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Mitarbeiter testen und kalibrieren die Drohnen fuer einen Testflug fuer die Drohnenshow am Freitag Nacht am Zueri Faescht, aufgenommen am Dienstag, 2. Juli 2019 auf dem Zuerichsee in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Diese Quadcopter durften mit offizieller Erlaubnis abheben für die Drohnenshow, hingegen verstiessen viele private Piloten gegen das Gesetz. Bild: KEYSTONE

Zu viele private Drohnen am Züri Fäscht – nun droht ein Flugverbot



Eigene Luftaufnahmen vom Züri Fäscht: Dies wollten offenbar einige Hobby-Piloten am Wochenende machen.

Der Betrieb privater Drohnen über dem Festgelände hielt die Zürcher Stadtpolizei insbesondere am Samstag auf Trab, wie die Verantwortlichen mitteilen. Während des ganzen Tages seien mehrere Dutzend Drohnen gesichtet worden. Vereinzelt seien die Piloten kontrolliert worden. Und es würden nun entsprechende Verzeigungen geprüft.

Am Sonntag sahen sich die Organisatoren veranlasst, die privaten Drohnen-Piloten via Twitter aufzufordern, weitere solche illegalen Drohnenflüge zu unterlassen.

Busse, und Flugverbot?

Zwar sei es grundsätzlich erlaubt, mit privaten Drohnen ohne Bewilligung über öffentlichen Grund zu fliegen, schreibt der Tages-Anzeiger. Doch gebe es rechtliche Schranken:

«So dürfen Drohnenpiloten nicht näher als 100 Meter an Menschenansammlungen heran. Auch das Überfliegen grosse Personengruppierungen ist untersagt. Für Ausnahmen dieser Regelung bräuchte es eine Bewilligung des Bundesamts für Zivilluftfahrt.»

Wer sich nicht an das Gesetz halte, müsse gemäss Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) bei Nichteinhalten des Mindestabstandes zu einer Menschenansammlung mit einer Busse von mindestens 300 Franken rechnen.

Die Stadtpolizei habe sich der Thematik angenommen und prüfe für kommende Grossanlässe Massnahmen, teilt das Sicherheitsdepartement der Stadt Zürich mit.

Tatsächlich hätte die Polizei die Möglichkeit, für Grossveranstaltungen eine spezielle Einschränkung zu erlassen – so zum Beispiel ein generelles Flugverbot. Ein solches Drohnen-Verbot hat es beim Züri-Fäscht 2019 nicht gegeben.

Positive Gesamtbilanz

Sämtliche Dienstabteilungen des Stadtzürcher Sicherheitsdepartementes ziehen eine positive Schlussbilanz zum Züri Fäscht 2019.

Für Aufregung sorgten am Sonntag vorübergehend einige Kinder, die im Trubel ihre Eltern verloren hatten. Die Tränen konnten jedoch bei allen Beteiligten getrocknet werden. Rund ein halbes Dutzend Kinder sei wieder mit den Eltern vereint worden, teilte das Sicherheitsdepartement mit.

Am Sonntag besuchten nochmals mehrere hunderttausend Besucherinnen und Besucher das Züri Fäscht – insgesamt kamen 2.5 Millionen. Bis zum Festschluss um 23 Uhr kam es gemäss Mitteilung zu «keinen gravierenden Zwischenfällen». Die Stadtpolizei hatte deutlich weniger zu tun als an den beiden Vortagen.

Hunderte medizinisch behandelt

Kurz vor 19 Uhr wurde die Angestellte eines Schiessstandes am Utoquai durch eine Unachtsamkeit von einem Projektil eines Luftgewehrs leicht an der Hand verletzt.

An den acht Sanitätsposten von Schutz & Rettung wurden insgesamt 659 Patientinnen und Patienten medizinisch behandelt, das sind 99 Patienten mehr als 2016. In den meisten Fällen handelte es sich um Verletzungen wie Schürfungen und Schnittwunden (238), Prellungen und Stauchungen (116) sowie Blasen oder Insektenstiche (69).

Insgesamt 27 Personen mussten infolge von Kreislaufproblemen medizinisch versorgt werden. In 67 Fällen wurden die Patientinnen und Patienten zur weiteren Behandlung hospitalisiert (79 Einweisungen in 2016). Schwere Verletzungen gab es wenige. Gravierend waren die Behandlungen infolge gewalttätiger Auseinandersetzungen, bei welchen es zu Stichverletzungen und in zwei Fällen zu einem Schädelhirntrauma kam.

Zu viel Alkohol

Wie so oft an grossen Sommeranlässen gab es auch Behandlungen zu verzeichnen, welche durch übermässigen Alkoholkonsum verursacht wurden. Über die gesamten drei Tage waren es 100 Personen, die deswegen an einem der Sanitätsposten behandelt wurden. 36 Personen (22 in 2016) wurden anschliessend zur Überwachung und Ausnüchterung in die Notunterkunft von Schutz & Rettung überführt.

Um den Betrieb im Festgelände sicherstellen zu können, waren an allen drei Tagen jeweils mehr als 400 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schutz & Rettung, der Milizfeuerwehr, dem Zivilschutz sowie dem Rettungsdienst Schwyz und anderen Partnerorganisationen im Einsatz.

Für die Agenda: Das nächste Züri Fäscht findet in drei Jahren statt, vom 1. bis 3. Juli 2022.

(dsc/sda)

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31
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    Alle Leser-Kommentare
  • Son Goku 08.07.2019 21:36
    Highlight Highlight Also meine DJI Spark wiegt unter 500g und gilt somit als "Spielzeug".
    Natürlich schliesst das nicht aus, dass man nicht Verantwortlich für seine Taten ist.
    Und sowieso finde ich es dumm, als Amateur-Drohnen-Pilot über dem Zürifäscht zu fliegen.
    • derEchteElch 09.07.2019 00:18
      Highlight Highlight „Es gelten jedoch die Bestimmungen der VLK (100m Abstand zu Menschenansammlungen etc.) und für <500g (Art. 14b Abs. 2lit. a VLK)“

      (Zitiert aus den Tweet der Stapo)

      Das heisst „bis zu“, nicht „ab 500g“. Somit fällt auch „dein“ „Spielzeug“ unter diese Bestimmung. Nur damit du das richtig verstehst.
  • magicfriend 08.07.2019 21:16
    Highlight Highlight Die Gesetze sind stark unterschiedlich. Nix von EU Recht. In Deutschland muss man die Drohne mit einer Plakette markieren, damit kann man die Identität des Piloten zurückverfolgen. Das wird in der Schweiz auch kommen.

    In Österreich ist es am restriktivsten. Dort darf man eigentlich gar nicht fliegen, wenn man Kameraaufnahmen macht ohne Bewilligung. Zudem nie mehr als 500 Meter Entfernung vom Piloten. Dann gibt es noch mehr Restriktionen. Da ist die Schweiz - wie in vielen Bereichen - sehr liberal.
  • Papirossi 08.07.2019 18:58
    Highlight Highlight Es nervt wenn wegen ein paar kleinen Drohnen so ein Theater gemacht wird. Schliesslich genügt das Verbot über Menschenansammlungen zu fliegen. Wenn ich nur kurz über den See will und ein paar Fotos vom Fest machen will, geht das mit den heutigen Flugregeln (100m, no FPV) gar nicht. Dann wärs also ein Verbot über dem Verbot. Gaga. Ok eine abstürzende Drohne ist uncool, gestorben ist aber noch niemand daran. Da waren aber ausser Drohnen noch sehr viel grössere Flugis und Kopters am Himmel. Verbieten wir die jetzt auch? immer nur verbieten, was anderes geht wohl nicht mehr in der Schweiz :-(
    • Satox 08.07.2019 22:24
      Highlight Highlight Dann mach es nicht! Punkt!
    • Papirossi 08.07.2019 23:35
      Highlight Highlight @ Satox was soll ich nicht machen? Ich hatte keine Drohne am Himmel, wie ich beschrieben habe war das eh verboten.

      Aber was alle Blitzer wohl nicht so gerne hören wollen: Der restliche Flugverkehr gehört Konsequenterweise auch gesperrt, denn wenn 2 PC7 kollidieren würden wären die Folgen nur vom Glück begleitet. Und soll keiner sagen er kenne den Ort Rammstein nicht... die Shows fanden FR / SA mitten über einem Millionenpublikum statt. 500gr Drohnen ein Problem, aber 5 Tonnen Flugs keines.. sehr konsequent durchgedacht... doch immer das Gleiche..:-(
    • derEchteElch 09.07.2019 00:22
      Highlight Highlight „...genügt das Verbot über Menschenansammlungen zu fliegen.“

      ...

      „...nur kurz über den See will und ein paar Fotos machen will, geht das mit den heutigen Flugregeln nicht.“

      Dann mach es auch nicht.
  • Mova 08.07.2019 18:20
    Highlight Highlight Drohnen über Wohngebiet sollten verboten werden.
    • Satox 08.07.2019 22:25
      Highlight Highlight Falscher Ansatz, von jemandem der in seinem Garten etwas zu verstecken hat. Denk daran, der Luftraum über dir gehört nicht zu deinem Grundstück!
  • Gzuz187ers 08.07.2019 18:05
    Highlight Highlight Kauft und zerstört mehr Drohnen 8i.
  • rheinfaller 08.07.2019 16:54
    Highlight Highlight Ich meine die Regelung mit dem Flugverbot über Menschenansammlungen gilt erst ab 500 Gramm oder so ähnlich, weiss das jemand? Deshalb wird wohl auch ein Verbot gefordert!?
    • Manfred Weber (1) 08.07.2019 19:01
      Highlight Highlight Nein, das stimmt nicht. Drohnen unter 500g dürfen - theoretisch - innerhalb der 5km-Zone zu Flugplätzen fliegen, aber sie dürfen den Flugverkehr weder behindern noch gefährden. Zudem müssen die horizontalen und vertikalen Abstände gemäss den gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. Entsprechend kann ich in Herisau bedenkenlos fliegen. Und auch die Hobbypiloten auf dem Breitfeld in SG sind mit Objekten unter 500g im legalen Rahmen. Allerdings gibt es auf dem Breitfeld auch viele Geräte über 500g, was aber kein Problem darstellt, da die REGA noch nie ein Problem mit diesen Profis (!) hatte.
    • magicfriend 08.07.2019 21:05
      Highlight Highlight Es ist genau so. Die Verordnung schliesst fast alle der gesetzlichen Forderungen aus, bei Drohnen unter 500 Gramm. Die Sorgfaltspflicht besteht natürlich. Ein generelles Flugverbot gab es nicht.
    • derEchteElch 09.07.2019 00:33
      Highlight Highlight Flugplätze sind im Umkreis von 5km IMMER Tabu (auch unter 500g). Ausnahmen kann nur die Flugplatzplatzleitung erteilen..
  • Knallerpse 08.07.2019 16:21
    Highlight Highlight Besonders über Schwimmbädern stören mich solche Drohnen. Teilweise sind es schon mehrere pro Tag, welche die „Aussicht“ geniessen. Gilt auch für Flussbäder
  • sherpa 08.07.2019 15:49
    Highlight Highlight Nun haben also die Dohnen-Bubis ihrens Spass gehabt, vergessen dabei aber, dass ihr Verhalten total neben den Schuhen ist. Keiner der sog. "Piloten" hat in Wirklichkeit sein Gerät im Griff, wenn es mal aus irgendwelchen Gründen ausser Kontrolle gerät und dabei Menschen gefährdet. Schon alleine deshalb sollten diese fliegenden Objekte allesamt ausser Dienst gestellt werden müssen.
    • Zappenduster 08.07.2019 19:34
      Highlight Highlight Eine Maschinem die ausser Kontrolle ist hat niemand mehr im Griff..... Just saying.

      Etwas weniger verallgemeinern würde dir gut tun. :)

      Wie die Risikoananalyse des PC7 Team aussieht würde mich auch noch Interessieren. Kunstflug direkt über den Besuchermassen.
    • magicfriend 08.07.2019 21:03
      Highlight Highlight Ja, alle Drohnenpiloten müssen neu beim Restaurant Äscher auf der Alp ihre Sporen abverdienen. Die sind da auch willkommen.
  • annego 08.07.2019 15:27
    Highlight Highlight Was bringt ein Flugverbot, wenn es eh schon verboten ist? Ein Flugverbot hindert alle, auch die, die sich ans Gesetz halten. Sowas finde ich schade.
  • andrin89 08.07.2019 15:09
    Highlight Highlight Als Freizeit-Drohnenpilot ärgere ich mich extrem über diese Leute, die den Ruf einer grossen Gruppe von Piloten immer wieder in den Dreck ziehen. Es führt dazu, dass wir alle bestraft werden, weil sich einige wenige (immer wieder!) nicht an die Gesetze halten können.
    • Sam12 08.07.2019 15:44
      Highlight Highlight Das sehe ich genau so. Die Regeln bestehen (BAZL, es gibt bereits Karten für den Drohnengebrauch) und es müssen einige wenige der grossen Menge die Freude verderben. Schlussendlich werden alle mangels Differenzierungsvermögen in einen Topf geworfen. Danke nochmals.
    • Firefly 08.07.2019 16:31
      Highlight Highlight Das ist leider bei fast allem so.

      In einer Liberalen Ordung - und so eine haben wir hier - ist Neues grundsätzlich erlaubt oder wird geduldet, sofern es nicht sowieso schon schadet.

      Dies gilt solange bis einige wenige es übertreiben und andere gefährden, verletzen, ... und sich der Staat gezwungen sieht neue Regeln und Gesetze zu erlassen.

      Es ist also immer das (Fehl)Verhalten Einzelner das in einem Liberalen Staat zu neun Gesetzen führt und nicht der Staat selber der von vornherein Gesetze schafft/erfindet, was einige gern behaupten.
    • HugiHans 08.07.2019 16:51
      Highlight Highlight @Sam12
      Neben den Karten
      https://www.bazl.admin.ch/bazl/de/home/gutzuwissen/drohnen-und-flugmodelle/drohnenkarte.html.html
      muss aber zwingend auch das DABS konsultiert werden:
      https://www.skybriefing.com/portal/de/dabs

      Nur hier sind temporäre Einschränkungen/Flugverbote verzeichnet.
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  • Scaros_2 08.07.2019 14:49
    Highlight Highlight Finde generell sollte man dem drohnenbetrieb einhalt gebieten. Auch in den bergen, an open airs, und bei anderen tätigkeiten sieht man sie immer öfters und gerade beim überfliegen muss nur 1x was passieren mit einem gerät ohne bewilligung und es wird noch restriktiver.
    • Marc83 08.07.2019 15:33
      Highlight Highlight Es muss zuerst immer etwas passieren, bis restriktiver vorgegangen wird. Diese Drohnen sind eine absolute Plage geworden.
    • Sam12 08.07.2019 15:47
      Highlight Highlight Die Flüge mit Drohnen sind reguliert, solche Flüge wie am Zürifest sind bereits jetzt rechtlich verboten (Regelung BAZL, Stichwort Überfliegen von Menschenmengen). Leider werden die Drohnenpiloten noch fast nie zur Rechenschaft gezogen, obwohl die Grundlagen da wären.
      LG, ein verärgerter Hobbydrohnenpilot.
    • Scaros_2 08.07.2019 16:12
      Highlight Highlight Warum bist du verärgert?
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