lauf.

Auch dieses Emoji werde nicht in Unicode 9 integriert, heisst es.

Neue Emojis sorgen immer wieder für öffentliche Diskussionen. Letztes Jahr wollte ein russischer Politiker die Darstellung von gleichgeschlechtlichen Liebespaaren verbieten lassen.

Zu den stimmberechtigten Mitgliedern des Unicode-Konsortiums, das über neue Emojis befindet, gehören Apple, Facebook, Google und Microsoft, wie BuzzFeed festhält.

Umfrage

Was hältst du von Schusswaffen-Emoji wie diesem hier 🔫?

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541

  • 👍🏼 Kein Problem62%
  • 👎 Geht gar nicht17%
  • Wer benutzt schon Emoji?20%

(dsc)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Energize 20.06.2016 06:54
    Highlight Highlight Ein Witz oder? Echte Waffen "no problem". Emoji-Waffen "hallo gehts noch?!". Ich liebe Amerika für seine Zweideutigkeit bei den Themen Sexualität und Waffen.

    Frage mich ob der gesunde Menschenverstand abhanden gekommen ist.
  • Pana 20.06.2016 02:44
    Highlight Highlight Bei Telegram haben wir dieses Problem nicht. Die Stickers sind um Welten cooler ;)
    • Pana 20.06.2016 08:06
      Highlight Highlight 100+ millionen aktive User kosten es aus. Ich kenne niemanden, der sich nach (aktiven) Gebrauch wieder abgemeldet hat. Telegram muss nicht mit Whatsapp konkurrieren, aber der ständige Wachstum reflektiert die Qualität der App.
  • EvilBetty 19.06.2016 18:10
    Highlight Highlight Lustig, dass das Sportgerät ein Problem ist, der Revolver aber nicht ...

Diese wichtige Handy-Funktion kann dein Leben retten – 68% der Schweizer kennen sie nicht

Zwei Drittel der Schweizer haben keine Ahnung, wie man rasch per Tastenkombination mit dem Handy einen Notruf absendet. Die internationale Notrufnummer kennen rund 40 Prozent nicht. Damit gefährden sie ihre eigene Rettung und die Rettung anderer.

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