International
Afghanistan

Nach Angriff auf Klinik in Kundus: 33 Menschen werden noch immer vermisst

Sie haben den Luftangriff auf die Klinik in Kundus überlebt: Zwei afghanische Jungen im Spital.
Sie haben den Luftangriff auf die Klinik in Kundus überlebt: Zwei afghanische Jungen im Spital.
Bild: MOHAMMAD ISMAIL/REUTERS

Nach Angriff auf Klinik in Kundus: 33 Menschen werden noch immer vermisst

09.10.2015, 04:2409.10.2015, 05:11

Nach dem Angriff auf eine Klinik der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) im afghanischen Kundus werden noch immer 33 Menschen vermisst. Wie die Organisation am Donnerstag erklärte, fehlte von neun Patienten und 24 Mitarbeitern noch immer jede Spur.

«Wir versuchen weiterhin, sie zu kontaktieren», hiess es in der Erklärung. Es sei möglich, dass es in dem zerstörten Gebäude noch Leichen gebe, die noch nicht geborgen seien.

Der MSF-Vertreter Guilhem Molinie sagte bei einer Pressekonferenz in Kabul, die Organisation stehe noch immer «unter Schock». «Wir haben viele Kollegen verloren», sagte er. Derzeit könne MSF wegen der gefährlichen Lage vor Ort auch nicht nach Kundus zurückkehren.

Das Spital der Organisation war am Samstag bei einem US-Luftangriff zerstört worden. Dabei wurden mindestens 22 Menschen getötet - zwölf MSF-Mitarbeiter und zehn Patienten. Zum Beschuss laufen bereits drei Untersuchungen: eine der US-Armee, eine der afghanischen Behörden und eine der NATO. (dwi/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Warum für Belinda Bencic und Co. eine heilige Kuh geschlachtet werden könnte
Das Frauentennis floriert, doch seiner Profi-Organisation droht der Kollaps. Das könnte für Belinda Bencic und ihre Konkurrentinnen weitreichende Folgen haben.
Im Frauentennis muss womöglich bald eine heilige Kuh zur Schlachtbank geführt werden. Die Zahlen sind alarmierend, die Profi-Organisation der Frauen WTA (Women's Tennis Association) steht kurz vor dem finanziellen Kollaps. Wie die britische Zeitung «Telegraph» berichtet, rechnet die WTA für das laufende Jahr mit einem empfindlichen Verlust von 23 Millionen Dollar, die liquiden Mittel sollen noch 15 Millionen betragen. Geht es im gleichen Tempo weiter, wäre das Geld im Herbst 2027 aufgebraucht.
Zur Story