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«Pikmin 4» im Test. So gut ist das Game für Nintendo Switch

«Pikmin 4» lädt wieder in eine knuffige Spielwelt ein.
«Pikmin 4» lädt wieder in eine knuffige Spielwelt ein.bild: zvg
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Auf der Suche nach dem Spielspass – Nintendos «Pikmin 4» im Test

Die niedlichen Pikmin sind wieder da und kitzeln erneut die Multitasking-Fähigkeiten der Spielgemeinde. Während einige Neuerungen durchaus verzücken, sorgt eine fehlende Komponente für Stirnrunzeln.
21.07.2023, 19:34
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Die Pikmin haben 2001 auf dem Nintendo GameCube das Licht der Videospielwelt erblickt und sich schnell in die Spielerherzen geschlichen. Im Mittelpunkt dieses Wusel-Strategiespiels stehen die titelgebenden Pikmin. Dies sind winzig kleine Wesen in unterschiedlicher Farbe sprich mit unterschiedlichen Fähigkeiten, die einem Mini-Astronauten helfen, sich auf einem fremden Planeten zurechtzufinden.

Diese knuffigen Kerlchen räumen auf euren Befehl Gegenstände aus dem Weg, sammeln wichtige Objekte ein und kommen im Kampf gegen Gegner zum Einsatz. Ohne diese kleinen Helfer mit unterschiedlichen Fähigkeiten wäre man im Spiel also ziemlich aufgeschmissen.

Das Spielprinzip der «Pikmin»-Reihe im Erklärvideo...

Ein in Stein gemeisseltes Spielprinzip

Um was geht es eigentlich? Captain Olimar, Hauptakteur in den vorherigen Spielen, ist verschollen und muss von uns gefunden werden. Auch eine zuvor losgeschickte Rettungscrew hat sich in Luft aufgelöst und auch die will aufgespürt werden.

Auch wenn sich die Figurenkonstellation verändert hat, bleibt das in Stein gemeisselte Spielprinzip: Crewmitglieder und Raumschiffteilchen suchen und die Pikmin dabei als Helferlein benutzen.

Die niedlichen Pikmin helfen bei der Suche nach Crewmitgliedern und Gegenständen.
Die niedlichen Pikmin helfen bei der Suche nach Crewmitgliedern und Gegenständen.bild: zvg

Ein süsser Hund wird zum Highlight

Trotz kopierter Spielmechanik gibt es dennoch ein paar Neuerungen, die aufhorchen lassen: Weil wir nicht mehr in die Rolle von Captain Olimar schlüpfen, dürfen wir zu Beginn unseren eigenen Charakter selber designen. Eine nette Geste, aber die Möglichkeiten für eine individuelle Kreation sind dann doch eher bescheiden.

Mit den Leucht- und Eis-Pikmin gibt es zwei neue Wusel-Wesen, die euch tatkräftig zur Seite stehen. Die leuchtenden Pikmin kommen übrigens nur in den Nachtmissionen zum Einsatz. Auch wenn diese Missionen erst nach einer bestimmten Spielzeit zum Zuge kommen, sorgen diese Abschnitte für eine nötige Frische.

Die Nachtmissionen sorgen für eine willkommene Abwechslung.
Die Nachtmissionen sorgen für eine willkommene Abwechslung.bild: zvg

Für die nötige Abwechslung sorgen auch Miniduelle gegen ausserirdische Kreaturen unter der Erdoberfläche, wo unter Zeitdruck wild Gegenstände gesammelt werden.

Neu ist übrigens auch, dass sich die Absturzstelle immer mehr zu einem Quartier entwickelt, in dem man mit Figuren sprechen und mit Gegenständen handeln kann, bevor der nächste Spielabschnitt beginnt.

Den süssen Otschin muss man einfach sofort in sein Herz schliessen.
Den süssen Otschin muss man einfach sofort in sein Herz schliessen.bild: zvg

Und wie schon im Vorfeld gross beworben, haben wir jetzt einen treuen Rettungshund an unserer Seite. Otschin ist wirklich äusserst knuffig geworden und treibt den ansonsten schon recht hohen Niedlichkeitsfaktor der Reihe nochmals stark nach oben. Man muss diesen süssen Wauzi einfach sofort in sein Herz schliessen.

Der Weggefährte kommt nicht nur bei gröberen Gegnern zum Einsatz, sondern dient auch bei Umgebungsrätseln als Hilfe, um im Areal weiterzukommen. Otschin ist eine willkommene neue Figur, die zum spielerischen Experimentieren einlädt. Denn gerade in Kombination mit den Pikmin gibt es einige interessante Spielmechaniken zu entdecken.

Der eine oder andere tragbare Gegenstand sollte einem bekannt vorkommen.
Der eine oder andere tragbare Gegenstand sollte einem bekannt vorkommen.bild: zvg

Kein legendärer Koop-Modus

Grosses Unverständnis und Kopfschütteln: Der vierte Ableger verfügt nämlich über keinen Zweispieler-Koop-Modus, den wir im Vorgänger so sehr geliebt haben. Wir können also die komplette Story nicht via Splitscreen verfolgen und mit jeweils einer eigenen Figur spielen.

Was es dafür gibt, ist ein sogenannter Assistenzmodus, wo eine zweite Spielperson zum Gegenstandswerfer degradiert wird. Dieser Modus ist aber so gar nicht spassig und schon gar keine Alternative zu einem richtigen Koop-Modus.

Ein Spiel für die Hardcore-Fans

Fazit: «Pikmin 4» hat mich in den ersten Stunden mehr gelangweilt als unterhalten. Auch wenn die süsse Hundebegleitung den Niedlichkeitsfaktor nochmals nach oben treibt und das Spiel zuckersüss präsentiert wird, hielt sich die Motivation in Grenzen. Erst als die Nachtlevels Einzug hielten und dem Spiel die nötige Frische schenkten, wurde ich warm.

Die kleinen Neuerungen können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Reihe an spielerischer Abwechslung leidet und seit Jahren immer wieder nur dieselbe Mechanik präsentiert. Die Levels fühlen sich alle gleich an und der Ablauf wiederholt sich. Dass zudem der spassige Koop-Modus des Vorgängers fehlt, ist ein weiterer Faktor, der ein müdes Schulterzucken und Kopfschütteln hinterlässt.

«Pikmin»-Hardcore-Fans werden mit dem vierten Teil aber dennoch ohne Bedenken glücklich werden, die Kritik abprallen lassen und den Wusel-Faktor ordentlich aufsaugen.

«Pikmin 4» ist erhältlich für Nintendo Switch und freigegeben ab 3 Jahren.

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