Graubünden: Und plötzlich taucht ein Interessent für das Flimser «Waldhaus» auf
- Im Konkursfall des Flimser Hotels «Waldhaus» hat beim Bezirksgericht Imboden ein Gläubiger eine Klage eingereicht, wie die «Südostschweiz» (SO) schreibt. Am 8. Dezember entscheiden die Richter darüber.
- Laut dem Leiter
des Konkursamts Imboden, Beat
Caluori, der als Konkursverwalter im
Fall «Waldhaus» amtet, handelt es sich wohl um eine Bank. Dabei könnte es sich um die Graubündner Kantonalbank
(GKB) handeln, die eine Forderung über 1,5 Millionen
Franken geltend gemacht hatte, welche
wegen der Kündigung von Festhypotheken
fällig wurde.
- Bis zum 8. Dezember könnte die Klage jedoch hinfällig werden. Insider gaben gegenüber der SO bekannt, dass die Konkursverwaltung mit einem Interessenten verhandelt, der das Waldhaus übernehmen will. Wer es ist, ist unbekannt.
- Wie das Konkursamt Imboden in Trin bekanntgab, belaufen sich die Forderungen gesamthaft auf 40,8 Millionen Franken. Der aktuelle Verkehrswert des Hotels von 69,2 Millionen Franken beruht auf kantonaler Schätzung.
- Die Bekanntgabe des Konkurses Anfang April hatte über Flims hinaus hohe Wellen geworfen. Der Flimser Gemeindevorstand meldete sich zu Wort und teilte mit, er sei in Sorge um den ganzen Tourismusort. Der Vorstand kategorisierte das Waldhaus sogar als systemrelevant für die Destination. (rwy)
