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Pakistan warnt Afghanistan: rote Linie überschritten

Pakistan warnt Afghanistan: rote Linie überschritten

14.03.2026, 18:1314.03.2026, 18:13

Pakistans Präsident hat angesichts des eskalierenden Konflikts mit dem Nachbarland Afghanistan eine seltene Warnung an die dortige Taliban-Regierung gerichtet. Mit den jüngsten Drohnenangriffen auf Pakistan habe die Regierung in Kabul eine «rote Linie überschritten», schrieb Präsident Asif Ali Zardari auf X. Pakistan werde Angriffe auf Zivilisten nicht dulden.

epa12818966 People gather near the damaged houses following alleged Pakistani airstrikes in Kabul, Afghanistan, 14 March 2026. Pakistani strikes on Kabul and other parts of Afghanistan killed at least ...
Menschen kommen nach mutmasslichen pakistanischen Luftangriffen in Kabul, Afghanistan, zusammen 14. März 2026.Bild: keystone

Ende Februar waren Kämpfe zwischen den beiden Ländern ausgebrochen. Islamabad wirft den islamistischen Taliban in Kabul vor, Terroristen zu beherbergen, die in Pakistan Anschläge verüben. Kabul bestreitet das. Die Spannungen zwischen den Nachbarländern haben sich nach gegenseitigen Angriffen zuletzt weiter verschärft.

Afghanischer Drohnenangriff am Rande von Islamabad

Am Freitag war am Rande der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eine Drohne in ein Gebäude eingeschlagen, wie pakistanische Sicherheitskreise bestätigten. Die Attacke hat den Angaben zufolge einer Militäranlage gegolten.

Zwei weitere Drohnen seien abgeschossen worden. Mindestens vier Menschen wurden laut pakistanischen Angaben durch Trümmerteile verletzt, darunter auch Kinder. Das afghanische Verteidigungsministerium schrieb auf X, die Luftstreitkräfte des Landes hätten die Militäranlage am Knotenpunkt von Islamabad und der Garnisonsstadt Rawalpindi angegriffen.

Der Angriff war der erste in diesem Konflikt auf Ziele nahe der pakistanischen Hauptstadt. Zuletzt hatten sich die Kämpfe auf die Grenzregion beschränkt. In der Nacht auf Freitag hatte Pakistans Luftwaffe jedoch auch wieder Ziele im Landesinneren Afghanistans angegriffen.

Mehrere von Katar, der Türkei und China vermittelte Gesprächsrunden, die auf eine Entspannung der Lage abzielten, haben bislang zu keinem Durchbruch geführt. (sda/dpa)

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