DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild: BUNDESKANZLEI
Bundesratsfoto 2015

Da muss sich der Bundesrat erstmals hinsetzen – so reagiert die Twitter-Gemeinde

01.01.2015, 04:1601.01.2015, 13:26

Entspannt, gutgelaunt, einträchtig – und sitzend: So zeigt sich die Schweizer Regierung auf dem offiziellen Bundesratsfoto 2015. Das von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga arrangierte Gruppenbild mit Früchteschale wurde im Vorzimmer des Bundesratssitzungszimmers aufgenommen.

Zum Vergleich: Da Vincis Abendmahl.
Zum Vergleich: Da Vincis Abendmahl.Bild: TYRONE SIU/REUTERS
Schweizer Obst?
Schweizer Obst?Bild: BUNDESKANZLEI

Fast wie ein Schnappschuss

Das Foto zeige den Bundesrat in einem informellen Moment am Rande einer Bundesratssitzung, teilte die Bundeskanzlei am Donnerstag mit. Es soll die «gelebte Konkordanz» in Szene setzen. Diese sei die Grundlage dafür, dass ein parteiübergreifend zusammengesetztes Gremium mehrheitsfähige Lösungen finde, schreibt die Bundeskanzlei.

Auf den Bundesratsfotos der letzten Jahren präsentierte sich die Regierung stets stehend, zudem blickten alle in die Kamera. Auf diese Komposition wurde dieses Jahr verzichtet. Das Foto wirkt dadurch natürlich, fast wie ein Schnappschuss an einer Familienfeier oder bei einem Kaffeekränzchen. Es erinnert entfernt auch an das Gemälde «Das Abendmahl» von Leonardo da Vinci.

Heimelig, aber freundlich

Die Mitglieder des Bundesrats sind dezent, aber elegant gekleidet; die Herren mit Krawatte, die Damen mit Halskette. Gedeckte Farben dominieren, einzig Bersets bordeauxfarbene Krawatte sorgt neben den Äpfeln für einen Farbtupfer.

Der Raum wirkt mit seinem dunklen Holz heimelig, dank hellen Wänden und dem Blick durchs Fenster ins Freie aber auch hell und freundlich, wenn auch etwas nüchtern. Wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten steht in einer Ecke des Zimmers ein Telefon mit Wählscheibe.

Dieses sorgte denn auch prompt auf Twitter für Reaktionen:

Auch bei der Innenausstattung schauten dieser Twitter-User ganz genau hin:

Die Komposition geht auf den Wunsch von Bundespräsidentin Sommaruga zurück. Realisiert wurde das Bundesratsfoto 2015 von den Fotografen Christian Grund und Maurice Haas.

Die Sitzordnung der Magistraten liess Spielraum für Vergleiche:

Das Bundesratsfoto mit dem Gruppenbild auf der Vorder- und den Einzelporträts auf der Rückseite wurde in einer Auflage von 60'000 Stück gedruckt. Es liegt in allen Logen des Bundeshauses und im Polit-Forum Käfigturm in Bern auf. Das Bild kann über www.admin.ch auch gratis bestellt oder heruntergeladen werden.

Auch seitens der Politiker folgten die Reaktionen auf das Bild auf dem Fusse.

Und hier noch ein Blick in die Vergangenheit (Bilder bis zurück ins Jahr 1993 gibt es beim eigens dafür verfassten Wikipedia-Eintrag):

Bundesratsfoto

1 / 36
Bundesratsfoto
quelle: zvg
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

(kad/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Abonniere unseren Newsletter

8 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
teab
01.01.2015 11:20registriert Mai 2014
Wie auch immer- immer ist das Foto des Bundesrates nicht gut. Sei doch toleranter - jeder Bundesratspräsident/In hat seine Vorstellungen wie er seine Manschaft präsentieren will - und dies ist auch gut.
273
Melden
Zum Kommentar
8
«Fälliges Update» oder «schädlich»? Kanton Bern streitet um Stimmrechtsalter 16

Im Kanton Bern hat am Mittwoch der Politbetrieb wieder Fahrt aufgenommen: Sechs Jungparteien gaben bekannt, dass sie gemeinsam in den Abstimmungskampf für die Einführung von Stimmrechtsalter 16 steigen. Und die Junge SVP und die SVP präsentierten ihre Argumente gegen eine Senkung. Abgestimmt wird am 25. September.

Zur Story