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epa04435115 Entrance of the Hospital in Alcorcon, near Madrid, Spain, 06 October 2014. A nurse who treated Spanish doctor Manuel Garcia Viejo for ebola last week has been admitted to the hospital on 06 October 2014 suspected of being the first person to contract the virus outside of Africa.  EPA/Victor Lerena

Erste Ansteckung in Europa: Hier wurde eine spanische Krankenschwester und Mutter angesteckt. Bild: EPA/EFE

Erste Ansteckung in Europa

44-jährige Krankenschwester in Madrider Klinik mit Ebola-Virus infiziert



Erstmals während der aktuellen Ebola-Epidemie hat sich ein Mensch innerhalb Europas mit dem gefährlichen Virus infiziert. Wie spanische Medien unter Berufung auf Gesundheitsbehörden am Montagabend berichteten, steckte sich eine Krankenschwester an, die einen Ebola-Patienten in einem Madrider Spital gepflegt hatte.

Zwei Bluttests fielen positiv aus, wie die Nachrichtenagentur EFE meldete. Die Tageszeitung El País berichtete, Gesundheitsministerin Ana Mato habe eine Krisensitzung einberufen. Bei der Krankenschwester handle um eine 44-jährige verheiratete Frau, die zwei Kinder habe.

Spanish Minister of Health, Social Services and Equality Ana Mato speaks during a press conference at the ministry of health in Madrid on October 6, 2014 on what is believed to be the first case of Ebola contracted outside of the African continent since the latest outbreak of the virus hit West Africa this year. An assistant nurse who treated two Ebola patients at Carlos III hospital is infected with the virus herself, health officials said on October 6, 2014. AFP PHOTO / DANI POZO

Gesundheitsministerin Ana Mato hat eine Krisensitzung einberufen. Bild: AFP

Die Frau hatte den spanischen Geistlichen Manuel García Viejo gepflegt, der sich in Sierra Leona mit Ebola infiziert hatte und mit einem Flugzeug der spanischen Luftwaffe ausgeflogen worden war. Der 69-Jährige starb am 25. September in Madrid.

Die Organisation Ärzte ohne Grenzen teilte am Montag mit, dass sich eine norwegische Mitarbeiterin in Sierra Leone mit dem Ebola-Virus angesteckt hat. Die Frau sollte zur Behandlung in das Osloer Universitätsklinikum geflogen werden.

REFILE - CORRECTING DISCLAIMER
Health workers load Spanish Ebola patient, Catholic priest Manuel Garcia Viejo, into an ambulance on the tarmac of Torrejon airbase after he was repatriated from Sierra Leone for treatment in Spain September 22, 2014. A Spanish nurse, who treated Garcia Viejo, has tested positive for the disease, becoming the first to contract it outside West Africa, a source within the health authorities said on Monday. The source said the nurse had tested positive for Ebola in initial tests and officials were awaiting final results. Garcia Viejo died days later, the second Spanish priest to die after being repatriated from Africa with the disease. Picture taken September 22, 2014. REUTERS/Ministry of Defence/Handout via Reuters  (SPAIN - Tags: HEALTH SOCIETY RELIGION) 

ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. NO SALES. NO ARCHIVES. THIS PICTURE WAS PROCESSED BY REUTERS TO ENHANCE QUALITY. AN UNPROCESSED VERSION WAS PROVIDED SEPARATELY

Der spanische Geistliche Manuel García Viejo wurde am 22. September ins Spital gebracht. Wenige Tage später starb er. Bild: HANDOUT/REUTERS

Als nunmehr fünfter Amerikaner, der sich in Westafrika mit Ebola infizierte und in die Heimat gebracht wurde, traf am Montag ein Kameramann des Senders NBC in Omaha (US-Staat Nebraska) ein. Der 33-Jährige wird in der Isolierstation des Nebraska Medical Center behandelt. Der Freiberufler war NBC zufolge für Dreharbeiten in der liberischen Hauptstadt Monrovia engagiert worden.

Marburg-Fieber in Uganda

Eine weitere schlimme Nachricht kam aus Afrika: In Uganda ist das eng mit Ebola verwandte Marburg-Fieber ausgebrochen. Ein Klinikmitarbeiter in dem ostafrikanischen Land erlag dem Virus, mehrere haben sich möglicherweise infiziert.

Insgesamt stünden 80 Menschen in Quarantäne unter Beobachtung, sagte die Direktorin des staatlichen Gesundheitsdienstes, Jane Aceng, der Nachrichtenagentur DPA in Kampala. Präsident Yoweri Museveni rief die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren.

Bisherige Ausbrüche in Uganda konnten relativ rasch eingedämmt werden. Bei dem Marburg-Opfer handelte es sich um ein 30-jährigen Röntgenassistenten eines christlichen Missionskrankenhauses in der Hauptstadt Kampala. Er sei am 28. September gestorben, so die Behörden. Infektionen mit dem Virus sind zwar selten, verlaufen aber nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sehr oft tödlich. Das Virus verursacht starke Blutungen.

In den drei am härtesten von Ebola betroffenen Ländern Liberia, Guinea und Sierra Leone fallen trotz verbesserter Hilfsmassnahmen immer noch täglich Menschen Ebola zum Opfer. Insgesamt sind bei der WHO inzwischen mehr als 3400 Tote in den drei Ländern erfasst, mit über 2000 die weitaus meisten davon in Liberia. (sda/dpa)

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