Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Trisomie 21

Das Down-Syndrom soll künftig als Geburtsgebrechen gelten



SURABAYA, INDONESIA - MARCH 21:  Indonesian children with Down syndrome dance together as they celebrate World Down Syndrome Day on March 21, 2014 in Surabaya, Indonesia. 21 March 2014 marks the 9th anniversary of World Down Syndrome Day and focuses on supporting all people with Down syndrome on their right to access healthcare without discrimination and with proper assessment of the specific health needs of the individual.  (Photo by Robertus Pudyanto/Getty Images)

Welt Down-Syndrom-Tag in Indonesien. Bild: Getty Images AsiaPac

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK) beantragt ihrem Rat, eine Motion mit diesem Anliegen aus dem Ständerat anzunehmen. Als Geburtsgebrechen gelten Krankheiten, die bei vollendeter Geburt bestehen. Der Entscheid fiel mit 13 zu 0 Stimmen bei 3 Enthaltungen, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Motionär Roberto Zanetti (SP/SO) hatte argumentiert, es sei schwer nachvollziehbar, dass Trisomie 21 heute nicht auf der Liste der Geburtsgebrechen figuriere. Dass die Genommutation bei der Geburt bestehe, sei unbestritten. 

Und es könne davon ausgegangen werden, dass die Mutation eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit darstelle, die medizinische Untersuchungen erfordere und zumindest eine teilweise Arbeitsunfähigkeit zur Folge habe. Damit seien die Voraussetzungen erfüllt. Eine Aufnahme auf die Liste dränge sich auch aus gesellschaftlicher Betrachtung auf. Eltern, die auf pränatale Abklärungen verzichteten oder sich trotz Trisomie-21-Diagnose für die Geburt des Kindes entschieden, hätten Anspruch auf gesellschaftliche Anerkennung und Solidarität. Mit der Anerkennung von Trisomie 21 als Geburtsgebrechen würden nicht automatisch Ansprüche gegenüber der IV ausgelöst, betonte Zanetti. Es würde lediglich die Beweislast für IV-Leistungen umgekehrt. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Die QAnon-Lady spielt den Rammbock für Donald Trump

Marjorie Taylor Greene muss die Trump-Basis bei Laune halten – bis der Impeachment-Prozess über die Bühne ist.

Donald Trump wird nächste Woche nicht am Impeachment-Prozess auftauchen. Überhaupt herrscht mehr oder weniger Funkstille aus Mar-a-Lago, dem Resort in Palm Beach, auf das sich der Ex-Präsident zurückgezogen hat. Okay, es gibt da den lächerlichen Brief, mit dem Trump seinen Austritt aus der Schauspieler-Gewerkschaft bekannt gab. Der sorgte jedoch einzig für ein paar Lacher bei den Late-Night-Comedians.

Das Schweigen dürfte dem Ex-Präsident schwer fallen, doch er muss sich fügen. Nicht nur, weil …

Artikel lesen
Link zum Artikel