Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

YouTube-Wunder vom Helvetiaplatz

«Wenn ich den Hund wiedersehe, kriegt er eine Taube geschenkt»

Ein Hund versucht auf dem Helvetiaplatz erfolglos eine Taube zu fangen: Hannes Sigrist hat den Film auf YouTube veröffentlicht. Er erklärt, wie man mit solchen Clips das Internet im Sturm erobert.



Hannes Sigrist, Ihr «Hund und Taube»-Clip hat sich über die Landesgrenze hinaus verbreitet. War das gewollt?
Jein. Ich war am Helvetiaplatz in Zürich und habe die Szene zufällig gesehen und ehe ich mich versah, war ich bereits am Filmen.

Der Ruhm gebührt also dem Hund und nicht Hannes Sigrist? 
(Lacht) Ja, irgendwie schon. Aber ohne diese Aufnahme wäre der Hund nicht bekannt worden.  

Haben Sie mit einer derart grossen Begeisterung – besonders im englischsprachigen Raum – gerechnet?
Ehrlich gesagt ja. Der Clip entspricht mit seinen rund 20 Sekunden genau der gefragten Länge.

Also ist die richtige Länge das Mass aller Dinge, um im Internet Aufmerksamkeit zu erlangen? 
Ich würde eher sagen: Tier plus Spannung gleich viral. 

Ach ja, ehe ich’s vergesse – war das Ihr Hund? 
Nein.

Kann man so einen Clip vermarkten? 
Die Urheberrechte gehören nach wie vor mir. Englischsprachige Plattformen haben eine Lizenz zur Ausstrahlung für TV-Kanäle wie MTV oder Fox erworben und können mit dem Verkauf einen Erlös erzielen.  

Kann man damit viel verdienen? 
Kommt ganz auf den Lizenzverträge an. In der Regel kriegen Clip-Urheber rund 70 Prozent und die Plattformen 30 Prozent der Einkünfte. Wie viel das am Ende ist, hängt davon ab, wie oft und unter welchen Konditionen das Video bei den TV-Sendern platziert werden kann.  

Bekommt der Hund auch was davon ab, wenn er schon die Taube nicht fassen kann? 
Aber natürlich. Wenn ich den Hund wiedersehe, kriegt er eine Taube geschenkt. Mit Reis gebraten vom Ah Hua-Restaurant am Helvetiaplatz. «Taube süsssauer» quasi.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Darf's für dich noch was sein?» – «Nein danke, ich wollte dir nur noch mal auf die Brüste schauen!»

Das Oktoberfest ist eine deutsche Erfindung, daran gibt es nichts zu rütteln. Und obwohl die Schweizer den «grossen Bruder» gerne eher kritisch betrachten, scheinen sie diesen Brauch zu mögen. Ich habe getestet, ob ein Schweizer Oktoberfest mit dem Original mithalten kann.

Unsere Redaktorin war 2014 beim Oktoberfest in Zofingen – und hat dort am Ausschank mitgearbeitet. Was sie dabei so erlebte? Das verrät sie in der Reportage.

Als ich die Mehrzweckhalle betrete, hat die Party gerade ihren Höhepunkt erreicht: Ein Grossteil der 1000 Gäste ist auf die Bänke geklettert, um wild zu tanzen und laut mitzusingen. Die Band gibt «Atemlos» von Helene Fischer zum Besten, die Menge ist kaum zu halten – dabei ist es gerade mal 19.30 Uhr und die Oktoberfestbesucher haben …

Artikel lesen
Link zum Artikel