Gesellschaft & Politik
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Die grössten Datendiebstähle seit 2005. grafik: statista

Computersicherheit

Russische Hacker sollen 1,2 Milliarden Profildaten erbeutet haben

Russische Hacker haben nach Erkenntnissen amerikanischer IT-Sicherheitsexperten rund 1,2 Milliarden Einwahldaten für Internet-Profile von hunderttausenden Websites erbeutet. Es wäre der bisher grösste Diebstahl dieser Art.

Die Datensätze bestünden aus Kombinationen von Benutzernamen und Passwörtern, erklärte die amerikanische Sicherheitsfirma Hold Security der «New York Times». Dabei seien über 500 Millionen verschiedene E-Mail-Adressen betroffen.

«Über 500 Millionen verschiedene E-Mail-Adressen sind betroffen.»

New York Times

Hold Security habe die Daten in Untergrund-Kanälen im Internet entdeckt und auch mit der Hacker-Gruppe aus Zentralrussland kommuniziert, berichtete die Zeitung am späten Dienstag. 

Echtheit der Daten bestätigt

Die Einwahldaten stammen demnach von rund 420'000 Websites, darunter seien bekannte Firmennamen ebenso wie kleine Seiten. Die Sicherheitsfirma macht keine Angaben dazu, welche Websites betroffen sind. Ein von der Zeitung zur Analyse hinzugezogener Experte habe die Echtheit der Daten bestätigt, schrieb die «New York Times».

Anhand der Informationen ist es schwer abzuschätzen, wie viele Menschen genau von dem Datenklau betroffen sind. Manche nutzen verschiedene E-Mail-Adressen, unter den Datensätzen könnten auch alte Profile oder Spam-Accounts sein.

Dennoch ist Datendiebstahl dieser Art immer gefährlich: Viele Internet-Nutzer setzen die gleiche Kombination von Benutzernamen oder E-Mail-Adressen und Passwörtern bei verschiedenen Websites ein und sind dann auf breiter Front betroffen. (kad/sda/dpa)



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