Frankreich
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A TV grab taken from French TV channel France 2 on September 21, 2014 shows former French president Nicolas Sarkozy speaking during France 2 broadcast news in Paris.  Sarkozy, who finally ended months of speculation over his comeback on September 19, 2014 with an announcement on Facebook, will be standing for the UMP presidency in November, pledging a total reform of the party in a Sunday interview. AFP PHOTO / FRANCE 2
- RESTRICTED TO EDITORIAL USE- MANDATORY CREDIT

Frankreichs Krise könne Europa in den Bankrott stürzen, warnt Sarkozy.  Bild: FRANCE 2

Französischer Ex-Staatspräsident

Sarkozy warnt vor Frankreichs Krise 



Der französische Ex-Staatspräsident Nicolas Sarkozy gibt nach seiner Rückkehr in die Politik sofort Gas und kündigt an, seine kriselnde konservative Partei UMP auf Kurs bringen zu wollen. «Ich werde den Namen der Partei ändern und sie neu organisieren», sagte Sarkozy dem «Journal du Dimanche». 

Zunächst gehe es ihm jetzt darum, seine «politische Familie» wieder auf Vordermann zu bringen, meinte Sarkozy, der sich Ende November zum Parteichef wählen lassen will. Dies gilt als erster Schritt für eine Kandidatur bei der Wahl des Staatspräsidenten 2017. 

Bei der Präsidentenwahl 2012 hatte Sarkozy gegen den Sozialisten François Hollande verloren. «Ich werde nicht ankündigen, das ich Kandidat für das Präsidentenamt bin», sagte der 59-jährige Sarkozy. «Das wird ein andermal sein.» 

In einem TV-Interview mit France 2 sagte Sarkozy am Sonntagabend, er habe keine andere Wahl gehabt, als wieder in die Politik einzusteigen. Er zeichnete die wirtschaftliche und politische Lage Frankreichs in den schwärzesten Farben. Die heutige Krise Frankreichs könne Europa in den Bankrott stürzen. 

Parteiinterne Konkurrenz

Der vor zweieinhalb Jahren aus dem Amt gewählte Sarkozy hat auf dem Weg gewichtige Konkurrenten in der Partei. Der populäre Bürgermeister von Bordeaux und ehemalige Regierungschef Alain Juppé kommentierte Sarkozys Rückkehr bereits mit den Worten, das Rennen habe begonnen: «Ich werde bis zum Ende gehen.» 

Die bereits früher von Sarkozy geleitete UMP ist derzeit in der Opposition und von Affären geschüttelt. Die gut 260'000 Mitglieder der Partei stimmen am 29. November im Internet über einen neuen Chef ab. Umfragen zeigen, dass mehr als 60 Prozent der Franzosen Sarkozys Rückkehr in die Politik nicht gut finden und ihn auch nicht erneut als Kandidaten für das Präsidentenamt sehen wollen. Eine übergrosse Mehrheit der UMP-Anhänger begrüsste hingegen Sarkozys Rückkehr. (dhr/sda/dpa)

abspielen

Das Interview auf France 2 (französisch). Video: Youtube/Le Gustave

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Nerven liegen blank – Tausende Lkw-Fahrer stecken weiterhin am Ärmelkanal fest

Die Nerven bei Tausenden Lastwagenfahrern in England liegen blank. Mit Hupkonzerten haben die Trucker am Hafen von Dover ihrem Ärger Luft gemacht.

«Wir wollen nach Hause», schrien sie. Eine kleine Gruppe geriet mit Polizisten aneinander, die den Zugang zum Hafen absperrten. Es kam zum Handgemenge, ein Mann wurde festgenommen.

Seit Tagen harren die Fahrer dort aus. In der Nacht zum Mittwoch öffnete Frankreich nach zwei Tagen zwar wieder die Grenze für Lastwagen aus Grossbritannien - doch für die …

Artikel lesen
Link zum Artikel