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Wirtschaft

Eigene Stromproduktion: US-Tech-Konzerne unterzeichnen Vertrag mit Trump

US-Techkonzerne sollen laut Trump ihren Strom selbst bezahlen

Der Energiebedarf von Rechenzentren wächst rasant. US-Präsident Donald Trump hat eine Vereinbarung mit Google und Co. unterzeichnet, um steigende Strompreise durch den KI-Boom zu vermeiden.
05.03.2026, 03:2805.03.2026, 11:39

Vertreter grosser US-Techkonzerne wie Google, Microsoft, Amazon Web Services (AWS) und OpenAI verpflichteten sich im Weissen Haus zu einer sogenannten «Stromkunden-Schutzvereinbarung».

FILE - A woman walks by a giant screen with a logo at an event at the Paris Google Lab on the sidelines of the AI Action Summit in Paris, on Feb. 9, 2025. (AP Photo/Thibault Camus,File)
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Google und Co. prüfen den Bau von eigenen Kraftwerken.Bild: keystone

Die Techkonzerne sagen demnach zu, den zusätzlichen Strombedarf ihrer KI-Rechenzentren selbst zu finanzieren oder eigene Kraftwerke direkt an den jeweiligen Standorten zu bauen. Auch Investitionen in Netzausbau und Infrastruktur sollen sie übernehmen.

Die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere Anwohner in der Nähe von Rechenzentren, sollen dadurch nicht für den steigenden Energiebedarf der Branche aufkommen müssen, so Trump. In manchen Regionen könnten Strompreise sogar sinken, mutmasste er.

Teil von Trumps «Bezahlbarkeit»-Agenda

Trump stellte die Initiative als Teil seiner wirtschaftspolitischen «Bezahlbarkeit»-Agenda dar, mit der er sinkende Lebenshaltungskosten für US-Bürger erreichen will – auch mit Blick auf die anstehenden Zwischenwahlen Ende des Jahres. Das Thema gilt derzeit als eines der zentralen politischen Schlagworte im US-Wahlkampf und wird besonders von Demokraten betont. Zugleich erklärte er, der Ausbau von Rechenzentren sei entscheidend, damit die USA im Wettbewerb um Künstliche Intelligenz gegenüber China führend bleiben.

Der Strombedarf von Rechenzentren – insbesondere für Anwendungen Künstlicher Intelligenz – wächst rasant. Je stärker KI in Wirtschaft und Alltag Einzug hält, desto grösser werden die benötigten Rechenkapazitäten und damit der Energieverbrauch. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur verbraucht ein mittelgrosses Rechenzentrum so viel Strom wie rund 100'000 Haushalte. Schätzungen zufolge benötigt eine einzelne ChatGPT-Anfrage sechs- bis zehnmal so viel Energie wie eine klassische Suchmaschinenanfrage. In einigen Regionen gibt es deshalb Sorgen, dass neue Datenzentren die Strompreise für Verbraucher erhöhen könnten.

Die Vereinbarung folgt auf Trumps Ankündigung in seiner Rede zur Lage der Nation, grosse Tech-Unternehmen künftig stärker für ihren Energiebedarf in die Pflicht zu nehmen.

(sda/dpa)

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