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Gesellschaft & Politik
Kobane

Tote, Flüchtlinge, Luftschläge: Die Schlacht um Kobane in Zahlen

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Kobane trotzt seit 100 Tagen der Belagerung durch den IS
quelle: ap/ap / jake simkin
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Nach dem Sieg der Kurden

Tote, Flüchtlinge, Luftschläge: Die Schlacht um Kobane in Zahlen

27.01.2015, 13:1927.01.2015, 13:27
Roman Rey
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133 Tage

Die Schlacht um Kobane dauerte mehr als vier Monate: Am 15. September 2014 begannen Einheiten des Islamischen Staates (IS) ihre Offensive gegen die strategisch wichtige kurdische Stadt in Syrien. Am 26. Januar 2015 verkündigten die Kurden, Kobane aus den Händen der Dschihadisten befreit zu haben. Nur am Rande der Stadt würden noch einige Extremisten kämpfen.

90 Prozent

Die USA bestätigen inzwischen, dass die Kurden die Überhand haben, sie erklären den Kampf um Kobane aber nicht für beendet. Gegner des IS würden 90 Prozent der Stadt kontrollieren, erklärte das US-Verteidigungsministerium in einem Statement.

Die Dschihadisten haben immer noch einen Grossteil der umliegenden Gebiete in ihrer Gewalt. Und sie warten offenbar auf ihre Chance. In einem Interview mit n-tv.de sagt der Kurden-Sprecher Idriss Nassan: 

«Die Terroristen haben die Stadt nicht aufgegeben. Sie glauben, dass sie Kobane eines Tages doch noch erobern können – vor allem, wenn die Luftangriffe der Allianz nachlassen sollten.»

1600 Tote

Konservativen Schätzungen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge sind bei den Kämpfen rund 1600 Menschen getötet worden: Mindestens 500 Kurden und 1200 IS-Kämpfer – der Grossteil bei Luftschlägen. Andere Schätzungen gehen von bis zu doppelt so vielen Toten aus.

600 Luftschläge

Eine von den USA angeführte internationale Koalition hat seit dem 23. September 2014 über 2000 Luftschläge gegen den Islamischen Staat geflogen. Mehr als 600 davon auf Ziele in und um Kobane, berichtet das US-Magazin Mother Jones.

Neben den Extremisten wurden bei den Luftschlägen auch mindestens 56 Zivilisten getötet, darunter acht Kinder und fünf Frauen. Dies berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Freie Sicht auf einen Luftschlag von der türkischen Grenze aus.
Freie Sicht auf einen Luftschlag von der türkischen Grenze aus.Bild: SEDAT SUNA/EPA/KEYSTONE

300'000 bis 400'000 Flüchtlinge

Ein Jahr lang versuchte der Islamische Staat, Kobane einzunehmen, und scheiterte immer wieder an den Volksverteidigungseinheiten. Bis Mitte 2014 war die Bevölkerung Kobanes von 54'000 auf über 100'000 angewachsen: Kurden aus den umliegenden Gebieten, die Zuflucht suchten. 

Nach dem Beginn der Offensive auf Kobane im September flüchteten schliesslich Hunderttausende in die Türkei.

Flüchtlinge an der türkisch-syrischen Grenze.
Flüchtlinge an der türkisch-syrischen Grenze.Bild: MURAD SEZER/REUTERS

50 Prozent in Trümmern

Die Zerstörung in Kobane ist verheerend. «Mindestens die Hälfte der Stadt ist Zerstört», sagt Kurden-Sprecher Nassan. Deswegen können die meisten Flüchtlinge auch noch nicht zurückkehren.

«Es gibt keinen Strom und kein Trinkwasser, keine Medikamente und keine Krankenhäuser. Bevor die Leute zurückkehren können, brauchen wir dringend einen humanitären Korridor.»
Idriss Nassan
Arg mitgenommen: Kobane.
Arg mitgenommen: Kobane.Bild: Jake Simkin/AP/KEYSTONE

Die Kurden feiern ihren Sieg

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Die Kurden feiern ihren Sieg
quelle: anil akman / anil akman
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