Film
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Pilgerstätte für Todesser

«Liebe Idioten, Ihr kennt doch den Unterschied zwischen Fiktion und Realität, oder?» 

Ein Friedhof im schottischen Edinburgh kommt nicht zur Ruhe, seitdem Harry-Potter-Fans meinen, dort das Grab von Lord Voldemort gefunden zu haben. 



Woche für Woche pilgern hunderte Fans der Harry-Potter-Bücher (viele davon als Zauberer verkleidet) zum Grab von Thomas Riddell, einem schottischen Kleinadligen, der 1806 im Alter von 72 Jahren verstarb.

Riddell liegt in Greyfriar’s Kirkyard begraben, einem alten Friedhof in Edinburgh, das bisher vor allem für Greyfriar’s Bobby bekannt war, dem treuen Hund, der 14 Jahre lang das Grab seines Herrchen bewachte:

Potter-Fans sehen den Ort aber als heilige Stätte der Schöpfungsgeschichte der Romane von J.K. Rowling, da es die Gräber von Thomas Ridell und dem als schlechtester Dichter der Welt berüchtigten William McGonagall beherbergt. Man vermutet, dass deren Namen die Romanfiguren Tom Riddell (alias Lord Voldemort) und Professor Minerva McGonagall, Leiterin des Hauses Gryffindor, inspirierten.

Nachweislich schrieb Rowling grosse Teile ihrer Romane im Elephant House Cafe, das gegenüber Greyfriar’s Kirkyard liegt, und die Autorin gab auch schon zu Protokoll, regelmässig den Friedhof als Teil ihres Arbeitsweges durchquert zu haben.

Anfänglich freute sich Richard Lewis, städtischer Beauftragter für Kultur und Sport, über das touristische Interesse: «Wenn Thomas Ridells Grabstein mehr Besucher an diesen ohnehin populären Ort zieht, dann ist dies zu begrüssen», gab er der Edinburgh Evening News zu Protokoll.

Bild: WikiCommons

Von allen Ecken der Erde sind Botschaften vorzufinden: «RIP Tom. Danke, dass du uns allen ermöglicht hast, an Magie zu glauben. Du bist eine Inspiration», steht zum Beispiel. In jüngster Zeit hat aber die schiere Masse der Briefe, Notizen und Karten, mit denen das Grab überhäuft wird, zu schaffen gemacht.

So haben die Einheimischen begonnen, ebenfalls Briefkarten zu hinterlassen: «Liebe Idioten, Ihr kennt doch den Unterschied zwischen Fiktion und Realität, oder?», steht da etwa. 

Nun hat der Edinburgh City Council beschlossen, alle Briefe und Botschaften entfernen zu lassen, aus Respekt vor dem wahren Mr. Ridell und seiner Familie. Ebenfalls soll das «Aussehen der Grabstätte» erhalten bleiben.

Das könnte dich auch interessieren:

Neuer Kampfjet: Parlament entscheidet im Überschall-Tempo

Link zum Artikel

Wo stand die erste Manor-Filiale der Schweiz? Und wo McDonald's? Die grosse Übersicht

Link zum Artikel

Thomas Cooks Pleite und die «grösste Rückführungsaktion seit dem WWII» – 6 Antworten

Link zum Artikel

«Schwarzer Tag»: Manor schliesst Standort Zürich Bahnhofstrasse Ende Januar 2020

Link zum Artikel

Schweizer verschwindet auf LSD-Trip im Disneyland – und landet hart wieder in der Realität

Link zum Artikel

Roger Köppel sprengt die Zürcher Ständerats-«Arena» – zumindest fast

Link zum Artikel

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

«Nur no ä halbs Minipic»: Lara Stoll steckt für 127 Stunden mit dem Finger im Abfluss fest

Cyrill Oberholzer und Lara Stoll erzählen von ihrem neuen Film, der eigentlich «Die göttliche Ordnung 2» hätte heissen sollen, aber dann aus Gründen zum «Höllentor von Zürich» wurde.

«S'isch scho chli Porno, am Afang isch mir das gar nöd so bewusst gsi, dass jetzt alli mini Frässi 90 Minute lang müend aluegä», sagt Lara Stoll. Doch entgegen ihren Befürchtungen tut man das als Zuschauer ziemlich gern. Man leidet mit dieser Fresse mit.

Und auch mit allem, was um diese Fresse herum gewachsen ist. Denn im «Höllentor von Zürich» ist die gesamte Lara Stoll gefangen in einer höchst unangenehmen Situation. Allerdings birgt ihre missliche Lage ein enormes …

Artikel lesen
Link zum Artikel