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Swatch Group CEO Nick Hayek speaks to media during the Swiss watchmaker's annual news conference in Corgemont March 12, 2015. Swatch's chief executive said on Thursday the Swiss watchmaker's outlook for 2015 was

Nein, hier sehen wir nicht die Smartwatch von Nick Hayek. Bild: DENIS BALIBOUSE/REUTERS

Mit diesem Plan will Swatch gegen die Apple Watch bestehen

Der grösste Schweizer Uhrenkonzern hat am Donnerstag keine bahnbrechende neue Smartwatch vorgestellt. Firmenchef Nick Hayek lobte die Apple-Uhr und zeigte sich betont gelassen. Sein Unternehmen verfolgt eine andere Strategie.



Anfang Woche hat Apple in San Francisco die wichtigsten Details zu seiner Uhr enthüllt. Heute hat der weltgrösste Uhrenkonzern, die Schweizer Swatch Group, reagiert. Im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz enthüllte Swatch-Chef Nick Hayek allerdings keine neue revolutionäre Smartwatch. Vielmehr wurden bereits angekündigte Technologien präzisiert und die eigene Leistungsfähigkeit angepriesen. 

Die Strategie des Konzerns lässt sich wie folgt zusammenfassen: Swatch konzentriert sich auf Uhren mit wenigen Spezialfunktionen und will keine Smartwatch mit umfassendem Funktionsumfang anbieten. Die Uhren sollen dabei nicht durch den Stromverbrauch limitiert sein.

Als eigene Smartwatch bietet das Unternehmen die Swatch Touch Zero One an. Diese Sportuhr mit berührungsempfindlichem Bildschirm wurde Ende Februar offiziell vorgestellt und bietet einen Fitness-Tracker, der speziell auf Volleyballer ausgerichtet ist. Ein weiterer Vorteil sei auch hier die lange Akkulaufzeit, hiess es.

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Die Swatch Touch Zero One. Bild: Swatch

Am Donnerstag wurde angekündigt, dass die Uhr auch für Freerider (Zero Two), Surfer (Zero Three), Olympia (Zero Four) und für Köche (Zero Five) lanciert wird. Die Modelle kommen gestaffelt im Laufe der kommenden Monate, respektive passend zur jeweiligen Sportsaison, auf den Markt. Die Olympia-Variante demnach erst 2016.

Laut Swatch-Chef Nick Hayek kommt die Zero One diesen Sommer auf den Markt und soll weniger als 150 Franken kosten. 

Wie bereits bekannt, will Swatch NFC-Chips in Swatch-Uhren einbauen, damit die Nutzer in den Läden mit der Uhr zahlen können. Neu ist: Dies soll nicht nur bei Smartwatches möglich sein, sondern auch bei mechanischen Uhren. Der Nutzer könne die Uhr monatelang tragen, ohne sich um den Akku zu kümmern. Ein Zeitrahmen für die Einführung wurde aber nicht genannt.

Gemäss Hayek werden sowohl die Touch Zero, wie auch die bestehenden Modellreihen «bald» mit einer Bezahlfunktion ausgestattet werden. Dafür werde Swatch mit der chinesischen Kreditkartenorganisation China Union Pay, einer Schweizer Bank und einer Kreditkartenfirma kooperieren.

Ausserdem sollen die Swatch-Uhren zum Öffnen von Türen eingesetzt werden können – auch diese Funktion wird die Apple Watch anbieten, zum Beispiel für Hotels.

Analysten reagieren positiv

An der Börse kamen die Neuerungen bei Swatch gut an, die Aktie notierte am Donnerstagnachmittag (12. März 2015) mit rund 2,8 Prozent im Plus. Mit der Serie Touch Zero stosse Swatch stärker in ein Feld vor, das der Bieler Konzern bisher anderen Firmen überlassen habe, sagte ein Händler. Positiv sei auch, dass Swatch alle Uhren mit der NFC-Technik ausrüsten wolle. Damit könne Swatch alle Uhren smart machen. (sda)

«Wir sind das Silicon Valley»

Swatch sei eine Uhrenfirma, keine Unterhaltungselektronik-Firma, sagte Hayek. «Wir machen nicht einfach ein Handy für den Arm» – ein klarer Seitenhieb an die Adresse des grossen Herausforderers Apple. Später lobte er aber die Kalifornier: Apple habe die beste Smartwatch gebaut, besser als der bisherige Marktführer Samsung. Und dank Apple würden die Leute wieder vermehrt etwas am Handgelenk tragen. Das komme auch Swatch zugute.

Hayek referierte längere Zeit über den technischen Vorsprung, den die Schweizer Uhrenindustrie habe. «Wir sind der grosse Player, wir sind das Silicon Valley.»

Swatch habe in Zusammenarbeit mit der ETH ein neues Material für Batterien entdeckt. «Das gibt 150 Prozent mehr Power», sagte er. Wann diese neuen Batterien in die Uhren eingebaut werden, ist nicht bekannt.

CEO of Swatch Group Nick Hayek speaks during a press conference of the year 2014 final results of Swiss watch company Swatch Group, in Corgemont, Switzerland, Thursday, March 12, 2015. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Hier sehen wir Nick Hayek mit der Swatch Touch Zero One. Bild: KEYSTONE

Die neue Konkurrenz belächelt

Hayek hatte sich lange Zeit abschätzig über die Smartwatch-Projekte der grossen Tech-Unternehmen geäussert. «Die Konsumenten wollen ihre Uhr nicht aufladen müssen – und noch ein Kabel mehr haben», sagte Hayek vor einem Jahr in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Und nach der Enthüllung der Apple Watch gab sich Hayek gelassen. Sie sei keine Bedrohung für die Industrie.

Einer der Erfinder der Plastikuhr Swatch sieht dies allerdings vollkommen anders.

Swatch-Erfinder sehr besorgt

Der Uhrenindustrie drohe eine Eiszeit, sagte Elmar Mock in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg und zeigte sich sehr besorgt: «Apple wird schnell erfolgreich sein», sagte der 61-Jährige, der in den 80er-Jahren an der Entwicklung der enorm erfolgreichen Swatch beteiligt war. Das werde die traditionellen Firmen und damit die Arbeitsplätze in der Schweiz unter grossen Druck setzen.

Mock prognostiziert, dass Apple in kurzer Zeit 20 bis 30 Millionen Uhren absetzen werde. Zum Vergleich: Die Schweiz exportierte letztes Jahr knapp 29 Millionen Uhren.

Elmar Mock, CEO Creaholic AG, am Montag 23. August 2010, an einer Medienkonferenz in Bern ueber

Elmar Mock bei einem Auftritt 2010. Bild: KEYSTONE

Zwar würden sich manche Schweizer Marken wie Tissot, TAG Heuer oder Montblanc an den Smartwatch-Markt herantasten. Insgesamt habe die Branche die Bedrohung durch Apple unterschätzt. «Alle guten Uhren, die irgendwo zwischen 500 und 1000 Franken kosten, sind wirklich in Gefahr.»

«Swiss Made» nicht unverwundbar

Auch wenn «Swiss Made» seit Jahrzehnten, ja Jahrhunderten als Qualitätssiegel gilt, sei die Uhrenindustrie des Landes keinesfalls unverwundbar, heisst es in Medienberichten. In den 70er- und 80er-Jahren gingen 60'000 Arbeitsplätze verloren, weil die Schweizer Hersteller die Nachfrage nach billigen Quartzuhren von japanischen Herstellern unterschätzt hätten. Erst der Erfolg der Swatch, die massenhaft verkauft wurde, trug zur Erholung der schwer angeschlagenen Branche und der Sicherung von vielen Arbeitsplätzen bei.

Die aktuelle Situation erinnere ihn leider allzu stark an die «Quartz-Krise», sagte Mock. «Bis jetzt haben die Uhrenmacher die gleichen Fehler gemacht wie damals. Wir haben viel Arroganz in der Schweizer Uhrenindustrie gesehen in den letzten paar Jahren.» Die Smartwatch sei als Spielerei abgetan und nicht ernst genommen worden.

Dies konterte Hayek am Donnerstag. Die Krise in den 70er-Jahren habe sich nicht auf die Technologie bezogen. «Es war eine Krise, weil man sich nur auf den Luxus konzentriert hat.» Und nun gingen die Tech-Firmen in diesen Bereich. Und Swatch biete preiswerte Alternativen an.

Alles Wissenswerte zur Apple Watch

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mr.Tec 16.03.2016 04:22
    Highlight Highlight Ich bin der Meinung Swatch muss den eigenen Weg gehen, gar nicht mitspielen in einem Markt wo man zig Milliarden bewegen muss, um mit dabei zu sein, no Chance "too big to play". Eine Uhr ist eine Uhr und ein Schmuckstück für das Leben und etwas das Swatch stets durch Innovationen verbessern kann (Material, Design, Gewicht, Qualität, Genauigkeit).
    Ich kann nur sagen Swatch frage Dich stets, schmeckt der Köder dem Fisch oder dem Angler und hast Du überhaupt den globalen Angelschein? Am besten Du hilfst dabei die besten Köderkomponenten im Megatrend via B2B zu bauen (Sensoren, Batterien, etc.)
  • just sayin' (haters will be ignored) 13.03.2015 09:34
    Highlight Highlight bravo herr schurter für diesen artikel der recht objektiv und ohne tendenziöses bashing daherkommt!
    geht doch!
    ach so. geht halt auch nicht um apple...

    zur touch zero fehlen mir noch zuviel informationen, um sie überhaupt richtig beurteilen zu können. bis jetzt siehts nach einer klassischen digitaluhr mit schrittzähler und schwarz/weiss led-display aus.

    und dieses teil mit der applewatch zu vergleichen ist... mindestens seltsam
    • just sayin' (haters will be ignored) 13.03.2015 10:20
      Highlight Highlight hui! ich staune, dass mein kommentar aufgeschalten wurde und nicht (wie andere watsonkritische kommentare) der zensur zum opfer gefallen ist.

      bravo!
    • Alnothur 13.03.2015 13:18
      Highlight Highlight Die Infos sind in der Tat etwas versteckt. Ich weiss nicht, ob Links posten erwünscht ist - aber wenn du nach "Watch-Insider Touch Zero One" suchst, findest du einen Artikel, und auf der zweiten Seite gibt's dann auch noch Screenshots der iOS- und Android-App zur Uhr.
  • Alnothur 12.03.2015 18:47
    Highlight Highlight Die Hälfte wird mal wieder unter den Teppich gekehrt - typisch. Hayek hat explizit gesagt, dass das nur ein Zwischenschritt ist, und weitere Infos zu den eigentlichen Smartwatches Mitte Monat an der Baselworld veröffentlicht werden.
    • Donald 12.03.2015 19:00
      Highlight Highlight Nana, so klar hat er das nicht gesagt.
  • Magic_mouse 12.03.2015 16:52
    Highlight Highlight Öhm aber die uhr sieht ja mal echt scheisse aus. Sieht aus wie ein spielzeug für kleine kinder... Ich denke diese uhr wird ein flop.
  • Harry Held 12.03.2015 14:59
    Highlight Highlight Bestenfalls halbe Sachen, die Swatch da produzieren will. Eine richtige Fitness- und Befindlichkeits-"Uhr", die wie Microsoft's Band den Körper rundum analysiert, das wäre ein Markt. So? Mit einer Uhr für Volleyballer, Köche und bald noch Tomatenzüchter und Legofans? Erinnert an Ed Colligan, den damaligen CEO von Palm, den ersten Smartphones überhaupt, der 2006 Apple belächelte, die iPhone-Pläne seien ja schön und hübsch, doch es gehöre etwas mehr als Apple dazu, um ein Telefon zu bauen. Nicht lange später war Palm Geschichte, und die iPhone-Geschichte kennen wir ja alle. Achtung Swatch!
  • Ilovepies 12.03.2015 13:57
    Highlight Highlight Uhh vooorsichtig jetzt. Die apple uhr mag ned so der hammer sein, aber wie sieht das in zwei jahren aus? Bitte nichts verschlafen hier. Die tech industrie ist unglaublich schnell und erfindet sich gerne neu. Das kann zackig gehen und man ist weg vom fenster.
    • conszul 12.03.2015 14:09
      Highlight Highlight Bin da auch deiner Meinung. In ein paar Jahren wird alles für unter 1000.- am Handgelenk smart sein. Die mechanischen Uhrwerke werden nur noch im oberen Preissegment zu finden sein. Solange geniesse ich meine Tissot Visodate noch :-)
    • npe 12.03.2015 21:00
      Highlight Highlight Und ich meine Certina DS-2 :)
      Unsere Schweizer Uhren sind doch immer noch die schönsten! (Werden sie auch bleiben denke ich)
  • Triumvir 12.03.2015 13:54
    Highlight Highlight Falls sich Swatch nicht schneller bewegt und ein adäquates Konkurrenzprodukt lanciert, sieht's leider Zappenduster aus. Sobald Apple das Batterieproblem im Griff hat, heisst's wohl bald: aus die Maus. Dann müssen sie sich wohl oder übel auf den Luxusmarkt konzentrieren. Junge wollen ihr Phone dann mit der Apple Watch koppeln und auf eine ganz neue, persönliche Art und Weise miteinander kommunizieren. Auch Nokia war nach der Lancierung des iPhones schneller weg vom Fenster als sie Pap sagen konnten. Ich hoffe, dass es der Schweizer Uhrenindustrie nicht gleich geht...
    • Dr. Watson 12.03.2015 16:06
      Highlight Highlight Ich denke kaum, dass Apple das Batterie Problem so schnell in den griff kriegen wird. Bei den Smartphones hat sich bisher auch wenig getan.
      Solange die Apple watch nicht mit einem e-ink display oder ähnlichem ausgestattet wird, ist es unwahrscheinlich, dass sich die Akku Laufzeit drastisch verbessern wird.
  • JoSchtz 12.03.2015 13:26
    Highlight Highlight Sorry, aber diese Uhr ist ja mehr als nur "hässlich". Innovation? Mechanische Uhr mit NFC? Wieso dort aufhören? Wo bleibt das Interface? Die Bedingung? Ein bisschen etwas wie ein Netbook. Wird gelobt und in 2 Jahren redet niemand mehr darüber. Apple hat die Watch klar neu interpretiert. Ob das klappt werden wir sehen.
  • Zeit_Genosse 12.03.2015 13:21
    Highlight Highlight Der klassischen Uhrenidustrie empfehle ich die Krone auf der anderen Seite zu montieren, damit man die mechanische Uhr am rechten Handgelenk tragen kann. Das linke Handgelenk gehört der Zukunft und der smarten Steuereinheit, die nur nebenbei die Zeit auf viele Varianten anzeigt. Es wird mit Handgelenkbewegung bezahlt und Türen geöffnet, Computer entsperrt, Autos gestartet, Organe gespendet und soziale Interaktionen betrieben, usw.
  • conszul 12.03.2015 12:51
    Highlight Highlight Eines haben die AppleWatch und die Touch Zero One gemeinsam: sie sehen bescheuert aus und erinnern mich an klobige Plastikuhren aus den 90igern.
  • amadeushofer 12.03.2015 12:41
    Highlight Highlight Wenn sich da die Uhrenndustrie mal nicht täuscht. Wenn ich «eine Strategie» höre, muss ich doch ein wenig lächeln. Die einzigen mit einer Strategie sind Apple. Verschiedene Applikationen für verschiedene Anwender, Verbindung zu meinem Phone. Die ganze Geschichte mit der Batterie ist doch heute kein Big Problem mehr. Alle Leute sind heute ausgerüstet und wissen, dass Ihre Geräte nicht länger als 10 bis 20 Stunden halten. Ich wiederhole mich: Apple bringt die Killer-Smartwatch und wird die Uhren-Segmente zwischen 100 und 500 CHF regelrecht torpedieren.
    • Zeit_Genosse 12.03.2015 13:13
      Highlight Highlight Ja, Apple kommt mit einem ganzen System und Anbindung an ein Universum. Wer in der Kategorie "Uhr" denkt, hat verloren. Es geht um ein Steuertool, das intuitiv am Handgelenk viele Funktionen übernimmt. Die Zeit ist reif und deshalb kommt Apple mit dem 1. Wurf. Es werden weitere und bessere folgen.
    • DerDude 12.03.2015 13:29
      Highlight Highlight Stimme ich dir voll und ganz zu. Es ist immer wieder das gleiche. Erfolg definiert sich wie folgt: Zuerst wird man ausgelacht, danach wird man bekämpft und zuletzt kopiert. Momentan stecken wir zwischen Phase 1 und 2 … Und ja ich weiss das Apple nicht der erste Hersteller einer Smartwatch ist :-)
    • Durtydawg 12.03.2015 15:03
      Highlight Highlight @p4trick Es klingt immer so als könnte man zwischen den Watches frei wählen, dies ist aber nicht so. Wer Android nutzt kann sowieso nie eine Apple Watch nutzen, genau wie umgekehrt weil einfach die Integration nicht gewährleistet ist. Dazwischen gibt es noch komische Zwitterwesen wie Pebble, meiner Meinung nach jedoch Schwachsinn. Also warum sollte man die Apple Watch vergleichen wenn sich beide Systeme auf einen völlig anderen Makrokosmos beziehen?
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