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Greenpeace: Shein-Produkte sind voll mit gefährlichen Chemikalien

FILE - Clothes by Chinese company Shein are seen in the BHV (Bazar de l'Hotel de Ville) department store, Tuesday, Nov. 4, 2025 in Paris. (AP Photo/Aurelien Morissard, File)
France Shein
80 Prozent der bei Shein bestellten Produkte überschritten EU-Grenzwerte für gefährliche Chemikalien.Bild: keystone

Shein-Produkte im Chemikalien-Test: «Resultate sind absolut inakzeptabel»

06.03.2026, 11:0606.03.2026, 11:06

Erneut sorgt ein Test von Greenpeace für Kritik am chinesischen Onlinehändler Shein. Bei einer zweiten Stichprobe fand die Umweltorganisation in einem Grossteil der untersuchten Produkte gefährliche Chemikalien in stark erhöhter Konzentration. Obwohl das Unternehmen nach einer ersten Untersuchung im vergangenen November Besserung versprochen hatte, fallen die Resultate laut Greenpeace erneut deutlich negativ aus.

80 Prozent der Produkte über EU-Grenzwerten

Wie Greenpeace gegenüber Schweizer Radio und Fernsehen erklärte, bestellte die Organisation rund einen Monat nach einer ersten Untersuchung erneut Waren auf der Plattform. Insgesamt untersuchte das Bremer Umweltinstitut im Auftrag von Greenpeace 31 Produkte, darunter teilweise dieselben Artikel wie im ersten Test.

Das Resultat: In 25 der 31 Produkte wurden gefährliche Chemikalien über den EU-Grenzwerten nachgewiesen, also in gut 80 Prozent der Fälle.

Phthalate, PFAS und Schwermetalle

Laut Greenpeace wurden problematische Stoffe unter anderem in Damengummistiefeln, Kindersandalen, Jacken und auch Fastnachtskostümen gefunden. Dazu gehören: Phthalate (Weichmacher), die «Ewigkeitschemikalie» PFAS sowie Schwermetalle in teilweise gesundheitsschädlicher Konzentration.

Joëlle Hérin, Expertin bei Greenpeace, sagte gegenüber SRF: «Die Resultate sind absolut inakzeptabel. In einer Damenjacke überschritten die PFAS-Werte den Grenzwert um das 3000-fache.»

Greenpeace wirft dem chinesischen Online-Händler vor, Warnungen und gesetzliche Grenzwerte zu ignorieren und damit Risiken für Menschen und Umwelt in Kauf zu nehmen.

Gesundheitsrisiken und Umweltfolgen

Einige der nachgewiesenen Chemikalien stehen laut Greenpeace mit schweren Gesundheitsproblemen in Verbindung. Dazu zählen unter anderem: erhöhtes Krebsrisiko, mögliche Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit und Risiken für Wachstum und Entwicklung von Kindern.

Besonders betroffen seien laut der Organisation auch Arbeiter in den Produktionsstätten sowie die Umwelt in den Herstellungsregionen.

Shein gelobt Besserung

Der Onlinehändler erklärte gegenüber SRF, man prüfe die Ergebnisse des Berichts und habe eine externe Stelle mit weiteren Tests beauftragt. In einer Stellungnahme teilte das Unternehmen laut SRF mit: «Die in diesem Bericht identifizierten Produkte wurden sofort nach Benachrichtigung von Shein entfernt.» Zudem wolle man die Kontrollen weiter verstärken. Geplant seien mehr Investitionen in Spezialistenteams und Technologien sowie höhere Bussen für Anbieter, die gegen Vorgaben verstossen. (ear)

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8 Kommentare
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SJ_California
06.03.2026 11:37registriert März 2016
Das bringt doch nichts. Man müsste hohe Strafen einführen. Z.B. 1 Mio € pro Fund. Oder Importverbot für 3 Monate. Europa kann schliesslich nicht jedes Produkt prüfen und China schert sich einen Dreck drum, ausser es schlägt auf deren Portemonnaie.
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MadPad
06.03.2026 12:02registriert Mai 2016
Sie sparen beim Preis und bezahlen mit der Gesundheit.🤦‍♂️
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