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An injured man receives treatment at a hospital after a suicide bombing in Kabul, Afghanistan, Nov. 20, 2018. Afghan officials said the suicide bomber targeted a gathering of Muslim religious scholars in Kabul, killing tens of people. A Public Health Ministry spokesman said another 60 people were wounded in the attack, which took place as Muslims around the world marked the birthday of the Prophet Mohammad. (AP Photo/Rahmat Gul)

Ein Verletzter wird nach dem Anschlag in einem Spital in Kabul versorgt. Bild: AP/AP

Mann sprengt sich inmitten von 1000 Personen in die Luft – mindestens 43 Tote in Kabul



In Kabul hat sich am Dienstag ein Selbstmordattentäter während einer religiösen Zeremonie inmitten von 1000 Menschen in die Luft gesprengt. Es ist der 20. grosse Anschlag in der afghanischen Hauptstadt in diesem Jahr.

Mindestens 83 Menschen seien bei dem Anschlag zudem verletzt worden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. 24 der Verwundeten schwebten in Lebensgefahr.

Laut einem Sprecher des Innenministeriums sprengte sich ein Selbstmordattentäter während einer religiösen Zeremonie zum Feiertag des Geburtstags des Propheten Mohammed in die Luft. Augenzeugen zufolge hätten sich zu dem Zeitpunkt mindestens 1000 Menschen in der Hochzeitshalle an der Flughafenstrasse befunden.

Security forces inspect the site of a suicide attack, inside a wedding hall in Kabul, Afghanistan, Nov. 20, 2018. Afghan officials said the suicide bomber targeted a gathering of Muslim religious scholars in Kabul, killing tens of people. A Public Health Ministry spokesman said another 60 people were wounded in the attack, which took place as Muslims around the world marked the birthday of the Prophet Mohammad. (AP Photo/Massoud Hossaini)

Der Angriff erfolgte auf eine Hochzeitshalle. Bild: AP/AP

Dort reihen sich mehrere Hochzeitshallen aneinander, die abends alle mit bunten und festlichen Lichtern beleuchtet sind. Nach dem Anschlag waren im Zentrum Kabuls 45 Minuten lang durchgehend Sirenen von Rettungswägen zu hören. Bisher bekannte sich niemand zu dem Anschlag.

Meist steckt der «IS» dahinter

Die Uno-Mission in Afghanistan (Unama) zeigte sich angesichts des Angriffs an einem religiösen Feiertag «empört». Es gebe glaubwürdige Berichte über eine hohe Zahl an zivilen Opfern, hiess es in einem Tweet der Organisation. Die Uno-Familie drücke den vielen betroffenen Familien ihr tiefstes Beleid aus, hiess es.

Erst vergangene Woche hatte sich ein Selbstmordattentäter am Rande einer Demonstration im Zentrum Kabuls in die Luft gesprengt. Dabei waren mindestens sechs Menschen gestorben. Der Anschlag vom Dienstag ist das 20. grosse Attentat in Kabul in diesem Jahr. Bei den Anschlägen wurden fast 490 Menschen getötet und weitere mehr als 930 Menschen verwundet. Zum Grossteil der Angriffe hatte sich die Terrormiliz «Islamischer Staat» bekannt. (cma/sda/dpa)

Sayed verlor vor drei Jahren seine Familie auf der Flucht

Video: srf

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