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Guatemala will Schicksal Tausender Vermisster aufklären

Guatemala will Schicksal Tausender Vermisster aufklären

31.08.2024, 06:4731.08.2024, 06:47

Guatemalas Regierung verstärkt mithilfe einer neuen Sonderinstanz ihre Bemühungen, dass Schicksal Tausender Vermisster aufzuklären. Es gehe um rund 45'000 Menschen, darunter viele Kinder, die während des Bürgerkriegs in dem mittelamerikanischen Land zwischen 1960 und 1996 verschwunden seien, sagte Präsident Bernardo Arévalo. Ebenfalls solle nach derzeit vermissten Migranten und anderen Personen gesucht werden.

Guatemalan soldiers stand guard in Ampliaci
Guatemalische Soldaten.Bild: keystone

Mindestens 5'000 Kinder verschwanden laut Arévalo in Guatemala im internen Konflikt zwischen linken Guerillaorganisationen und staatlichen Sicherheitskräften. Einige davon seien verhungert oder bei Kämpfen ums Leben gekommen. Andere seien illegal zur Adoption an Familien in Europa und Nordamerika abgegeben worden und seien heute Erwachsene.

«Mehr als 40 Jahre später suchen ihre Angehörigen weiter nach ihnen», erklärte der Präsident. Der Staat habe eine moralische Schuld zu begleichen. Mit der Suche wolle man dazu beitragen, ein für viele Familien schmerzhaftes Kapitel zu schliessen. Die Regierung hat ebenfalls eine mehrsprachige Website für Menschen eingerichtet, die während des Bürgerkriegs von ihren Familien getrennt wurden und nach ihren Angehörigen suchen. (sda/dpa)

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