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epa07760020 Afghan security forces officers stand guard at the site after a truck bomb explosion followed by gun fight targeted a police station in a heavy residential area in the west of Kabul, Afghanistan, 07 August 2019. According to the reports at least 20 people were killed and 100 others wounded.  EPA/JAWAD JALALI

Nach Explosion einer Autobombe sichern Polizei und Feuerwehr den Tatort. Bild: EPA

Mindestens 14 Tote und 145 Verletzte bei Taliban-Anschlag in Kabul



Beim Autobomben-Anschlag in Kabul sind nach Angaben der afghanischen Regierung mindestens 14 Menschen getötet und 145 weitere verletzt worden. Wie das Innenministerium mitteilte, handelt es sich bei den Toten und Verletzten überwiegend um Zivilisten.

Bei den Todesopfern handle es sich um zehn Zivilisten und vier Polizisten, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Unter den Verletzten seien 92 Zivilisten.

Zu der Bluttat bekannten sich die radikalislamischen Taliban. Nach ihren Angaben wurde der Anschlag von einem Selbstmordattentäter verübt. Ziel sei ein «Rekrutierungszentrum des Feindes» gewesen.

Die Explosion sandte eine gewaltige Rauchwolke in den Himmel über Kabul. Die Detonation liess bis in weite Entfernung die Fenster von Geschäften bersten, wie Augenzeugen berichteten.

Bilder in sozialen Medien zeigten massive Zerstörungen. Rund um einen Krater mit mehreren Metern Durchmesser waren zahlreiche massive Betonschutzwände wie Dominosteine umgefallen. Ganze Häuserfronten und Dächer fehlten, mehrere Polizeiautos waren zerstört.

Der gut vernetzte Journalist Bilal Sarwari twitterte, die Opferzahl sei viel höher als von den Behörden angegeben. Mindestens 43 Menschen seien ums Leben gekommen, schrieb Sarwari mit Bezug auf «mehrere Quellen».

Die Taliban führen derzeit Friedensgespräche mit der US-Regierung. Zugleich haben sie aber die Bevölkerung zu einem Boykott der für Ende September angesetzten Präsidentenwahlen aufgerufen. Auch riefen sie in einer Erklärung am Dienstag zu Gewaltakten gegen den geplanten Urnengang auf.Afghanistan wird bereits seit Wochen von einer Welle der politischen Gewalt getroffen, durch die Dutzende von Menschen getötet wurden. (mim/sda/afp/dpa)

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