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E-Mail Symbolbild

Mails verschicken kostet Strom und verursacht CO₂-Emissionen.
Bild: Shutterstock

4 Gramm CO₂: Jedes Mail, das du verschickst, wärmt die Erde auf



Wie gut, dass es das Internet gibt. Da ist alles virtuell, und das ist doch gleichbedeutend mit umweltfreundlich. Oder etwa nicht? Leider stimmt das nicht ganz: Das Internet braucht Strom, und zwar nicht zu knapp. 

Nur schon der weltweite Energiebedarf für elektronische Post ist enorm. 2014 wurden gemäss einer Studie der Radicati Group beinahe 200 Milliarden E-Mails verschickt. Pro Tag. Andere Quellen sprechen sogar von 500 Milliarden Mails pro Tag. Kein Wunder, dass der Energiebedarf für das Versenden von Mails letztes Jahr weltweit so hoch war wie der jährliche Stromverbrauch der Schweiz

Carbon Footprint

Der CO₂Fussabdruck, meist englisch «Carbon Footprint» genannt, ist ein Mass für die gesamten CO₂-Emissionen, die direkt oder indirekt bei der Herstellung eines Produkts anfallen oder durch eine Aktivität verursacht werden. Gemessen wird er in CO₂-Äquivalenten (CO₂-eq).
Der Carbon Footprint beruht auf dem Konzept des ökologischen Fussabdrucks. Dieser steht für die Fläche, die notwendig ist, um Nahrung und Kleidung für eine Person zu produzieren und die Energie bereitzustellen, die sie verbraucht. Hinzu kommt der Boden, der für die Entsorgung des Mülls und zum Binden des freigesetzten CO₂ benötigt wird. 

Auch Mails haben einen CO₂-Fussabdruck

Während wir längst wissen, dass eine Flugreise oder eine Autofahrt den CO₂-Ausstoss erhöhen und unseren CO₂-Fussabdruck vergrössern, kommt uns das kaum in den Sinn, wenn wir ein E-Mail verschicken. Dabei hat auch jedes einzelne E-Mail einen kleinen CO₂-Fussabdruck.

Hier ein paar Zahlen dazu: 

1 kleine E-Mail = 4 g CO₂-Äquivalent (CO₂-eq) 

65-mal auf «senden» klicken = mit einem durchschnittlichen Auto 1 km fahren 

1 E-Mail mit grossem Anhang = 50 g CO₂-eq

5 E-Mails mit grossem Anhang = 120 g Steinkohle verbrennen

Steinkohle

Wenig klimafreundlich: Steinkohle. 
Bild: Shutterstock

1 Spam-Mail (ungeöffnet) =
0,3 g CO₂-eq = mit einem durchschnittlichen Auto 1 m fahren

1 Google-Suche (auf einem modernen Laptop) = 0,2 g CO₂-eq

Google Laptop

Sogar eine kurze Google-Abfrage verursacht einen kleinen CO₂-Ausstoss.
Bild: Shutterstock/Denys Prykhodov

1 Google-Suche (auf einem alten Desktop-Computer) = 4,5 g CO₂-eq

1 SMS = 0,014 g CO₂-eq

Stromfresser Internet

Die stromfressende Infrastruktur des Internets besteht aus Daten- und Rechenzentren mit ihren Servern und Kühlaggregaten, aus Mobilfunkstationen und Internet-Routern – und aus den Millionen einzelnen Endgeräten der User: Smartphones, PCs, Laptops, Tablets, Spielkonsolen und so weiter. 2012 machte all dies zusammen mit gut 900 Terawattstunden (TWh) rund 4 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs aus. Der Anteil steigt auf gut 5 Prozent, wenn man noch den Strombedarf für die Produktion der Hardware mitberechnet. 

Obwohl die Digitalisierung unseres Lebens fortschreitet und die Zahl der Geräte laufend zunimmt, muss der Energieverbrauch nicht unbedingt im gleichen Mass ansteigen. In der Schweiz zum Beispiel ging der Stromverbrauch für alle Computer von 500 GWh im Jahr 2008 auf 361 GWh im Jahr 2013 zurück – und dies, obwohl die Anzahl der Geräte im gleichen Zeitraum um ein gutes Drittel zunahm. (dhr)

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Der ökologische Fussabdruck von E-Mails (engl.).
YouTube/AFP news agency

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24Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dracului 30.11.2015 06:37
    Highlight Highlight Passiert das nicht nur, wenn man zu viele Leute auf CC (CARBON Copy) nimmt?
    Nieder mit dem CC (und BCC)!
  • Alnothur 29.11.2015 19:12
    Highlight Highlight Würde gerne mal wissen, mit welchen Faktoren der "CO2-Abdruck" einer E-Mail berechnet wurde.
    • Kronrod 30.11.2015 09:56
      Highlight Highlight Die Milchmädchenrechnung geht so: gesamten Stromverbrauch des Internets geteilt durch Anzahl versendete Emails. Dann weiter annehmen, dass der Strom schmutzig (zB mit Kohle) erzeugt wurde, und schon kommt man auf eine reisserische Schlagzeile!

      In Tat und Wahrheit ist wohl der CO2-Ausstoss des Menschen beim Schreiben des Emails wesentlich höher als der des Computers. Also: weniger atmen, Leute! Für die Umwelt!
  • G-4 29.11.2015 13:30
    Highlight Highlight Jeder weiss das ein E-Mail CO² verursacht (sollte wissen?). Aber wahrscheinlich ist es immer noch besser als das gute alte Briefpapier welches am Ende noch aus der Lunge der Erde, dem Amazonas und anderen Regenwälder kommt.

    -> Wer kommt als erstes und weist mich daraufhin das es auch Recyclingpapier gibt?!

    Aber das wird doch nicht von einem hochglanz Konzern verwendet😂.....Schade
    • 7immi 29.11.2015 14:04
      Highlight Highlight das silizium, kupfer und die seltenerdmetalle, die wir für rechner, server und tablets brauchen sind natürlich viiiiiel umweltfreundlicher zum herstellen... und wachsen auch sehr schnell nach...
  • Franz Vincent 29.11.2015 12:32
    Highlight Highlight Ein Stück Rindfleisch produziert ca. 15 Kilogramm CO2!
    • Franz Vincent 29.11.2015 15:29
      Highlight Highlight Die Liste ist ewig verlängerbar... nur zu.
  • lilas 29.11.2015 12:05
    Highlight Highlight Wieviel CO2 stösst man aus wenn man miteinander spricht? Bestimmt vielzuviel.Es bleibt uns also nichts anderes mehr übrig als sämtliche Formen der Kommunikation einzustellen. Überhaupt sollten wir uns alle eine Höhle zu suchen..
  • koks 29.11.2015 11:22
    Highlight Highlight interessant, dass man gleich den bürger mit seinen emails als schuldigen ausmacht. oder den kommentarschreiber.
    recherchiert doch mal bei den aktienhändlern, wieviel strom die brauchen für ihre spekulationen am aktienmarkt. oder weshalb können heute flüge nur noch online gebucht und bezahlt werden? ich finde diese einseitig-naive berichterstattung in vielen medien - der schlechte kunde oder bürger - unterdessen nicht mehr nur peinlich, sondern gefährlich: seid ihr journis unterdessen doch die strammsten und unkritischsten lobbyisten für unsere neoliberale wirtschaftsordnung.
  • Menel 29.11.2015 10:56
    Highlight Highlight Wie viel CO2 produziert ein klassisch verschickter Brief, ein Fax (gibts das eigentlich noch) oder ein Telefonanruf ? Wäre als Vergleich noch spannend.
  • C3DR1C42 29.11.2015 10:38
    Highlight Highlight Man sollte aufhören zu atmen!
    • Maya Eldorado 29.11.2015 12:11
      Highlight Highlight Wie recht sie haben! So wären alle Probleme endgültig gelöst!
  • Skianto 29.11.2015 10:12
    Highlight Highlight Propaganda. Singt ruhig weiter das CO2-Lied.
    Die heilige Kuh der Wissenschaft: Der Klimawandel. Er darf nicht hinterfragt werden, weil sich angeblich 95% aller Wissenschaftler im Konsens befinden.
    So wie sich 95% der Historiker einig sind, dass der 9/11 commission report auch die letzten offenen Fragen zu den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 geklärt hat?
    Genaueres Hinschauen ist aber gerade dann wichtig, wenn sich Wissenschaft, Politik und Wirtschaft verzahnen... http://www.statusquo-news.de/nasa-studie-stellt-wissenschaftler-vor-raetsel-eis-der-antarktis-schmilzt-nicht-es-waechst/
    • Saftladen 29.11.2015 10:42
      Highlight Highlight Ich bin ja sonst nicht ein absoluter Gegner von Verschwörungstheorien und hinterfrage Vieles kritisch, was der Öffentlichkeit so "präsentiert" wird. Aber DAS ist ausgemachter Bullshit. Klimawandel ist ein reales Problem, welches uns alle betrifft. Es ist kein Hirngespinst einer fragwürdigen Gruppierung, sondern ein wissenschaftlich beweisbarer Fakt. Ein Quäntchen Misstrauen ist sicherlich nirgends fehl am Platz. Aber bitte spiele nicht eines unserer grössten aktuellen Probleme mit dem verbreiten von Unwahrheiten herunter. Danke :)
    • censored 29.11.2015 10:48
      Highlight Highlight Ist Leuten wie Ihnen langweilig oder wie kommt man immer auf solche Theorien? Werden Sie doch Klimawissenschaftler wenn Sie es besser wissen als die anderen 99%.
      Man müsste in die Aluhutproduktion einsteigen.
    • R&B 29.11.2015 10:59
      Highlight Highlight Aluhüte sind auch CO2-Fresser...
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