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Construction machinery stands on the side of the dam wall at the site of the under-construction Grand Ethiopian Renaissance Dam in the Benishangul-Gumuz Region of Ethiopia, on Tuesday, May 21, 2019. Despite a decade of annual growth rates as high as 10%, and a pipeline of major Chinese investments, Ethiopia remains a desperately poor country with a GDP per capita below $1,000. Photographer: Zacharias Abubeker/Bloomberg via Getty Images

Im Mai 2019 fehlte noch ein ganze Stück des Dammes. Jetzt will Äthiopien mit dem Füllen des Sees beginnen. Bild: Bloomberg via getty images

Wem gehört der Nil? Der erbitterte Streit um einen Staudamm in Äthiopien

Gioia Forster und Johannes Schmitt-Tegge / dpa



Rund 52'600 Millionen Kubikmeter Wasser fliessen im Durchschnitt jährlich aus Äthiopiens Hochland den Blauen Nil runter. Äthiopien will die Fluten im künftig grössten Staudamm Afrikas durch Turbinen jagen lassen.

Für das Land ist der erzeugte Strom der Schlüssel zur wirtschaftlichen Entwicklung. Doch für Ägypten flussabwärts ist der Staudamm eine existenzielle Bedrohung. Der jahrelange Streit beider Länder um das Projekt hat nun einen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Im Juli will Äthiopien beginnen, den Stausee des Grand Ethiopian Renaissance Dam (GERD) zu füllen – mit oder ohne Einigung mit den Regionalnachbarn Sudan und Ägypten. Die drei Staaten sitzen derzeit wieder am Verhandlungstisch, und die Zeit läuft davon.

«Für Ägypten ist die Nil-Frage eine Frage über Leben und Tod.»

Ägyptens Aussenminister Samih Schukri

Die Bedeutung des Nils und des Renaissance-Staudamms ist für die drei Länder kaum zu überschätzen. Der Wüstenstaat Ägypten deckt bis zu 97 Prozent seines Wasserbedarf aus dem Nil, der schon in der Antike als «Strom des Lebens» verstanden und der mit einer eigenen Göttin namens Anukis gewürdigt wurde.

Landwirtschaft, Industrie und Haushalte sind von dem Fluss abhängig. Ägyptens Aussenminister Samih Schukri hatte es vergangenen September so formuliert: «Für Ägypten ist die Nil-Frage eine Frage über Leben und Tod.»

Ein Abkommen aus dem Kolonialismus

Viele Ägypter sehen auch die Geschichte auf ihrer Seite. Abkommen zur Zeit der britischen Kolonialherrschaft und danach erteilten Kairo das Recht auf einen Grossteil des Nilwassers, der Rest ging an den Sudan – Äthiopien und andere Nil-Länder wurden nicht berücksichtigt.

«Addis Abeba ignoriert das historische Recht Ägyptens auf das Nilwasser», sagt Ruschdi Arunut, ein 70 Jahre alter Bauer aus der Nähe von Luxor. In dem sonst trockenen Wüstenstaat wachsen entlang des Nils etwa Mais, Reis und Zuckerrohr sowie Obst und Gemüse.

Nur ein schmaler grüner Streifen: der Nil bei Luxor

Äthiopien sieht sich aber ebenso im Recht, den Strom zu nutzen. Addis Abeba will dringend seine rund 110 Millionen Einwohner aus der Armut heben und das Land in das Produktionszentrum Afrikas verwandeln.

Doch es fehlt an Strom. Nur etwa 45 Prozent der Bevölkerung hat laut der Weltbank Zugang zu Elektrizität. Der seit 2011 erbaute 4,6 Milliarden Dollar teure Staudamm soll bis zu 6450 Megawatt Strom erzeugen und so zum Herzstück von Äthiopiens Modernisierungsplänen werden.

Zugleich ist der Damm ein hoch emotionales – und hoch politisches – Projekt. Für die Äthiopier symbolisiert er den Nationalstolz und die Unabhängigkeit des Staates. Er wird komplett aus äthiopischen Geldern finanziert, zeitweise mussten Mitarbeiter staatlicher Unternehmen ein Teil ihres Gehalts abgeben.

epa07912472 (FILE) - Ethiopian Prime Minister Abiy Ahmed Ali during a press conference at Chigi Palace in Rome, Italy, 21 January 2019 (reissued 11 October 2019). Abiy Ahmed was awarded with the 2019 Nobel Peace Prize, the Norwegian Nobel Committee announced 11 October 2019.  EPA/ALESSANDRO DI MEO *** Local Caption *** 54919901

Kann sich keine Schwäche gegenüber Ägypten leisten: Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed. Bild: EPA

Und für Ministerpräsident Abiy Ahmed steht viel auf dem Spiel. Der junge Regierungschef erhielt jüngst zwar den Friedensnobelpreis für Friedensbemühungen in der Region, hat aber mit ethnischen Konflikten und politischem Gegenwind zu kämpfen. Er braucht einen erfolgreichen Abschluss des Staudamm-Projekts. Schwäche gegenüber Ägypten kann sich Abiy nicht leisten.

Die schwierige Lage des Sudans

Der Sudan steht zwischen den Stühlen. Nach dem Militärputsch gegen Präsident Omar al-Baschir 2019 ist das Land noch wirtschaftlich schwach und fragil. Die saisonalen Nil-Überschwemmungen werden durch den Damm im Sudan aber reduziert. Der regelmässige Wasserfluss wird der Landwirtschaft zugute kommen und Khartum wird günstigen Strom kaufen können.

This satellite image taken Thursday, May 28, 2020, shows the Grand Ethiopian Renaissance Dam on the Blue Nile river in the Benishangul-Gumuz region of Ethiopia. In an interview with The Associated Press Friday, June 19, 2020, Ethiopia's Foreign Minister Gedu Andargachew declared that his country will go ahead and start filling the $4.6 billion Grand Ethiopian Renaissance Dam next month, even without an agreement with Egypt and Sudan. (Maxar Technologies via AP)

Die Baustelle des Grand Ethiopian Renaissance Dam am 28. Mai 2020. Bild: keystone

Doch sollte es Probleme mit dem GERD geben, wird als allererstes Sudan leiden. Khartum «sieht viele Vorteile, möchte aber Zusicherungen wegen der Risiken bekommen», erklärt William Davison von der Denkfabrik International Crisis Group (ICG).

Vor allem das Füllen des Stausees ist umstritten: Je schneller gefüllt wird, desto weniger Wasser kommt flussabwärts an. Anfang des Jahres standen die drei Staaten mithilfe der USA kurz vor einer Einigung, diese zerplatzte aber. «Wir werden nächsten Monat beginnen, den Stausee zu füllen, auch wenn es kein Abkommen zwischen den drei Ländern gibt», ermahnte Äthiopiens Aussenminister Gedu Andargachew im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

«Wir haben jetzt ein kurzes Zeitfenster, in dem es ein Risiko der steigenden Eskalation gibt, aber auch eine erneute Chance, eine Einigung zu erzielen», sagt Davison.

Nahe an der Grenze zum Sudan: Die Lage des Dammes

Einer der letzten grossen Streitpunkte ist die Frage, wie viel Wasser Äthiopien in Dürreperioden durchlassen wird. Kairo will im Falle von Trockenzeiten eine Garantie, dass Addis Abeba den Wassermangel flussabwärts gutmacht. Doch aus Sicht von Äthiopien hat Ägypten keinen Anspruch auf einen bestimmten Anteil des Nilwassers. Die Ägypter «wollen alles kontrollieren», kritisiert Aussenminister Gedu.

Eine Einigung, bevor Äthiopien den Stausee zu füllen beginnt, wäre ein Sieg mit viel Symbolkraft für die Region. Und Kooperation ist bitternötig. Denn das Problem der Wasserknappheit dürfte sich weiter verschärfen: In Ägypten werden im Jahr 2050 nach UN-Schätzungen 160 Millionen Menschen leben, in Äthiopien 205 Millionen und im Sudan 81 Millionen. Experten warnen zudem, dass ein Betrieb des GERDs ohne enge Koordinierung mit den Staudämmen flussabwärts sehr riskant wäre.

Säbelrasseln in Ägypten

Kairo will nicht nachgeben und hat den UN-Sicherheitsrat gebeten, in dem Streit zu vermitteln. Eine ernsthafte militärische Konfrontation wegen des Staudamms ist zwar unwahrscheinlich – Drohungen von beiden Seiten gab es aber trotzdem.

Der milliardenschwere ägyptische Unternehmer Naguib Sawiris warnte jüngst gar vor einem Wasser-Krieg: «Wir werden nie zulassen, dass ein Land uns aushungert», schrieb er auf Twitter. «Wenn Äthiopien nicht zur Vernunft kommt, werden wir, das ägyptische Volk, als Erstes zum Krieg aufrufen.» (sda/dpa)

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42
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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • julian12 29.06.2020 10:30
    Highlight Highlight Ein Vorgeschmack auf den unerbittlichen Kampf nach und mit Wasser. Die einten haben zu wenig, die anderen ertrinken darin. Tipp: Werde Reich, dann kannst du den anderen dabei zusehen, wie sie sich die Köpfe einschlagen.
    (Disclaimer: Statistisch gesehen wirst du nicht reich.)
  • Demetria 29.06.2020 02:15
    Highlight Highlight Ägypten tut als wäre der Nil noch ein natürlicher Fluss, dabei hat es den Aswan Damm gebaut. Der grösste Teil des Nils in Ägypten fliesst hinter dem Damm durchs Land. Solange dieser Stausee da ist wird es auch kaum Probleme weiter unten geben. Ganz schön dreist mit Krieg zu drohen für was man selbst schon lange und ohne Rücksicht auf Natur, Archäologie oder Nachbarstaaten gemacht hat. Ja ja, das Recht des Stärkeren ist genau so lange lustig, bis man nicht mehr der Stärkste ist.
  • Kollani 28.06.2020 21:52
    Highlight Highlight Ganz schön beunruhigend das Ganze. Die Aufteilung des Nilwassers war aber nie fair. Äthiopien hätte von Anfang an berücksichtigt werden müssen. Hoffentlich gibt es eine Lösung für alle Länder!
  • Glenn Quagmire 28.06.2020 21:27
    Highlight Highlight Auf einem Kontinent wo es kaum Wasser aber so viel Sonnenschein gibt setzt man auf Wasserkraft 🤦🏻‍♂️
    • Hana Meier 28.06.2020 22:49
      Highlight Highlight Das Wasser wird ja nicht verbraucht...
    • maylander 28.06.2020 23:18
      Highlight Highlight Auf dem Kontinent gibt es genug Wasser im Durchschnitt. Nur ist es sehr ungleich verteilt. Der Nil und der Niger bringen das Wasser in die Wüste. Die Länder am Unterlauf sind deshalb angewiesen, dass das Wasser fliesst.
      Die Wasserkraftvist nur ein Grund für den Bau des Stausees. Der andere Grund ist der Bedarf für die Bewässerung.

      Die Ägypter haben ja schon lange selbst einen Damm gebaut um eben diese Ziele zu erreichen. Deshalb wissen sie auch ganz genau, dass im Stausee und bei der Bewässerung ganz viel Wasser verdunstet.


    • jellyshoot 29.06.2020 07:04
      Highlight Highlight ihre aussage trifft vielleicht auf ägypten zu, jedoch nicht auf äthiopien.

      die durschnittliche jahres-niederschlagsmenge in addis abeba ist etwa genau so hoch wie im grossraum zürich.
      diejenige im hochland deutlich höher als bei uns.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr no 28.06.2020 19:40
    Highlight Highlight Solange sich die länder da völlig unkontrolliert vermehren - gibt es keine lösung für dieses problem. Da brauchen alle immer mehr wasser, strom etc.
    • next_chris 29.06.2020 07:12
      Highlight Highlight Ausbildung und Schule ist die Antwort. Nur kuemmert sich da keiner drum.
    • Bits_and_More 29.06.2020 08:01
      Highlight Highlight Doch, Bildung und dadurch wirtschaftliches Wachstum. Bei uns war die Geburtenrate vor ein paar Jahrzehnten auch noch einiges höher. Wenn du einen Blick auf Länder mit einem hohen Wohlstand wirfst, erkennst du, dass die Geburtenrate in der Regel um einiges tiefer ist.
  • Garp 28.06.2020 18:31
    Highlight Highlight Diese Wasserkonflikte sind nicht neu. China hat in vielen Gegenden andern schon das Wasser abgeraben. Weil es so mächtig ist, kam es nicht zum Krieg.

    Ohne Wasser keine prosperierende Wirtschaft und keine Nahrung in vielen Ländern. Viele Menschen wollen nicht teilen. Es wird zu Kriegen kommen, früher oder später.
    Die Probleme schwelen übrigens schon lange. Erst dann darauf aufmerksam zu machen, wenn Dämme gebaut sind ist zu spät.

  • Hierundjetzt 28.06.2020 18:02
    Highlight Highlight Unpopuläre Meinung: mit einem AKW wären alle Probleme der Region gelöst

    Ebenso der katastrophale Türkische Staudamm, der dem Euphrat staut und Syrien bzw. Irak die Lebensader austrocknet
    • Steasy 28.06.2020 19:33
      Highlight Highlight Es wären alle aktuellen Probleme gelöst, es würden aber viele neue und grössere Probleme geschaffen. Die Frage, die wir uns dabei auch stellen müssten, wäre: Könnte es für die Weltgemeinschaft zum Problem werden, wenn ein politisch eher instabiler Staat anfängt Uran anzureichern? Antwort siehe Iran.

      Wie Sie selber bereits bemerkt haben ist Ihre Meinung nicht sehr populär. Liegt vielleicht daran, dass Sie nicht zu Ende denken.
    • Felix Meyer 28.06.2020 20:00
      Highlight Highlight Mit einem AKW löst du kurzfristig Probleme und schaffst langfristig andere Probleme. Die Endlagerung des Atommülls ist weit davon entfernt, geklärt zu sein und der Uranabbau ist auch nicht ganz problemlos. Dazu kommt das Risiko eines Super-GAUs, welches keiner Risikoanalyse standhält, egal wie klein die Wahrscheinlichkeit dazu ist, weil die Konsequenzen einfach zu gravierend sind.
    • RandomNicknameGenerator 28.06.2020 21:25
      Highlight Highlight Ohh ja, ganz gute Idee. Kostet nur ein Vielfaches, benötigt extrem gut ausgebildetes Personal und vorallem gab es wegen Uran noch nie Streit!

      Danke, liebe Populisten. Wir würden wir nur ohne euch auf die tollen Ideen kommen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mattse73 28.06.2020 18:00
    Highlight Highlight Wir sind nun langsam so weit... Kriege führen um Wasser...
    • maylander 28.06.2020 23:23
      Highlight Highlight Das Macht die Menschheit schon seit der Antike.
      Deshalb die Redensart: "Jemanden das Wasser abgraben"
  • MartinZH 28.06.2020 17:27
    Highlight Highlight Die UNO muss hier unbedingt vermitteln, damit die Situation nicht völlig eskaliert.

    Sämtliche Interessen der Staaten am Nil sind völlig legitim. Man sollte unbedingt einen vernünftigen Ausgleich schaffen, damit kein Land benachteiligt wird.

    Eine Lösung könnte sein, dass der Staudamm deutlich redimensioniert wird, so dass nach wie vor genügend Wasser durch Ägypten den Nil hinabschwimmt. Wird der Damm so umgesetzt, wie geplant, wäre dies eine ökonomische, aber auch ganz klar eine ökologische Katastrophe für Ägypten.

    Äthiopien muss unbedingt einen Schritt machen. Aber warum nicht viel früher?
    • RandomNicknameGenerator 28.06.2020 21:28
      Highlight Highlight Naja, die Grösse ist eigentlich (ausser beim Füllen) kein Problem. Im Gegenteil; es könnten grössere Schwankungen ausgeglichen werden.
    • MartinZH 28.06.2020 21:41
      Highlight Highlight @Random...

      Ja, klar.

      Das ist aber eine völlig verkürzte, technokratische Sichweise: Bis der Stausee gefüllt ist, vergehen mehrere Jahre...

      Das Schwemm-Gebiet des Nils in Ägypten benötigt die regelmässige Flutung mit viel Wasser, weil es sonst innert eines Jahres völlig verödet. Das sind dann eben die ökologischen Folgen (Wasser- und Landwirtschaft, inkl. z.B. den Brutplätzen, von Vögeln aus Europa, die dort überwintern. Das ökologische Gleichgewicht ist zu wertvoll und zu komplex, um es mit einem überdimensionierten Staudamm-Projekt zu gefährden.

      "Nach dem Füllen" ist das Öko-System kaput.
    • RandomNicknameGenerator 28.06.2020 21:54
      Highlight Highlight @Martin: weisst du, man kann auf füllen ohne 100% des Wasser aufzuhalten. Und nein, das Füllen dauert auch nicht «Jahre». Der See wird nicht all zu gross werden. Ich bin aber mit dir einverstanden, dass das Füllen so gemacht werden muss, dass in Ägypten keine Schäden zu erwarten sind. Das ist ohne weiteres Möglich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • namib 28.06.2020 16:54
    Highlight Highlight Die Spannungen dürften steigen, ein Krieg wäre wohl gefährlich für die Ägypter, denn Äthiopien ist der zweitgrösste Empfänger von chinesischen Krediten auf dem Kontinent. China will Äthiopien zur Industrialisierung verhelfen (nicht ganz uneigennützig), dafür braucht es Strom...Die Chinesen werden wohl ihre Interessen verteidigen und im Fall eines Konflikts nicht nur zuschauen...
    • The Destiny // Team Telegram 28.06.2020 17:36
      Highlight Highlight Der Damm wird übrigens ohne Chinesischen Kredite gebaut.
    • Alnothur 28.06.2020 18:58
      Highlight Highlight Der Damm mag zumindest nicht direkt mit Chinesischen Krediten gebaut worden sein, einen Einfluss hatten sie trotzdem. Und genauso wird auch das Militär davon profitieren.
    • Dmnk 28.06.2020 20:01
      Highlight Highlight @The Destiny
      Das stimmt schon. Aber trotzdem werden die Chinesen ihre Investition (Äthiopien bzw. deren Modernisierung) zu schützen wissen.
  • Sandu bändu 28.06.2020 16:53
    Highlight Highlight Hat wirklich das Potenzial zur Eskalation. 2020 lasst uns nicht in Ruhe...
    • Gustav.s 28.06.2020 19:40
      Highlight Highlight 2020? Das Teil wurde 2011 angefangen, hat aber vor lauter wichtigen Social Media Shitstorms und Celebwehwehchen niemand interessiert.
    • Mamma sagt 29.06.2020 10:19
      Highlight Highlight Da haben die Äthiopier ein Qualitaetsprodukt (siehe Dreischluchtendamm der gerade jetzt gefaehrdet ist) eingekauft, fuer den sie wieder Krieg fuehren duerfen. Wie sich da wohl die Chinesen verhalten werden?

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