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Freiwillig mehr bezahlen fürs Surfen und Telefonieren? Wer vergleicht, kann Geld sparen. bild: splash

Das sind die aktuell günstigsten Handy-Abos für Power-User und «Wenignutzer»

Dschungelkompass und die Stiftung für Konsumentenschutz haben laut eigenen Angaben 465 Schweizer Mobilfunk-Angebote analysiert.



Der Internet-Vergleichsdienst Dschungelkompass und die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) haben am Mittwoch per Medienmitteilung über ihre neuste Untersuchung der hiesigen Handy-Angebote informiert.

Das Wichtigste in Kürze:

Was sind die günstigsten Flatrate-Angebote?

  1. Die Abos «Smart» von Salt und «Smart Abo Unlimited» von Lidl Connect seien derzeit zum Aktionspreis von 19.95 Franken erhältlich und somit während diesen Tagen die günstigsten Abos mit unlimitierter Nutzung (Flatrate).
  2. Auf den nächsten Plätzen folgten die Abos «Swiss» von Wingo für 24 Franken, «yallo swype» und «yallo swiss flat» für monatlich je 25 Franken.**
  3. Die Plätze vier bis fünf belegten die Aktionsangebote «Das Abo Swiss» für 29.95 Franken, gefolgt von Lebara «Europe» für 34 Franken.
  4. Je 40 Franken pro Monat kosteten die Angebote «We Mobile M young» und «Prepaid unlimited + Option 90 days» von Sunrise, «Swiss Unlimited» von TalkTalk sowie «Flat Pass 90» von Wingo.

** Die Angebote «Wingo Swiss» und «yallo swiss flat» seien allerdings zeitlich begrenzte Aktionsangebote. Für «yallo swype» werde eine Kreditkarte oder Twint vorausgesetzt.

Wer zum richtigen Zeitpunkt das richtige Abo abschliesse, könne viel Geld sparen», wird Oliver Zadori, Telekomexperte von dschungelkompass.ch, in der Mitteilung zitiert. Hier gilt es Wechselwilligen in Erinnerung zu rufen, dass sie vor der Kündigung bei ihrem Anbieter nachfragen sollten. Häufig kommen die Provider «guten Kunden» finanziell entgegen, um sie nicht an die Konkurrenz zu verlieren.

Der Haken

Die Rabattschlacht habe eine Kehrseite, sagt André Bähler, Leiter Politik und Wirtschaft beim Konsumentenschutz:

«Viele Anbieter versuchen, die tieferen Einnahmen aus den Abo-Aktionen mit hohen Gebühren zu kompensieren.»

Wer derzeit beim Aktionspreis von Salt zugreife, zahle zwar monatlich 19.95 Franken, hinzu komme jedoch eine «Aktivierungsgebühr inklusive SIM-Karte» für 59.95 Franken. Die Kosten für das erste Jahr würden somit nicht rund 240, sondern rund 300 Franken betragen. Hinzu könnten weitere Gebühren kommen, etwa für die Papierrechnung oder Mahnungen.

Auch die anderen Schweizer Anbieter verlangen teilweise hohe Gebühren.

Zudem müsse man aufpassen, ob der Rabatt nur für eine begrenzte Zeit (zum Beispiel 12 oder 24 Monate) gelte oder für die gesamte Laufzeit des Abos, mahnt Zadori.

Wie wurde untersucht?

Der Handy-Tariftest von dschungelkompass.ch und dem Konsumentenschutz basiert gemäss Medienmitteilung auf zwei Nutzerprofilen (Flatrate und Wenignutzer). Man habe alle relevanten Anbieter von Mobilfunk-Abos und Prepaid-Angeboten für Privatpersonen in der Schweiz berücksichtigt. Dies seien Aldi Mobile, Coop Mobile, Das Abo, Digitec Connect, Lebara, Lidl Connect, M-Budget, Mucho Mobile, Quickline, Salt, Sunrise, Swisscom, TalkTalk, UPC, Wingo und yallo.

Die Verantwortlichen verweisen auf den täglich aktualisierten Tarifrechner von dschungelkompass.ch, dort lasse sich jederzeit ein individuelles Profil berechnen.

«Nebst dem Preis sollten aber auch noch andere Faktoren berücksichtigt werden, zum Beispiel die Netzabdeckung an Orten, an denen man sich oft aufhält (Zuhause, Arbeits- /Ausbildungsplatz, Ferien/Freizeit), die Geschwindigkeit der Internetverbindung oder die Qualität des Kundendienstes.»

quelle: dschungelkompass.ch

Roaming-Dilemma?

Für rund 20 bis 30 Franken pro Monat könnten Kundinnen und Kunden in der Schweiz unlimitiert telefonieren, das Internet nutzen und SMS versenden, halten Dschungelkompass und SKS fest. Nicht inbegriffen bei diesen günstigen Angeboten seien jedoch Gebühren, Telefonanrufe von der Schweiz ins Ausland sowie die Handynutzung im Ausland (Roaming). Diese Leistungen gebe es nur bei teureren Abos inklusive.

Dazu Oliver Zadori:

«Wer nicht regelmässig im Ausland ist oder ins Ausland telefoniert, kann auf teure Abos verzichten und fährt mit einer günstigen Flatrate besser, auch wenn damit bei einem Auslandaufenthalt zusätzlich Roaming-Gebühren (mit allfälligen Zusatzoptionen) anfallen.»

Die Tabelle für Power-User (in der Schweiz):

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Und die Tabelle für Wenignutzer (in der Schweiz):

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Quellen

(dsc)

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