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WhatsApp hat kein Interesse, die Konten von Vielschreibern zu sperren. Nur wer massenhaft Schund schreibt und von seinen Mitmenschen in kurzer Zeit oft blockiert wird, läuft Gefahr, temporär gesperrt zu werden. Bild: EPA/dpa

Bann-Panikmache

Nein, WhatsApp sperrt Sie nicht, nur weil Sie Mami, Papi und Oma den gleichen Weihnachtsgruss senden



Wer zu viele gleiche Nachrichten bei WhatsApp schreibt, riskiere einen Ausschluss vom Dienst – also eine Konto-Sperre. Dies schreiben seit Kurzem diverse Onlineportale und sogar Radiosender warnen vor dem angeblich drohenden WhatsApp-Bann. Den Nutzern wird gar geraten, den selben Weihnachts- oder Neujahrsgruss nicht an mehrere Kontakte zu senden. Um's klipp und klar zu sagen: Der gut gemeinte Rat ist Unsinn!

Richtig ist: WhatsApp geht gegen die Versender von Massennachrichten und Kettenbriefen vor und nimmt sich das Recht, die Konten der Spamer zu sperren. Auch Nutzern der nicht-offiziellen WhatsApp-Anwendung droht ein Bann. Dies sind allerdings keine neuen Massnahmen. Auf der Firmenwebseite informiert WhatsApp schon seit Monaten darüber, welche Aktivitäten zu einer Kontosperre führen können. Diese Richtlinien wurden im Oktober 2014 vollständig auf Deutsch übersetzt. Vermutlich deshalb berichten deutschsprachige Medien nun fälschlicherweise über neue Nutzungsbedingungen. 

Geändert hat sich allerdings nichts: Laut WhatsApp können nach wie vor folgende Aktivitäten zu einer Sperrung führen:

Es ist kaum davon auszugehen, dass jemand massenhaft Weihnachtsgrüsse an Unbekannte verschickt. Also keine Panik: Wer WhatsApp im üblichen Rahmen nutzt, hat nichts zu befürchten.

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bild: softonic

Ihre Freunde und Verwandte werden Sie kaum in Scharen wegen eines harmlosen Weihnachtsgrusses blockieren. Geblockt werden in der Regel nur Spamer, die ihre Mitmenschen mit Kettenbriefen nerven. Niemand dürfte es stören, wenn solche Profile verschwinden.

Auch hier gilt: Wer eine Grussnachricht an mehrere Kontakte schickt, dürfte kaum betroffen sein, zumal die Nummern von Freunden und Versandten in aller Regel im Adressbuch gespeichert sind. (Eine Ausnahme können Gruppenchats mit Unbekannten sein.) Auch diese Massnahme zielt lediglich auf Spamer ab. Da sich die Nutzungsbedingungen von WhatsApp wie gesagt nicht geändert haben, droht den allermeisten WhatsApp-Usern auch keine Sperrung des Profils.

Zuletzt noch dies: Wer aus einem guten Grund massenhaft die gleiche Nachricht an das ganze Adressbuch versenden will, soll laut WhatsApp hierzu die Broadcast-Funktion nutzen. «Die Broadcast Funktion erlaubt es dir, eine Nachricht an viele Personen auf einmal zu senden, ohne dass die Empfänger sich gegenseitig sehen. Es ist quasi so etwas wie das BCC in deiner E-Mail. Diese Option erlaubt es den Empfängern, dir individuell zu antworten», schreibt WhatsApp.

Das Fazit: Wer keine Werbenachrichten, rassistische oder bedrohende Nachrichten verschickt, hat auch weiter nichts zu befürchten.

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So kannst du dir selbst auf WhatsApp schreiben

Du bist gerade auf einen richtig spannenden Artikel gestossen, aber hast keine Zeit, ihn gleich zu lesen. Oder du willst dir unbedingt etwas notieren, hast aber statt Zettel und Stift nur dein Smartphone parat: In diesem Fall wäre es doch richtig praktisch, wenn du dir selbst eine Nachricht in WhatsApp schreiben könntest, oder?

Denn: In die Messenger-App blicken wir mehrmals am Tag, vielleicht sogar am häufigsten. Wer geht schon seine Notiz-App auf dem Smartphone durch?

Das Dumme ist nur: Wer …

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