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Mails verschicken kostet Strom und verursacht CO₂-Emissionen.
Bild: Shutterstock

4 Gramm CO₂: Jedes Mail, das du verschickst, wärmt die Erde auf

29.11.2015, 09:2129.11.2015, 09:52

Wie gut, dass es das Internet gibt. Da ist alles virtuell, und das ist doch gleichbedeutend mit umweltfreundlich. Oder etwa nicht? Leider stimmt das nicht ganz: Das Internet braucht Strom, und zwar nicht zu knapp. 

Nur schon der weltweite Energiebedarf für elektronische Post ist enorm. 2014 wurden gemäss einer Studie der Radicati Group beinahe 200 Milliarden E-Mails verschickt. Pro Tag. Andere Quellen sprechen sogar von 500 Milliarden Mails pro Tag. Kein Wunder, dass der Energiebedarf für das Versenden von Mails letztes Jahr weltweit so hoch war wie der jährliche Stromverbrauch der Schweiz

Carbon Footprint
Der CO₂Fussabdruck, meist englisch «Carbon Footprint» genannt, ist ein Mass für die gesamten CO₂-Emissionen, die direkt oder indirekt bei der Herstellung eines Produkts anfallen oder durch eine Aktivität verursacht werden. Gemessen wird er in CO₂-Äquivalenten (CO₂-eq).
Der Carbon Footprint beruht auf dem Konzept des ökologischen Fussabdrucks. Dieser steht für die Fläche, die notwendig ist, um Nahrung und Kleidung für eine Person zu produzieren und die Energie bereitzustellen, die sie verbraucht. Hinzu kommt der Boden, der für die Entsorgung des Mülls und zum Binden des freigesetzten CO₂ benötigt wird. 

Auch Mails haben einen CO₂-Fussabdruck

Während wir längst wissen, dass eine Flugreise oder eine Autofahrt den CO₂-Ausstoss erhöhen und unseren CO₂-Fussabdruck vergrössern, kommt uns das kaum in den Sinn, wenn wir ein E-Mail verschicken. Dabei hat auch jedes einzelne E-Mail einen kleinen CO₂-Fussabdruck.

Hier ein paar Zahlen dazu: 

1 kleine E-Mail = 4 g CO₂-Äquivalent (CO₂-eq) 

65-mal auf «senden» klicken = mit einem durchschnittlichen Auto 1 km fahren 

1 E-Mail mit grossem Anhang = 50 g CO₂-eq

5 E-Mails mit grossem Anhang = 120 g Steinkohle verbrennen

Wenig klimafreundlich: Steinkohle.&nbsp;<br data-editable="remove">
Wenig klimafreundlich: Steinkohle. 
Bild: Shutterstock

1 Spam-Mail (ungeöffnet) =
0,3 g CO₂-eq = mit einem durchschnittlichen Auto 1 m fahren

1 Google-Suche (auf einem modernen Laptop) = 0,2 g CO₂-eq

Sogar eine kurze Google-Abfrage verursacht einen kleinen CO₂-Ausstoss.<br data-editable="remove">
Sogar eine kurze Google-Abfrage verursacht einen kleinen CO₂-Ausstoss.
Bild: Shutterstock/Denys Prykhodov

1 Google-Suche (auf einem alten Desktop-Computer) = 4,5 g CO₂-eq

1 SMS = 0,014 g CO₂-eq

Stromfresser Internet

Die stromfressende Infrastruktur des Internets besteht aus Daten- und Rechenzentren mit ihren Servern und Kühlaggregaten, aus Mobilfunkstationen und Internet-Routern – und aus den Millionen einzelnen Endgeräten der User: Smartphones, PCs, Laptops, Tablets, Spielkonsolen und so weiter. 2012 machte all dies zusammen mit gut 900 Terawattstunden (TWh) rund 4 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs aus. Der Anteil steigt auf gut 5 Prozent, wenn man noch den Strombedarf für die Produktion der Hardware mitberechnet. 

Obwohl die Digitalisierung unseres Lebens fortschreitet und die Zahl der Geräte laufend zunimmt, muss der Energieverbrauch nicht unbedingt im gleichen Mass ansteigen. In der Schweiz zum Beispiel ging der Stromverbrauch für alle Computer von 500 GWh im Jahr 2008 auf 361 GWh im Jahr 2013 zurück – und dies, obwohl die Anzahl der Geräte im gleichen Zeitraum um ein gutes Drittel zunahm. (dhr)

Der ökologische Fussabdruck von E-Mails (engl.).
YouTube/AFP news agency
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