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ARCHIV - ZUM 25. JAHRESTAG DES VERSENDENS DES ERSTEN SMS AM SONNTAG, 3. DEZEMBER 2017, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Writing short text messages (sms) on the iphone, pictured in Zurich, Switzerland, on September 5, 2012. (KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Geschriebene Nachrichten werden immer unpopulärer. Bild: KEYSTONE

Schreibst du noch, oder sprichst du schon?

Unterhaltungen, Informationen per Podcast und Onlinesuchanfragen: Das Sprechen ersetzt das Schreiben. Im Maschinenzeitalter findet die Kommunikation zurück zu ihren Ursprüngen.

Raffael Schuppisser / ch Media



«Welches ist das höchste Gebäude der Welt?», fragt der Zehnjährige, der am Schreibtisch in seinem Zimmer einen Vortrag vorbereitet. Während der Vater überlegt, wie denn dieser Turm in Dubai schon wieder heisst, meldet sich bereits eine monotone Stimme aus dem Kinderzimmer: «Das höchste Gebäude ist der Burj Khalifa mit 828 Metern.» Die Frage hat nicht dem Vater gegolten, sondern Google.

Für den Zehnjährigen ist es normal, dass er mit dem Smartphone oder dem Computer über Sprache kommuniziert. Das geht schneller als tippen. Fast schon alternativlos ist das für seinen jüngeren Bruder, der gerade die ersten Buchstaben lernt. Wenn er einmal auf dem Tablet Kindervideos anschauen darf, klingt das so: «Hey Google, ‹Yakari› auf Youtube anschauen.» Wenige Sekunden später reitet ein Indianer auf einem Schimmel über das Display.

«Nach dem Touchscreen legt die Sprachsteuerung die Hürde, ins Internet zu gelangen, tiefer.»

Die beiden Kinder sind keine Ausnahme. Letztes Jahr hat die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften Eltern zum Umgang ihrer Kinder mit digitalen Medien befragt. Interaktion über Sprache ist verbreitet. In der Westschweiz noch mehr als in der Deutschschweiz. «Nach dem Touchscreen legt die Sprachsteuerung die Hürde, ins Internet zu gelangen, tiefer», sagt der Medienpsychologe Gregor Waller, der die Studie geleitet hat.

FILE - This July 29, 2015 file photo made in New York shows Amazon's Echo, a digital assistant that continually listens for commands such as for a song, a sports score or the weather. The company says Echo transmits nothing to Amazon’s data centers until you first say “Alexa” or press a button. A blue light also comes on to let you know it’s active. (AP Photo/Mark Lennihan, File)

Darf in einem modernen Haushalt nicht mehr fehlen: die Sprachassistentin «Alexa» von Amazon. Bild: AP/AP

Noch verbreiteter ist das Sprechen mit Computern in den USA. Dort gehören die smarten Lautsprecher von Google, Amazon oder Apple mittlerweile fast schon zur Wohnzimmerausstattung wie hier der Fernseher. Eine «CNN»-Journalistin schreibt in einem Artikel, dass das vierte Wort, welches ihre Tochter gelernt hat, nach «Mama», «Papa» und «Katze», «Alexa» war, der Name des Sprachassistenten von Amazon.

Am Verhalten der Kinder wird ein technologischer Wandel oft am augenfälligsten. Gestern rieben wir uns die Augen, als Kinder mit dem Finger auf Bilderbüchern herumwischten, in der Hoffnung, es würde dasselbe passieren wie auf dem Touchscreen. Heute sind wir verdutzt, wenn sie mit Geräten sprechen. Dabei ahmen sie ihre erwachsenen Vorbilder nach – und lernen, dass Computer auf Fragen antworten.

Es gibt sogar ein Erotikportal, das gänzlich auf die Ohren setzt

«Das gesprochene Wort wird im Umgang mit Maschinen in Zukunft wichtiger, da vermehrt die Möglichkeit besteht, über gesprochene Sprache mit ihnen zu kommunizieren», sagt Volker Dellwo, Professor am Institut für Computerlinguistik der Universität Zürich. Besonders praktisch ist das beim Autofahren, da man hier keine Hand frei hat, um auf einem Bildschirm herumzutippen. Wer aber den Vorteil und die Convenience – wie es im Tech-Jargon heisst – der Sprachsteuerung erkannt hat, der nutzt sie öfters auch unterwegs, beim Kochen oder wenn er zu faul ist, um auf einer glatten Oberfläche kleine Buchstaben mit dem Finger zu treffen. Und je besser dieses Voice-Interface – um erneut im Tech-Jargon zu sprechen – wird, desto mehr nutzen die Menschen es.

«Vergessen Sie Textnachrichten und Emojis – es gibt 2018 nur noch eine Art, zu kommunizieren.»

In der Schweiz ist das derzeit erst jeder dritte Smartphonenutzer, in einem Jahr, so eine Studie, sollen es aber bereits doppelt so viele sein. In den USA soll gemäss dem Marktforschungsinstitut Comscore nächstes Jahr bereits jede zweite Suchanfrage über die Stimme erfolgen.

Vieles deutet darauf hin, dass die Sprachsteuerung ähnlich wichtig werden wird wie der Touchscreen. Und mit ihr die gesprochene Sprache, deren Dominanz man auch anderorts feststellen kann. Etwa bei den Sprachnachrichten auf Whatsapp. Das Versenden von gesprochenen Monologen wird immer beliebter. Gemäss einer deutschen Studie greifen mittlerweile über zwei Drittel der Nutzer mindestens gelegentlich auf diese Funktion zurück.

Sprechen statt Schreiben: Einige tun das exzessiv, weil schneller und persönlicher. Und doch unkomplizierter als Telefonieren, weil niemand am anderen Ende der Leitung ist, der einem widerspricht. Die «Sunday Times» meinte: «Vergessen Sie Textnachrichten und Emojis – es gibt 2018 nur noch eine Art, zu kommunizieren.»

Auch in der Unterhaltung und Information wird das gesprochene Wort wichtiger. Podcasts boomen. Gegenüber herkömmlichen Radiosendungen haben sie den Vorteil, dass sie jederzeit gehört werden können und dass sie so gut wie jeder herstellen und übers Netz verbreiten kann. Zeitungen nutzen das Format oder lassen ihre Artikel von einer Computerstimme oder professionellen Sprechern vorlesen.

Der Absatz von Hörbüchern nimmt zu, Amazon hat einen Onlineservice dafür. Und es gibt sogar ein eigenes Portal für Erotikgeschichten: Das Start-up Femtasy will Frauen über die Ohren zum Höhepunkt bringen.

Man kann das durchaus als einen Gegentrend zur Bilderflut verstehen, die ununterbrochen auf uns einprasselt, als die Sehnsucht nach ein bisschen weniger aufdringlichen Reizen, als Reduktion auf das Wesentliche, auf die reinen Worte.

Das ausgehende Jahrzehnt war von visueller Kommunikation geprägt. Dafür sorgen die Handykameras. Sie machten es erst möglich, jederzeit ein Foto aufzunehmen und mit der ganzen Welt zu teilen. Es war das Jahrzehnt, in dem Instagram gegründet und gross wurde. Es war das Jahrzehnt, in dem die Bildschirme der Smartphones Jahr für Jahr gewachsen sind. Das bevorstehende Jahrzehnt könnte in ähnlichem Ausmass von der gesprochenen Sprache geprägt werden.

Es wird nicht so sein, dass die Bildschirme gänzlich verschwinden werden. Aber sie werden vermehrt in der Tasche bleiben. Oft reichen die Informationen, die man übers Ohr aufnimmt. Die einzig sichtbare Technologie bleibt ein kleiner kabelloser Ohrhörer, wie ihn Apple 2016 eingeführt und wie ihn andere Hersteller kopiert haben. Bereits wird darüber diskutiert, ob es wirklich unanständig ist, wenn man die Dinger einfach in den Ohren eingestöpselt lässt, während man sich mit anderen Menschen unterhält. Schliesslich ist es so praktischer, und den unsichtbaren Draht zum Web kappt man nur ungern.

Actress Scarlett Johansson arrives for the screening of the film 'Her' at the 8th edition of the Rome International Film Festival in Rome, Sunday, Nov. 10, 2013. (AP Photo/Alessandra Tarantino)

Scarlett Johnansson bei der «Her»-Filmprämiere. Bild: AP

Eine wunderbare Zukunftsvision eines solchen auditiven Zeitalters liefert der Film «Her» von Spike Jonze aus dem Jahr 2013. Computer sind hier omnipräsent, aber unsichtbar. Interagiert wird fast ausschliesslich über die Sprache, dabei verliebt sich der Hauptprotagonist Theodore in die Stimme einer künstlichen Intelligenz, die ihn durch das Leben geleitet und begleitet.

Nach Mobile First kommt nun Voice First

Dieses Szenario wird durch die Weiterentwicklung der Spracherkennung immer realistischer. Als Apple 2011 den Sprachassistenten Siri einführte, war eine Verständigung zwischen Mensch und Maschine noch Glückssache. Heute geht das ganz flott.

Klar, lustige Missverständnisse gibt’s noch immer. Aber sie werden seltener. Und auch bei der Kommunikation zwischen Menschen sind sie alles andere als ausgeschlossen.

«Es gibt eine natürlich Tendenz, die gesprochene Sprache zu bevorzugen.»

Nach Online First und Mobile First spricht man heute von Voice First – die Präsenz der Stimme in den Ohren der Menschen erhält erste Priorität. Ein Schweizer Kommunikationsunternehmen hat letztes Jahr die erste Voice-Studie der Schweiz herausgegeben. Die Botschaft: Marken müssen sich für die neue Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine optimieren. Das Visuelle besitze zwar viel Kraft, die menschliche Stimme weckt unsere Emotionen aber noch viel unmittelbarer.

Voice First lässt sich aber auch anders verstehen: Jahrtausende bevor der Mensch die Schrift erfunden hat, beherrschte er die Sprache. Jahre bevor ein Kind schreiben kann, lernt es zu sprechen. Und trotz aller Kommunikationsmittel sprechen wir noch heute meistens mit unseren Mitmenschen. Vor allem, wenn es etwas wirklich Wichtiges zu sagen gibt, geht das nur in einem Gespräch von Angesicht zu Angesicht. «Es gibt eine natürlich Tendenz, die gesprochene Sprache zu bevorzugen», sagt der Sprachwissenschafter Dellwo. Sprechen ist die ursprünglichere Art der menschlichen Kommunikation.

Und wenn diese nun die Maschinen erlernen, bedeutet dies, dass wir uns endlich mit ihnen so unterhalten können, wie wir es mit Menschen tun. «Dadurch werden Maschinen immer menschennäher, und die Distanz zwischen Mensch und Maschine wird immer kleiner. Das kann sich sehr unterschiedlich positiv wie negativ auswirken», sagt Dellwo.

Die Maus und die Tastatur waren die erste Schnittstelle, über die sich ein Computer auf einfache Art bedienen liess, dann kam der Touchscreen, nun tritt die Sprachsteuerung hinzu. Das macht Voice First zur letzten Schnittstelle zwischen Menschen und Maschinen. Die nächste Stufe wäre die direkte Verbindung ins Hirn, wobei wir dann selber zu Mensch-Maschinen würden.

Muss man überhaupt noch lesen und schreiben können?

Wenn nun aber alle Informationen über die Sprache abrufbar sind, wenn jeder Mensch synchron oder zeitversetzt über Sprache erreicht werden kann, wenn sich jede Erzählung von der Stimme eines Sprechers vortragen lässt, so stellt sich die Frage: Warum überhaupt noch lesen und schreiben lernen? Für Kinder, die sich im Web orientieren können, lange bevor sie das Alphabet lernen, dürfe der Sinn der schriftlichen Kommunikation in Zukunft schwerer zu vermitteln sein.

Trotzdem werden sich natürlich die Schriftgelehrten durchsetzen. Denn auch wenn einmal das gesprochene Wort alles möglich machen sollte, wenn auch keine Buchstaben mehr gebraucht würden, um sich im Alltag durchzuschlagen, wenn Laute allein reichen würden, um sich im Job zu behaupten, so würde das Schreiben und Lesen dennoch nicht verschwinden. Sei es nur schon deshalb, um einmal von all dem Stimmengewirr abzuschalten und in Ruhe ein Buch zu lesen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • SaveAs_DELETE 16.12.2019 11:45
    Highlight Highlight Ich hab mal an einer Messe bei einem ERP-Anbieter zugesehen, wie eine Mitarbeiterin einen Reparaturauftrag am iPad mit Sprachsteuerung erfasst hat. Bei diesem Lärm.
    Zu Hause versuchte ich verschiedene Eingaben von Textnachrichten aus. Inzwischen diktiere ich auch Geschäftsmails meinem mobilen Gerät und muss anschliessend nur kleine Korrekturen an der Satzstellung vornehmen. Rechtschreibefehler kommen so nicht mehr vor.
    Für mich eine Bereicherung - auch wenn ich nicht alle Funktionen nutze.
  • Faceoff 15.12.2019 15:47
    Highlight Highlight Ich sehe das etwas kritisch. Whatsapp Sprachnachrichten finde ich völlig daneben. Da rattert einer einen Monolog runter und ich soll mir dann die Mühe machen, das Wichtige vom Rest zu trennen. So verschiebt der Sender einfach die Arbeit des Ordnens seiner Gedanken auf den Empfänger.

    Lesen bildet, Schreiben verbindet.

  • ravendark 15.12.2019 13:21
    Highlight Highlight Old school but good school. Ich schreibe auch Briefe.
    Man denkt mehr bei Briefen oder wenn man schreibt.
    Kann einem zu Gute kommen :-)
    Die modernen "Blinden" Bildschirm-Junkies, die wie Zombies braindead über die Strasse laufen, werden das nie begreifen. Vielleicht auch besser so. Dumme sterben früher als Intelligente. Evolutionärer Beweis :-)
  • Burdleferin 15.12.2019 12:09
    Highlight Highlight Ich (36) bin ein Jahr mit 20-jährigen zur Schule gegangen. Und die kommunizieren, wenn überhaupt über WA, über Sprachnachrichten.

    In mir sträubte sich alles!
    • The Count 15.12.2019 19:17
      Highlight Highlight Ich (42) habe von meinen Töchtern (18 und 16) lernen dürfen dass eine Sprachnachricht sehr oft das klarere und schnellere Kommunikationsmittel ist als eine Textnachricht. War zuvor aber auch so verschlossen wie du.
  • Zeit_Genosse 15.12.2019 11:00
    Highlight Highlight Mit Geräten zu sprechen wird normal.

    „hey watson, schreib einen Kommentar zum Thema „schreibst du noch ..“, oder mach eine Audionotiz dazu.“

    Ob das auch zwischen Menschen so sein muss, wird sich zeigen. Mit dem Telefonbeantworter, der Combox und Sprachnachrichten auf WhatsApp usw. ist der Weg gezeichnet, auch wenn wir uns teilweise noch schwer tun.

    Die Livekommunikation über das Telefonieren ist in der Regel immer noch sehr effektiv und effizient.

    Durchsetzen wird sich das Gespräch mit KIs . Sie werden uns durchs Leben begleiten. Diese Assistenzsysteme haben Potenzial.
  • neutrino 15.12.2019 10:52
    Highlight Highlight Rein praktisch graut es mir ein bisschen: zB. im ÖV im Raum Beijing wird bspw. schon sehr viel über Voice gemacht (via WeChat, etc). Resultat ist ein unglaublicher Lärm im öffentlichen Raum. Gegenteil ist bspw. U-Bahn Tokyo - auch wenn die voll ist, herrscht fast immer Ruhe, alles wird über Text gemacht.
  • Beat_ 15.12.2019 10:48
    Highlight Highlight Für mich ein bisschen unverständlich, dass immer weniger Leute "telefonieren" (direkt miteineander sprachlich kommunizieren mit technischen Hilfsmitteln) aber andererseits mehr Sprachnachrichten versenden.
    • The Count 15.12.2019 19:21
      Highlight Highlight Das hat mit der Erreichbarkeit zu tun.
  • Madison Pierce 15.12.2019 10:43
    Highlight Highlight Sprachassistenten sind nützlich. Sie verstehen schon recht viel, aber für Diktate reicht es zumindest mir noch nicht. Da bin ich schneller mit dem 10-Finger-System. Im Auto das Navi einstellen geht aber mittlerweile ohne mehrmals „Korrektur“ zu rufen.

    Aber diesen Artikel habe ich lieber gelesen als dass ich ihn gehört hätte. Lesen kann ich schneller als Hören.

    Sprachnachrichten sind unhöflich: der Sprecher erspart sich das Tippen, verlangt aber von den Hörern, dass sie sich Zeit nehmen. Besonders schlimm, wenn er selber noch nicht weiss, was er genau sagen will. „Hoi zäme, ähm, ha welle ähm“
    • The Count 16.12.2019 05:25
      Highlight Highlight Unhöflich? Vielleicht wenn der Empfänger keine Sprachnachrichten mag und ich das weiss, ja. Warum immer diese Verallgemeinerungen? Leute wie du sind unhöflich weil sie anderen Leuten etwas unterstellen. Etwas mehr Toleranz täte auch dir gut.
    • Hans_Olo 16.12.2019 11:15
      Highlight Highlight Sprachnachrichten sind definitiv unhöflich. Ich darf mir dann 5 mal den ganzen Mist anhören um die wichtigsten paar Sekunden rauszufiltern die ich wirklich brauche. das lustige ist ja, das ich mir wären dem 5x anhören wieder SCHRIFTLICHE Notizen machen darf damit ich nichts wichtiges vergesse.
    • The Count 16.12.2019 11:40
      Highlight Highlight Dann hast du aber ein schlechtes Kurzzeitgedächtnis Hans Olo.
  • Eisenhorn 15.12.2019 10:35
    Highlight Highlight Sprachsteuerung killt Multitasking . Googlen mag noch gehen aber ein Mobile kann mehrere Sachen gleichtzeitig machen. Podcast schauen UND eine Nachricht schreiben. Und quasi während man hört sprechen und Zuhören halte ich für eher schwer. Ich weiss nicht wieso man alles verdummt aber "Googlen" ist doch nur ein kleiner Teil von den täglichenn Interaktionen mit dem Smartphone, wenn ich den höchsten Wolkenkratzer google, muss ich warten bis Alexa den Spass ausgeprochen hat, währhend ich mit dem Bildschirm schon lange auf der Wikipedia Page bin und Zusatz Info's geholt hab. Lesen ist schneller.
    • Sarkasmusdetektor 16.12.2019 09:51
      Highlight Highlight Multitasking ist ein Mythos. Auch beim Schreiben hörst du nicht zu, du denkst bloss, du würdest.
  • locheha1 15.12.2019 10:27
    Highlight Highlight Google, Amazon und Co. danken euch, dass sie in eurem zu Hause alles abhören dürfen - selbstverständlich auch das, was ihr nicht sprachlich teilen möchtet.
  • Ra_Do 15.12.2019 10:24
    Highlight Highlight für denn gebrauch einer einzelperson würde ich das als sinnvoll bezeichenen. wo mehrere personen beteiligt sind, hat es eher negative auswirkungen. bs: wenn viele durcheinander reden/schreiben, trägt das geschribene mehr bedeutung als das gesprochene.
  • Maya Eldorado 15.12.2019 10:09
    Highlight Highlight Vergesst all die Schwerhörigen und Gehörlosen nicht. Sie sind noch mehr von der Gesellschaft ausgeschlossen als bisher.
    • The Count 15.12.2019 17:00
      Highlight Highlight Ehm, nein!?
  • Kaspar Floigen 15.12.2019 10:01
    Highlight Highlight Ich muss zugeben, dass die Weiterentwicklung von Speech-to-Text mein Leben sehr vereinfacht hat. WhatsApp-Nachrichten zu sprechen ist schneller, da aber der Empfänger nur Text sieht, ist es auch für ihn nicht umständlich. Und für kurze Notizen nach einer Sitzung ist es perfekt ein paar Sätze zu sagen, die dann aber in suchbaren Text abgespeichert werden. Die Nutzung setzt natürlich voraus, dass man gutes Hochdeutsch kann.
    • The Count 15.12.2019 16:59
      Highlight Highlight Die Blitzer sind demnach in der Kategorie "Kamikazehochdeutsch" angesiedelt. 😂
  • Freddie Quecksilber 15.12.2019 09:58
    Highlight Highlight In der Westschweiz ist das aich beloebter weil die nicht so eine grosse Sprachhürde haben wie wir mit dem Schweozerdeutsch. Ich kenne jetzt nur Swisscom TV was auch schweizerdeutdch versteht dort brauch ich es auch manchmal sonst aucht nicht.
  • The Snitcher 15.12.2019 09:57
    Highlight Highlight Bitte das nächste Mal den Tag "Gesponserter Beitrag" nicht vergessen. Danke
  • The Count 15.12.2019 09:57
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Gaskaidjabeaivváš 15.12.2019 09:45
    Highlight Highlight Also auf die Schrift zu verzichten wäre mein Untergang. Ich bin da ganz schrecklich: Wenn ich was nur höre kann ich mir Sachen ganz schlecht merken, wenn ich was allerdings lese, bleibt es mir meistens im Kopf.
    Ich muss mir alles wichtige aufschreiben und hab sogar bei Filmen meist die Untertitel an, da ich mir das Gesagte so deutlich besser merken kann...
    Und zur Sprachsteuerung: Zuhause kann ein OK Google oder Hey Siri mal ganz praktisch sein. Aber unterwegs, wo viele Leute sind? Nicht wirklich.
  • Gawayn 15.12.2019 09:33
    Highlight Highlight Dann wundern sich welche bei der nächsten PISA Studie das die Schweizer Kinder immer grottiger schreiben.

    Schon klar..

    Ich finde die Entwicklung nicht gut.
    Das lernen ab zu trainieren, weil man jeder Zeit sich Informationen holen kann.

    Ich hab schon Kinder beim Memory auf die Karten tippen, statt umdrehen sehen.
    Ein Kind im Zoo Aquarium, Daumen und Zeigefinger spreizen am Glas, bis die Eltern es weg gezogen haben.

    Oder Eltern ihre Kinder ignorieren, weil sie dauernd ins Handy gucken.

    Findet irgendwer diese Entwicklung gut?!

  • mrmikech 15.12.2019 09:29
    Highlight Highlight Wie wäre es mit weniger kommunizieren? Müssen wir wirklich jede gedanke teilen, müssen wir alles was wir tun die welt vermitteln?

    Meine prognose: wir werden das "social" sein satt und hören auf mit facebook, insta, whatsapp & co.

    Einfach weil es huremühsam ist.

    • Burdleferin 15.12.2019 12:11
      Highlight Highlight Weniger kommunizieren ist kein guter Ratschlag.
      Vielleicht differenzierter oder bewusster.
  • Fip 15.12.2019 09:22
    Highlight Highlight Wer von euch hat sich den Artikel vorlesen lassen?
    Und den Kommentar diktiert?
  • R_W 15.12.2019 09:22
    Highlight Highlight Es mag ja für den Sender schneller gehen. Aber als Empfänger kann ich Sprachnachrichten nicht ausstehen.
    Geschriebene Nachrichten kann ich in wenigen Sekunden lesen, kann einzelne Stellen bei Bedarf gezielt wieder lesen ohne den gesamten Text anhören zu müssen, muss keine Kopfhörer verwenden oder den Inhalt mit der Umgebung teilen, muss mir keine Notizen machen, wenn z.B. Einkaufslisten, Terminvorschläge oder andere Daten übermittelt werden, der Sender überlegt sich in der Regel was er schreiben will und plaudert nicht einfach drauflos inkl. "äh" und anderen Unterbrechungen und Umwegen.
  • Tepesch 15.12.2019 09:15
    Highlight Highlight Sprechen ist schneller als schreiben, aber lesen ist schneller als hören.
    • nick11 15.12.2019 10:11
      Highlight Highlight Grnau, deswegen finde ich Sprachnachrichten egoistisch. Das spricht einer minutenlang irgendwas, was man geschieben in Sekunden gelesen hätte.
      Unf sprechen ist nicht zwangsweise schneller als schreiben, am PC schreibe einige schneller 😉
    • Bruuslii 15.12.2019 10:27
      Highlight Highlight funfact: ich hab mal von jemandem einen dokubeitrag gesehen, der legasteniker ist (oder so ähnlich) und nur sehr schlecht/langsam lesen kann.

      der lässt sich die texte vom smartphone gescannt/podcast/hörbuch mit doppelter geschwindigkeit (oder wars gar noch mehr) vorlesen.
    • dmark 15.12.2019 12:17
      Highlight Highlight "...aber lesen ist schneller als hören."
      Ja, wenn man es kann. In ein paar Jahren werden die Kids - wie Pisa ja gerade bewiesen hat - kaum noch schreiben und wohl auch kaum noch lesen können.
  • SwissWitchBitch 15.12.2019 09:06
    Highlight Highlight Generelle Audiosteuerung in der Öffentlichkeit wird schon allein deswegen nicht sehr schnell kommen, weil alle die gleichen drei Dinge benutzen. Man stelle sich ein volles öV-Fahrzeug vor in dem 80% der Telefone per Sprachsteuerung ansprechbar sind und einer sagt laut: "Ok Google/Siri/Wasauchimmer suche nach Schwulenporno". Sprachnachrichten find ich gut, ich hätte gerne die Stimme meiner
    verstorbenen Mutter irgendwo aufgezeichnet...
    • The Count 15.12.2019 19:19
      Highlight Highlight Und die des Vaters?
  • fant 15.12.2019 09:01
    Highlight Highlight Ich möchte nicht auf die Schrift verzichten: Nur Aufgeschriebenes kann ich so schnell/so langsam lesen wie ich will, kann sogar überfliegen (also weniger interessantes schnell überspringen), kann dabei Musik hören oder kann es ohne andere zu stören konsumieren...

    Wer mir aus Distanz etwas mitteilen will, soll sich bitte schreiben. Einfach ins Telefon plappern und ich muss dann Kopfhörer/einen ruhigen Ort suchen um es abzuhören, mühsam die Hintergrundgeräusche rausfiltern und muss mir wichtiges doch noch selber aufschreiben?

    Nein Danke!

    Das mache ich im Gespräch gerne - aber nicht offline!
    • Swen Goldpreis 15.12.2019 12:31
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Lesen ist sehr viel effizienter als Hören.
  • Der Rückbauer 15.12.2019 08:47
    Highlight Highlight Das werden Erinnerungen an die Zukunft: Rückfall ins frühe Mittelalter. Oder noch früher, in die babylonische Sprachverwirrung. Er wird kommen, der digitale Analphabethismus; er hat ja schon begonnen. Mit allen "sozialen Verwerfungen." Auch der letzte Affe kann sich dann mit "uauaua" artikulieren. Und das ist eben nicht gut so. Wissen und Bildung sind nicht das Gleiche. Aber machen wir das einmal einem Affen klar.
  • Evan 15.12.2019 08:40
    Highlight Highlight Die Dystopie aus 1984 wird uns nicht auferzwungen, wir holen sie uns freiwillig ins Wohnzimmer.
  • lagaffe 15.12.2019 07:58
    Highlight Highlight Wenn dann auch noch die hinterletzte Interaktion und Funktion über irgendwelche Gadgets gesteuert und verbreitet wird, bricht - aus welchem Grund auch immer - das Kummunikationsnetz zusammen…!
    Harharhar...
  • virus.exe 15.12.2019 07:50
    Highlight Highlight Solange Alexa, Siri & Co kein Schweizerdeutsch verstehen, keine Chance. Jedoch könnte dies die Chance sein, manchen den Ghettoslang auszutreiben. Was man da zum Teil hören muss...mit den Kolleginnen und Kollegen voll das Gossendeutsch und später beim Anruf von Mutti astreines Schweizerdeutsch.
    • Team Insomnia 15.12.2019 09:03
      Highlight Highlight „Gossendeutsch“, herrlich😂👍.

      (Aber ich glaube heute wird das „Shputim-Slääng“ geannt, bin nicht sicher.)
    • Miracoolix 15.12.2019 14:42
      Highlight Highlight Und wo ist genau das Problem? Sie schreiben, dass diese Leute sich der Situation abgepasst ausdrücken, unter Kollegen wird Slang gesprochen, mit den Eltern, dem Chef oder auch nur mit einem Fremden wird dann ganz korrektes, anständiges Schweizerdeutsch oder auch Hochdeutsch gesprochen, das finde ich ganz normal, mache ich und mein Umfeld schon immer so, bin 39ig...
  • Skeptischer Optimist 15.12.2019 07:41
    Highlight Highlight Der Artikel liest sich wie ein Amazon Press Release.
  • wolge 15.12.2019 07:38
    Highlight Highlight Und nun stellen wir uns doch mal vor wie dies im Zug, Tram, Bus, Flugzeug, an der Bahnhofstrasse und im Büro sein wird, wenn niemand tippt dafür aber alle Sprechen...
    • Spargel 15.12.2019 08:41
      Highlight Highlight Aber niemand miteinander, also im Zug....
    • bebby 15.12.2019 09:25
      Highlight Highlight das ist in China bereits gang und gäbe- in wechat wird mehr gesprochen als geschrieben
      am effizientesten erscheint mir das Transkribieren von Wort in Text, da lesen immer noch schneller geht als hören und aufsprechen schneller als schreiben.
    • LarsBoom 15.12.2019 10:01
      Highlight Highlight Rhabarber Rhabarber Rhabarber
    Weitere Antworten anzeigen
  • malu 64 15.12.2019 07:29
    Highlight Highlight Zuerst lernt ein Kind Gugl zu sagen und später Mami und Papi!
    • Regeschirm 15.12.2019 09:30
      Highlight Highlight Ok Boomer.
    • Bruuslii 15.12.2019 10:33
      Highlight Highlight ok millenial, weisst du eigentlich, was ein boomer ist, oder bedienst du dich blind am internet, was gerade trendy ist?
      darfst gerne google/siri/alexa und co fragen 😉
    • malu 64 15.12.2019 10:41
      Highlight Highlight Ich würde mich eher als Bomber bezeichnen.
  • HerrCoolS. 15.12.2019 06:54
    Highlight Highlight Vielleicht geht es nur mir so, aber ich komme mir sau dämlich vor in ein Gerät zu sprechen... die Menschen entwickeln sich zurück zu Hieroglyphen (Emojis) und Lauten. Das geschriebene Wort ist eines der wichtigsten Errungenschaften der Menschheit, hoffen wir mal dass die nächsten vier, fünf Generationen noch Ihren Namen schreiben kann
    • lilas 15.12.2019 08:37
      Highlight Highlight Mir geht es genauso, ausserdem rede ich lieber Dialekt.
      Sprachnachrichten gehen mir auf die Nerven und in den Öffentlichen ist es zeitweise nervig, ungewollt mitzubekommen was es bei Meiers zum z Nacht gibt, dass sich die Frau hinter mir für 22h vera bredet und irgendjemand erzählt irgendjemandem wo er grad ist und dass er in 4 min da ist.
      Wenn ich im Tram sitze und inklusive mir praktisch alle auf dem smartphone spielen/schreiben, hoffe ich wirklich, dass dies nicht alle durch Sprache ersetzen.

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