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Keine Deals mehr: Groupon stellt in der Schweiz seinen Dienst ein



FILE - This Oct. 21, 2011 file photo, shows the Groupon logo inside the online coupon company's offices, in Chicago. Websites like Groupon have become the go-to place for folks looking for that half-off deal on a manicure, a two-for-one offer for a fancy dinner or that all-inclusive trip that won’t break the bank. But increasingly, it’s also becoming the place for music fans to scoop up deep discounts on concert tickets and CDs of top-name acts. (AP Photo/Charles Rex Arbogast, File)

In Schieflage: Groupon
Bild: Charles Rex Arbogast/AP/KEYSTONE

Groupon, der US-amerikanische Anbieter für Rabatt-Coupons, hat seinen Dienst in der Schweiz eingestellt. «Wir sind nicht mehr in der Lage, Ihnen heute irgendwelche Deals anzubieten», wird der Schweizer Kunde auf der hiesigen Homepage auf Englisch informiert.

Kunden, die im Internet den Schweizer Auftritt von Groupon anklicken, landen auf einer Seite, die mitteilt, dass der Dienst in der Schweiz per Montag, 25. Januar eingestellt worden sei. Der Anruf auf die angegebenen Nummern für Kunden oder Händler führt in eine Warteschlaufe, die einen wissen lässt, dass derzeit leider alle Mitarbeiter in Kundengesprächen seien: «Ihr Anruf ist uns wichtig» und: «Haben Sie bitte noch einen Moment Geduld».

Für eine Stellungnahme zum Groupon-Dienst in der Schweiz war niemand erreichbar. Allerdings informierte der Hauptsitz in Chicago im vergangenen November, dass das Unternehmen im damals abgelaufenen Quartal 27.6 Millionen Dollar verloren hatte. Schon im Jahr zuvor war ein Verlust von über 21 Millionen Dollar vermeldet worden. Und der Umsatz war bei 713 Millionen Dollar stagniert. An der Börse war die Aktie abgestürzt.

Rasante Expansion führte zu hohen Verlusten

Und im vergangenen September hatte Groupon in den USA angekündigt, dass von den schätzungsweise rund 12'000 Mitarbeitern weltweit 1100 Stellen gestrichen würden. Zudem gab der Anbieter bekannt, sich aus sieben Ländern zurückziehen zu wollen. Gleichzeitig sollten für 2016 bis zu 200 Millionen Dollar mehr für Marketing ausgegeben werden.

Wie der Blick am Dienstag meldete, habe Groupon den Schweizer Kunden mitgeteilt, man sei nach einer Marktanalyse zu dem Schluss gekommen, dass für eine profitable Geschäftstätigkeit in der Schweiz in der näheren Zukunft keine Basis bestehe.

In den ersten Jahren war Groupon rasant gewachsen und wurde zeitweise als Börsenstar gehandelt. Doch die überhastete internationale Expansion hatte für hohe Verluste gesorgt. Restaurants, Dienstleister und andere Geschäfte können auf der Plattform Rabatt-Coupons anbieten. Ausserdem verkauft Groupon selbst Waren mit Preis-Abschlägen. (sda)

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