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A young woman listening to mp3 music data files at the international broadcasting exhibition IFA (Internationale Funkausstellung) in Berlin, Germany, Sunday, 04 September 2005. The worldwide largest fair for consumer electronics runs from 02 September to 07 September 2005. This year's most important themes are flat screen TV monitors and High Definition Television (HDTV).  EPA/Soeren Stache

Ein MP3 mit 128 kbps, 320 kbps oder gar eine verlustfrei kodierte WAV-Datei? Bild: EPA

Die MP3-Verschwörung: Kannst du qualitativ hochwertige von «schlechten» Songs unterscheiden? 

Vor 20 Jahren erhielt das legendäre Audioformat «.mp3» seinen Namen. Bis heute streiten sich Experten und Fans über die Qualitätseinbussen, die beim Komprimieren von Songs auftreten.



MP3 ist – neben JPG und PDF – das berühmteste Dateiformat der Welt. Und das völlig zu Recht.

Forschern vom deutschen Fraunhofer-Institut gelang vor 20 Jahren, Songs so zu verkleinern, dass wenig Speicherplatz beansprucht wird – bei geringer Qualitätseinbusse.

Das neue Komprimierungsverfahren hatte einen harzigen Start und ermöglichte den Siegeszug des iPod, killte die Audiokassette und die CD und stellte die von US-Konzernen dominierte Musikindustrie auf den Kopf.

«Zwischen der Idee und dem fertigen Standard lagen fast 15 Jahre harter Entwicklungsarbeit. Zum Erfolg von MP3 haben neue leistungsfähige PCs, sinkende Speicherpreise und das Internet beigetragen.»

Jürgen Herre, MP3-Entwickler mp3-geschichte.de

MP3 hat die Musikwelt revolutioniert, ohne Zweifel. Doch bis heute hält sich auch die Kritik an dem Verfahren.

Audiophile Musikfans diskutieren darüber, wie stark die Soundqualität unter der Kompression leidet. Für viele Leute sind die Einbussen kaum wahrnehmbar, insbesondere wenn bei der Umwandlung der Musik höhere Datenraten (ab 192 kbps) verwendet wurden. Dies zeigt auch ein aktueller Praxistest der Streamingdienste Spotify, Apple Music und Tidal.

Die Klangqualität hängt aber auch entscheidend von anderen Faktoren ab, etwa dem Verstärker, den Lautsprechern oder Kopfhörern. Dazu weiter unten mehr.

Wir kommen zum ultimativen Sound- und Gehör-Check

Das US-amerikanische Online-Medium The Record bietet auf seiner Website den ultimativen Sound-Check. Man hört jeweils drei Audio-Schnipsel mit dem gleichen Song und entscheidet, was sich am besten anhört.

Wer den Sound-Check absolviert, kann sich auf Überraschungen gefasst machen. 

Bild

screenshot: the record

Erst wenn man sich für ein Sample entschieden hat, gibt's die Auflösung. 

Zur Auswahl stehen eine MP3-Datei mit tiefer Datenrate bei der Komprimierung (128 kbps), eine mit hoher Datenrate (320 kbps) sowie eine Audiodatei im verlustfreien WAV-Format – die qualitativ beste.

Tipp: Für den Audio-Test sollte man die Lautstärke hochdrehen! Und natürlich hilft es, wenn man keine Billigkopfhörer verwendet.

Einen weiteren Hörtest mit zwei verschiedenen MP3-Dateien gibt es auf dieser Website.

Verschiedene Codecs

Heute ist das Smartphone das populärste mobile Musikabspielgerät. Und MP3 ist nur eines der möglichen Speicherformate, die sich vor allem durch die sogenannten Codecs unterscheiden. Codec bezeichnet Verfahren zur Umwandlung von digitalen Signalen, sei dies Audio oder Video.

Das sind die wichtigsten Formate:

Umfrage

Welches Audio-Format ist das beste?

  • Abstimmen

441

  • MP326%
  • AAC18%
  • WMA4%
  • Lossless (verlustfrei)52%

Es gibt seit jeher Widerstände gegen die MP3-Technologie, und zwar abgesehen von der Tatsache, dass damit das Raubkopieren Teilen von Songs massiv erleichtert wurde. 

Einige Künstler wehren sich gegen Streamingdienste und wollen nicht, dass ihre Werke vom Computer verstümmelt komprimiert werden. Und die Hersteller von hochwertigen Audioabspielgeräten verfolgen ebenfalls eigene Interessen und versuchen, die Kunden zu überzeugen, dass Musikgenuss teure Hardware verlustfreie Codecs erfordert. So ist auch der folgende sehenswerte Film The Distortion of Sound einzuordnen.

PS. Wer sich im Detail für die Geschichte des MP3-Formats interessiert, wird auf dieser Website fündig.

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Donalf 12.08.2015 11:25
    Highlight Highlight Ich frage mich, warum gewisse Aufnahmen in den Tests als Musik bezeichnet werden, über den Audioeingang in eine hochwertige Anlage mit gleichwertigen LS geführt, tönt das nur, bei mir sollte es aber KLINGEN.
    Übrigens, die LS im Hintergrund sind aus der 600er Serie von B&W, eine der erfolgreichsten LS Serie aller Zeiten.
  • Mobile Me 15.07.2015 08:03
    Highlight Highlight Finde Text der Umfrage nicht optimal. Natürlich ist das verlustfreie das beste, da kein Verlust. Sollte Frage nicht in die Richtung gehen "welches Format verwendest du am meisten um gute Qualität zu erhalten"?
  • Durtydawg 15.07.2015 07:36
    Highlight Highlight Bei vielen DJ's ist es übrigens das Problem dass diese die Pegel der Kanäle überschreiten. Das führt zu digitaler Verzerrung (Frequenzverlust). In den meisten Fällen (auch in Clubs) fallen mp3s@320kbit nicht auf. Nur nutzen die wenigsten Leute mp3s in dieser Qualität (traurigerweise sogar DJ's).
  • Durtydawg 15.07.2015 07:28
    Highlight Highlight Apple Music ist übrigens AAC nicht mp3.
  • caschthi 15.07.2015 00:21
    Highlight Highlight Ich habe den Test mit meinem Blackberry-built-in lautsprecher gemacht und ich hatte 2 mal 4/6 richtig gehabt.

    Wenn man wirklich richtig hinhört, sollte es gehen..

    Man findet die Merkmale schnell, auch auf schlechten lautsprechern..
  • metall 15.07.2015 00:19
    Highlight Highlight mp3 hat nichts mit Qaulität zu tun. Eher mit kaufen.
  • SVARTGARD 14.07.2015 22:33
    Highlight Highlight Aber natürlich unterscheide ich die Mucke,solange meine Ohren sich nicht verabschieden.Was ich nicht hoffen will.
  • tatanof 14.07.2015 22:27
    Highlight Highlight Spannend ist ja, was überig bleibt, wenn ein Song zu einem MP3 komprimiert wird: http://www.deutschlandradiokultur.de/hoerbare-datenreduktion-die-geister-der-mp3.2177.de.html?dram:article_id=325422
  • christianlaurin 14.07.2015 22:06
    Highlight Highlight Natürlich kann jemand unterschieden. Aber IMO es hängt von der Musik ab. Techno, na ja, was solles, es geht bumm bumm bumm. (Ich bin Techno fan). Aber gutes Jazz, oder Classical wird schon Probleme zeigen.
  • C0BR4.cH 14.07.2015 21:54
    Highlight Highlight Ich schwör weiterhin auf MP3 (obwohl ich eh via Spotify streame).
    FLAC ist zwar auch super, aber im Ernst, sowas brauchen wenn dann Producer und DJ's ... als Konsument hört man da keinen grossen Unterschied.

    Wo ihr nat. grossen Unterschied herausholen könnt, ist das Wiedergabemedium. Das ist viel wichtiger in Meinen Augen.
    • sambeat 14.07.2015 22:53
      Highlight Highlight DJ's? Bei denen reichen Wave-Dateien ;)
    • Terlock 15.07.2015 01:52
      Highlight Highlight Ich bin Producer und kann dir sagen, dass ich bei einer Rate von 320 kbps den Unterschied zwischen WAV und mp3 nicht mehr wirklich hören kann.
    • Terlock 15.07.2015 02:01
      Highlight Highlight Ok, ich korrigiere meine Aussage. Ich habe soeben den Test auf der Webseite gemacht. 5/5 richtig. Anscheinend gibt es doch einen Unterschied

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