Erbprinz Alois: SNB-Entscheid als zusätzliche Herausforderung
Der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank, die Eurobindung aufzugeben, trifft auch das Fürstentum Liechtenstein. Erbprinz Alois sagte heute in seiner Thronrede vor dem Parlament, der Beschluss bedeute eine zusätzliche Herausforderung.
Das Fürstentum Liechtenstein ist währungspolitisch mit der Schweiz verbunden und benutzt den Franken seit 1924 als Landeswährung. Erbprinz Alois griff den jüngsten geldpolitischen Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) am Donnerstag in seiner Thronrede vor dem 25-köpfigen Parlament in Vaduz auf.
Die Freigabe des Wechselkurses zum Euro bedeute für die liechtensteinischen Unternehmen direkt sowie für den Staat und die Sozialsysteme indirekt noch eine zusätzliche Herausforderung, sagte der 46-jährige Thronfolger. Die Sozialsysteme gehörten im Fürstentum zu den am stärksten wachsenden Staatsausgaben.
Es sei absehbar, dass «wir unsere Sozialsysteme nur mit einschneidenden Reformen erhalten können», sagte Alois. Diese Systeme hätten eine ganz wichtige Funktion der Vorsorge und des sozialen Ausgleichs. «Sie sind aber nur so lange sozial wie sie nachhaltig finanzierbar sind und angemessene Unterstützung effizient und treffsicher leisten», betonte Alois. (sda)
