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Schweizer sind zu vertrauensselig und erstellen selten Back-ups. bild: shutterstock

Darum werden Schweizer besonders oft Opfer von Hackern und Online-Betrügern

Bei Internet-Sicherheitsproblemen liegt die Schweiz weit über dem EU-Durchschnitt. Dies ist vor allem der hohen Dichte und Häufigkeit von Internet-Nutzung hierzulande geschuldet. Doch in Sozialen Netzwerken lassen sich Schweizer wirklich signifikant häufiger übers Ohr hauen.



Vier Prozent der Schweizer Bevölkerung gibt an, in den letzten zwölf Monaten Opfer von Online-Kreditkartenbetrug geworden zu sein, ebenso viele haben Dokumente verloren wegen Viren. In der EU sind es in beiden Fällen nur je 2 Prozent.

Der Unterschied ist mit Vorsicht zu geniessen, da in der Schweiz ausserordentlich viele Menschen online sind, bei der Altersklasse bis 55 Jahre sind es nahezu alle, während viele ärmere EU-Staaten nur einen Bruchteil dieser Nutzerzahl erreichen.

Am ehesten vergleichbar ist die Situation in der Schweiz mit der in Dänemark, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. Und gemessen an diesem Land schneidet die Schweiz zumindest beim Kartenbetrug besser ab: In Dänemark wurden nach Nutzer-Angaben 6 Prozent der Internetsurfer im Jahr davor Opfer von Kreditkartenkriminalität. Ansonsten verhält sich Kreditkartenbetrug ungefähr proportional zum Online-Shopping: Je mehr im Netz eingekauft wird, desto öfter werden Kreditkarten missbraucht.

Schweizer sind zu vertrauensselig

Anders - und viel schlechter - sieht es für Schweizer in den Social Media aus: Obwohl die Schweizer Bevölkerung auf diesem Gebiet gemäss BFS unterdurchschnittlich aktiv ist, ist sie Spitzenreiter unter den Opfern der typischen Social-Media-Missbräuchen Identitätsdiebstahl, Hacking von E-Mail- und Social-Media-Accounts oder Cybermobbing.

Viereinhalb Prozent der Schweizer Bevölkerung haben 2019 erleben müssen, dass ihre persönlichen Daten gehackt und böswillig genutzt wurden. In EU-Staaten mit vergleichbarer Internet-Nutzung waren es nur ein bis drei Prozent der Bevölkerung.

Einen Grund für den Unterschied ortet das BFS in der Laschheit, mit der Schweizer ihre Daten schützen. 2014 verwendeten nach eigenen Angaben drei Viertel der Nutzer Sicherheitssoftware. 2019 waren es nur noch zwei Drittel. Ähnlich waren die Befragungswerte beim Smartphone, über das mittlerweile 82 Prozent der Schweizer Bevölkerung verfügt. Allerdings scheint nicht klar, wer wirklich Bescheid weiss über seine Sicherheitsausrüstung.

Skandinavier sichern fleissig, Italiener selten

Handlungsbedarf herrscht sicher bei der Anlage von Sicherheitskopien. 54 Prozent der Schweizer Bevölkerung geben an, dies zu tun. Das liegt unter dem EU-Schnitt. Zum Vergleich: In der Niederlande machen fast drei von vier Nutzern regelmässig Sicherheitskopien, in den übrigen Skandinavischen Ländern liegt der Anteil bei knapp zwei Drittel. Am sorglosesten sind die Italiener: Nur jeder dritte sichert regelmässig Kopien. (oli/sda)

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