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Ex-Taliban-Gefangener Bergdahl muss nicht ins Gefängnis



Sgt. Bowe Bergdahl's military attorney, Lt. Col. Franklin Rosenblatt, arrives to the Fort Bragg courtroom facility for a sentencing hearing on Friday, Nov. 3, 2017, on Fort Bragg, N.C. Bergdahl, who walked off his base in Afghanistan in 2009 and was held by the Taliban for five years, pleaded guilty to desertion and misbehavior before the enemy. (Andrew Craft /The Fayetteville Observer via AP)

Bowe Bergdahl Bild: AP/The Fayetteville Observer

Der US-Soldat Bowe Bergdahl, der 2014 nach fünfjähriger Geiselhaft in einem umstrittenen Gefangenenaustausch freigekommen war, muss nicht ins Gefängnis. Das entschied ein Militärrichter in Fort Bragg am Freitag.

Der Richter ordnete aber die unehrenhaften Entlassung des 31-Jährigen aus dem Militär an und stufte seinen Rang herunter, wie ein Sprecher der US-Armee sagte. Bergdahl muss zudem zehn Monate lang eine Geldstrafe von 1000 US-Dollar zahlen. Die Staatsanwaltschaft hatte sich für eine Freiheitsstrafe von 14 Jahren ausgesprochen.

Bergdahl bekannte sich in dem Verfahren der Fahnenflucht und des Fehlverhaltens vor dem Feind schuldig. Ihm wurde vorgeworfen, andere Soldaten in Gefahr gebracht zu haben, indem er sich Ende Juni 2009 unerlaubt von einem Stützpunkt in der afghanischen Provinz Paktika entfernte.

Stunden später wurde er von Taliban-Kämpfern gefangengenommen. Mit ihnen verbündete Militante hielten ihn fünf Jahre lang in Pakistan fest.

Unter dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama wurde Bergdahl schliesslich im Mai 2014 im Austausch gegen fünf in Guantánamo Bay gefangene Taliban freigelassen - ein stark umstrittener Handel. So hatte auch Donald Trump Bergdahl während des Präsidentschaftswahlkampfes mehrfach als «miesen Verräter» gebrandmarkt. (sda/dpa)

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