Gesellschaft & Politik
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ACHTUNG REDAKTIONEN: SPERRFRIST BIS 1. JANUAR 12.15 UHR - Bundespraesidentin Simonetta Sommaruga haelt ihre Neujahrsansprache auf dem Maerit auf dem Bundesplatz, am Samstag, 20. Dezember 2014 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Jahreswechsel

Bundespräsidentin Sommaruga preist die direkte Demokratie



Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat in ihrer Neujahrsansprache die direkte Demokratie gepriesen. Diese schaffe Nähe und Identität – und genau darauf seien die Menschen heute noch stärker als früher angewiesen.

Nirgendwo sonst auf der Welt hätten die Bürgerinnen und Bürger so viel Macht und so viel Verantwortung wie in der Schweiz, sagte Sommaruga am Donnerstag in ihrer Radio- und Fernsehansprache. «Genau das gefällt mir an unserer Demokratie: Sie ist mutig. Sie traut uns allen viel zu.»

Es gebe Leute, welche die direkte Demokratie für veraltet hielten, weil es in der heutigen Welt für die Bevölkerung gar nicht mehr möglich sei, hochkomplexe Entscheidungen zu fällen. «Ich teile diese Auffassung nicht, und zwar ganz und gar nicht», sagte die neue Bundespräsidentin.

Die Tatsache, dass neben dem Bundesrat und dem Parlament auch die Bürgerinnen und Bürger Verantwortung tragen, Einfluss nehmen und sich beteiligen, schaffe Nähe und Identität. «Und genau darauf sind wir Menschen angewiesen.» Das sei schon immer so gewesen, und sei heute mit der Globalisierung noch stärker so.

Thunfisch und Mango auf dem «Märit»

In dieser Hinsicht gleiche die Schweiz im 21. Jahrhundert einem Markt wie jenem auf dem Bundesplatz, wo sie seit vielen Jahren einkaufe, sagte Sommaruga. «Auch hier hat die Globalisierung längst Einzug gehalten. Der Thunfisch, der angeboten wird, kommt ja nicht vom Thunersee, und die Mango, die man hier kaufen kann, wurde nicht am Ufer der Aare geerntet.»

Exotische Früchte und andere Produkte aus der ganzen Welt gehörten heute zu den hiesigen Lebensmittelmärkten wie die einheimischen Äpfel und Salate. «Und trotzdem, oder gerade deshalb, fühlen wir uns hier daheim.»

Auch die Identität der Schweiz macht aus Sicht von Sommaruga nicht nur Tradition aus sondern auch Offenheit und Solidarität: «Zur Schweiz gehört beides, unsere lokalen Wurzeln ebenso wie unsere Verbundenheit mit der Welt.»

«Gewiss kein leichtes Jahr»

Für das neue Jahr zeigte sich die Bundespräsidentin zurückhaltend optimistisch. 2015 werde «gewiss kein leichtes Jahr», sagte Sommaruga. «Aber ich bin überzeugt: Es kann ein gutes Jahr werden.»

Ihre Ansprache schloss Sommaruga mit Neujahrswünschen an die Bevölkerung: «Ich wünsche Ihnen und Ihren Nächsten für dieses neue Jahr viel Kraft, viel Gesundheit und von Herzen alles Gute.» 

(sda)

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