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So will der Ständerat Temu, Shein und Co. in die Pflicht nehmen

Temu company logo displayed in France - 07 Feb 2025 In this photo illustration, Chinese website for online commerce Temu is seen displayed on a smart phone screen. France Copyright: xRomainxDoucelinx/ ...
Die hiesigen Gesetze sollen auch bei grossen ausländischen Online-Händlern durchgesetzt werden.Bild: imago-images.de

So will der Ständerat Temu, Shein und Co. in die Pflicht nehmen

Die von Techkonzernen betriebenen Verkaufsplattformen sollen verpflichtet werden, den hierzulande vorgeschriebenen Konsumentenschutz zu beachten und transparenter zu agieren.
03.03.2026, 12:0303.03.2026, 12:03

Ausländische Online-Händler wie Temu oder Shein sollen nach dem Willen des Ständerats ihre Waren klarer kennzeichnen müssen. Für Käuferinnen und Käufer soll es ersichtlich sein, wenn ein Produkt in der Schweiz selbst nicht verkauft werden dürfte.

Mit 41 zu 0 Stimmen ohne Enthaltungen nahm die kleine Kammer des eidgenössischen Parlaments am Dienstag eine Motion des St.Galler Ständerats Benedikt Würth an. Der Vorstoss geht nun an den Nationalrat.

Wo ist das Problem?

Produkte-Tests zeigten immer wieder, dass über die Handelsplattformen Produkte in die Schweiz gelangten, die den Schweizer Vorschriften zu Produktsicherheit, Umwelt- und Markenschutz nicht entsprächen, argumentiert Mitte-Ständerat Würth. Für Konsumentinnen und Konsumenten sei dies aber oft nicht zu erkennen.

Bei Nichteinhaltung der Transparenzregeln brauche es Bussen und im Extremfall auch die Sperrung von Websites, erklärte Würth im Parlament.

Argumentation der Landesregierung läuft ins Leere

Der Bundesrat wandte ohne Erfolg ein, ausländische Onlineshops müssten schon heute Schweizer Standards erfüllen, wenn sie Produkte hierzulande anböten. Eine Kennzeichnungspflicht laufe diesem Grundsatz zuwider. Einige Behörden veröffentlichten zudem schon heute Listen von Produkten, die in der Schweiz verboten seien. Das eigentliche Problem sei die konkrete Durchsetzung der Schweizer Regelungen.

Zuvor hatte sich der Ständerat schon für eine weitere Motion im gleichen Themenkreis ausgesprochen. Er verlangt eine Verstärkung der Kontrollen von Kleinsendungen aus Asien.

(sda)

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