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Israelischer Soldat schlägt mit Hammer auf Jesus-Figur im Libanon

Israelischer Soldat schlägt mit Hammer auf Jesus-Figur im Libanon

20.04.2026, 05:1220.04.2026, 13:12

Die israelische Armee bestätigt, dass einer ihrer Soldaten im Südlibanon ein christliches Symbol beschädigt hat. Man nehme den Vorfall äusserst ernst, teilte die Armee am Abend auf X mit. Das Verhalten des Soldaten sei in keiner Weise mit den Werten vereinbar, die von Soldaten erwartet würden.

Am Sonntag hatte die Armee ein Foto veröffentlicht, das zeigt, wie ein Mann in israelischer Armeeuniform mit einem Hammer auf eine von einem Holzkreuz gefallene Figur von Jesus Christus einschlägt. Die Armee teilte mit, es sei nach einer ersten Untersuchung festgestellt worden, dass das Bild einen Soldaten im Südlibanon zeige.

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Dieses Bild wurde veröffentlicht.Bild: x

Gegen die Beteiligten würden angemessene Massnahmen ergriffen, hiess es von der Armee weiter. Darüber hinaus wolle man die Gemeinde bei der Wiederherstellung des Kruzifixes an seinem Standort unterstützen. Rund jeder dritte Libanese ist Christ.

Netanjahu verurteilt Vorfall «aufs Schärfste»

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu äusserte sich «fassungslos und traurig» über den Vorfall. «Ich verurteile diese Tat aufs Schärfste. Militärbehörden führen eine strafrechtliche Untersuchung der Angelegenheit durch und werden angemessen harte disziplinarische Massnahmen gegen den Schuldigen ergreifen», schrieb er auf der Plattform X. «Wir bedauern den Vorfall und jeglichen Schmerz, den er Gläubigen im Libanon und weltweit zugefügt hat.» Israel sei «der einzige Ort im Nahen Osten, der die Religionsfreiheit für alle garantiert».

Israels Aussenminister entschuldigt sich

Israels Aussenminister Gideon Saar entschuldigte sich angesichts des Vorfalls bei allen Christen, deren Gefühle verletzt worden seien. Er sprach von einer «beschämenden Handlung», die Israels Werten widerspreche. «Israel ist ein Land, das die verschiedenen Religionen und ihre heiligen Symbole respektiert und Toleranz und Respekt zwischen den Glaubensrichtungen hochhält», schrieb er auf X. Er äusserte sich zuversichtlich, dass gegen die Beteiligten «strenge Massnahmen» ergriffen würden. Details nannte er dazu zunächst nicht.

«Verstärkten Sicherheitszone» im Südlibanon

Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon verkündet. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte gesagt, die israelische Armee solle in einer «verstärkten Sicherheitszone» im Südlibanon bleiben.

Weiter hiess es in der Mitteilung der israelischen Armee, man sei damit beschäftigt, die von der Hisbollah im Südlibanon errichtete terroristische Infrastruktur zu zerstören. Man habe keine Absicht, zivile Infrastruktur, einschliesslich religiöser Gebäude oder religiöser Symbole, zu beschädigen. (sda/dpa)

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