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epa06206341 NATO soldiers inspect the scene of a car bomb blast that targeted the foreign forces convoy in Kandahar, Afghanistan, 15 September 2017. A car bomb exploded when a convoy of NATO's Romanian soldiers passed by, injuring three Romanian soldiers. NATO continues to deploy about 13 thousand troops in Afghanistan, under its Resolute Support mission, to provide training and security.  EPA/MUHAMMAD SADIQ

NATO-Angehörige in der Nähe von Kandahar (September 2017).  Bild: EPA/EPA

Taliban auf dem Vormarsch – NATO schickt 3000 Soldaten mehr nach Afghanistan



Die NATO-Staaten werden im kommenden Jahr mehrere Tausend Soldaten zusätzlich nach Afghanistan schicken. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa in Brüssel haben sich in den vergangenen Wochen mehrere Alliierte bereiterklärt, ihr Engagement zu erhöhen.

Künftig sollen mindestens 15'800 Soldaten am Einsatz zur Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte beteiligt sein. Zuletzt standen dafür rund 12'400 Soldaten zur Verfügung. Hintergrund der geplanten Aufstockung ist das Wiedererstarken der radikal-islamischen Taliban in Afghanistan.

Die Truppenaufstockung soll bei einem Treffen der NATO-Verteidigungsminister am kommenden Mittwoch und Donnerstag in Brüssel bekanntgegeben werden.

Pläne für eine Truppenaufstockung gab es bereits seit Monaten, der NATO gelang es lange Zeit aber nicht, ausreichend viele Bündnispartner zu einem stärkeren Engagement zu bewegen. Dies änderte sich erst, nachdem US-Präsident Donald Trump im August den Weg für ein stärkeres Engagement seines Landes im Kampf gegen die Taliban frei gemacht hatte.

Taliban im Vormarsch

Die Sicherheitslage in dem Land am Hindukusch hat sich seit dem Ende des internationalen Kampfeinsatzes Ende 2014 deutlich verschlechtert. Dieser begann, nachdem am 11. September 2001 Al-Kaida-Terroristen die USA angegriffen und bei Terroranschlägen mindestens 3000 Menschen getötet hatten.

Wie lange der Afghanistan-Einsatz der NATO noch dauern wird, ist unklar. In Bündniskreisen wird allerdings betont, dass es durchaus positive Entwicklungen gebe.

In diesem Jahr hätten die afghanischen Sicherheitskräfte beispielsweise dafür gesorgt, dass die Taliban keine Provinzhauptstadt einnehmen konnten. Afghanische Spezialkräfte sollen zudem mittlerweile 80 Prozent ihrer Einsätze ohne ausländische Unterstützung durchführen. (sda/dpa)

Trump will den Krieg in Afghanistan verschärfen

Video: watson/Lya Saxer

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    Alle Leser-Kommentare
  • Posersalami 04.11.2017 17:24
    Highlight Highlight Na da haben 16 Jahre Krieg ja Demokratie und Freiheit gebracht, der Einsatz mit Toten im 6-stelligen Bereich ist absolut gerechtfertigt. Nicht!

    Der Einsatz ist eine Verschwendung von Ressourcen und menschlichem Potential. Er müsste sofort beendet werden. Diese Politik ist endgültig gescheitert.
  • Silent_Revolution 04.11.2017 15:13
    Highlight Highlight Die Mär vom Kampf gegen den Terrorismus zugunsten der Wirtschaft geht also weiter. Diese ständigen Interventionen treibt die Bevölkerung im nahen Osten geradezu in die Arme der Freiheitskämpfer.

    Der internationale Kampfeinsatz in Afghanistan zwischen 2002 - 2014 begann nachdem saudische Terroristen mindestens 3000 Menschen getötet haben. Es leuchtet natürlich ein, dass danach ein jahrzehntelanger Krieg im Irak, Afghanistan und Pakistan geführt wird, während die Saudis Handel mit dem Westen betreiben, Waffenlieferungen erhalten und in den UN-Menschenrechtsrat aufgenommen werden.

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