FIFA
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FILE - In this Saturday, Feb 22, 2014 file photo UEFA President Michel Platini  speaks during a press conference, one day prior to the UEFA EURO 2016 qualifying draw at the Acropolis Convention Centre in Nice, southeastern France. Seeking to bolster national team football amid the rampant success of club competitions, UEFA’s 54 member countries voted Thursday to create the Nations League. UEFA boosted the new event by guaranteeing it would feed into qualifying for the 2020 European Championship. It could later be incorporated into European qualifying for the 2022 World Cup. “This is a very important decision for the future of football at the level of national teams,” UEFA President Michel Platini said Thursday after the unanimous vote at European football’s annual congress.. (AP Photo/Lionel Cironneau, File)

Bild: Lionel Cironneau/AP/KEYSTONE

FIFA untersucht Vorwürfe

Auch UEFA-Chef Platini im Korruptionssumpf – er traf sich mit Bin Hammam kurz vor der WM-Vergabe

Es tönt wie aus einem Krimi: Kurz bevor Qatar zum neuen WM-Austragungsort gewählt wurde, traf sich der UEFA-Boss Michel Platini mit dem korrupten FIFA-Funktionär Mohamed Bin Hammam – in einem Schweizer Hotel.



Wie aus einem Bericht des Telegraph hervorgeht, trafen sich die beiden mächtigen Fussball-Herren zum Frühstück. Brisant: Bin Hammams Stimme für Qatar als Austragungsort der Fussballweltmeisterschaft 2022 soll gekauft worden sein, zudem habe er über eine Firma den damaligen FIFA-Vize Jack Warner geschmiert.

epa04236434 (FILE) A file picture dated 08 May 2009 shows FIFA President Joseph S. Blatter (R) with Asian Football Conference (AFC) President Mohamad bin Hammam (L) during the 23rd AFC Congress in Kuala Lumpur, Malaysia. The British Sunday Times 01 June 2014 claims it has secret documents that prove that the former Qatari football leader Mohamed bin Hammam paid 5 million dollars (3.7 million euros) to officials to secure support for Qatar's World Cup bid. The report said the Qatari official began lining up votes and making direct payments to functionaries a year before the World Cup vote by the FIFA executive body. The emirate has denied all allegations and maintains that Bin Hammam played no part in the bidding campaign. The Sunday Times says it also has proof that Bin Hammam paid 305,000 euros to former executive member Reynald Temarii from Tahiti for attorney's fees. A FIFA commission headed by former U.S. attorney Michael Garcia is currently investigating the accusations in connection with the awarding of the 2022 World Cup. The final report should be presented by the end of the year.  EPA/AHMAD YUSNI *** Local Caption *** 00000402548024

Bin Hammam zusammen mit Präsident Blatter. Bild: AHMAD YUSNI/EPA/KEYSTONE

Platini soll von Bin Hamman gebeten worden sein, sich gegen FIFA-Chef Blatter zu stellen und gegen diesen als Präsident des Fussballverbands zu kandidieren. Platini lehnte dies ebenso ab wie ein Treffen mit Putin, als es um die russische Bewerbung für die WM 2018 ging.

Platini wies in einem offenen Brief alle Vorwürfe scharf zurück. Der Franzose beklagte «unbegründete Gerüchte», die auf sein Image abzielten. «Ich finde es erstaunlich, dass Gespräche mit einem anderen Mitglied aus dem FIFA-Exekutivkomitee zu einer Staatsangelegenheit gemacht werden», schrieb Platini an den Chefredakteur des «Telegraph». 

FIFA untersucht sich selber

Inwieweit Platini in die Korruptionsaffäre um die WM in Qatar verwickelt war, ist bisher unklar. Fakt ist: Platini traf den Sohn des Emirs von Qatar zusammen mit dem damaligen französischen Premier Sarkozy. Er selber sei vom Treffen «überrascht» gewesen. Wenig später, nach dem Zuschlag für Qatar, kaufte eine staatliche Firma von Qatar den Fussballclub Paris St. German, welches Sarkozys Lieblingsteam ist. Zudem bekam Platinis Sohn Laurent eine wichtige Arbeitsstelle in einer Sportfirma aus Qatar.

Die Vorfälle rund um die WM-Vergabe an Qatar und Russland werden seit einiger Zeit intern untersucht, der Bericht soll nächsten Monat vorliegen. Bisher weist Qatar alle Vorwürfe zurück: Bin Hammam soll nicht beteiligt gewesen sein, auch selber habe man nichts falsch gemacht.

Die UEFA nahm keine Stellung zu den potenziellen Verstrickungen von Präsident Michel Platini. (jas)

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