Die islamistischen Milizen im Irak und in Nigeria greifen nach Angaben der UNO verstärkt gezielt Kinder an. Die ISIS-Dschihadisten seien schon seit 2011 ständig in ihren Berichten, sagte die UNO-Beauftragte für Kinder in Kriegen, Leila Zerrougui, am Dienstag in New York.
Die Terrormiliz Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) habe «schon immer Kinder und gezielt auch Schulen und Spitäler angegriffen». Nun sei aber zu beobachten, dass das in den letzten Monaten verstärkt geschehe. Nach ihren Angaben wurden im vergangenen Jahr im Irak 248 Kinder getötet.
Auch die islamistische Gruppe Boko Haram in Nigeria habe Angriffe auf Schulen ausgeweitet. «Das war im vergangenen Jahr so und hat sich in diesem Jahr unvermindert fortgesetzt. Für Boko Haram ist das einfach ein Teil ihrer Offensive», sagte die Algerierin. Die UNO könne die unbeschreibliche Gewalt nicht genug verurteilen.
Zerrouguis Jahresbericht 2013 listet 23 «besorgniserregende Fälle» auf, in denen Kinder Ziele von Angriffen, als Soldaten eingesetzt, gefoltert oder vergewaltigt wurden. Das betreffe 59 Parteien in 14 Ländern.
Nur acht sind Regierungen, 51 sind Rebellengruppen. Besonders bedrohlich sei die Situation in Syrien und im Irak, im Südsudan, in der Zentralafrikanischen Republik und in Nigeria. (pma/sda/dpa)